Schwaiger Volleyballer unterliegen in Karlsruhe 0:3

Abfuhr beim Spitzenreiter

Auch wenn die Schwaiger dagegenhielten, mussten sie den Karlsruhern wie schon im Hinspiel die Punkte überlassen. | Foto: G. Santemiz2021/02/Volleyball_SV-Schwaig_SSC-Karlsruhe_0076_Z.jpg

KARLSRUHE/SCHWAIG. Dem Triumph gegen den zuvorigen Tabellenführer Mimmenhausen folgte eine unglückliche Auswärtsniederlage gegen den aktuellen: Die Zweitliga-Volleyballer des SV Schwaig unterliegen am frühen Abend des 6. Februar im Otto-Hahn-Gymnasium dem SSC Karls­ruhe verdient mit 0:3 (20:25, 18:25, 22:25). Es war die zweite Schlappe in fremder Halle hintereinander.


Seit Dezember vergangenen Jahres befand sich der TSV Mimmenhausen auf dem Platz an der Wintersonne, stets auf Rang eins, scheinbar „unverrückbar“. Doch beinahe klammheimlich, aber für Branchen­experten nicht unerwartet, schoben sich direkt am Tag nach der zweiten TSV-Niederlage, eben gegen Schwaig, die Baden Volleys am TSV vorbei an die Spitze (allerdings haben die Badener auch zwei Spiele mehr auf ihrem Konto).


Was zur Spielplanfolge hatte, dass der Rangfünfte SVS zwei Matches hintereinander gegen den jeweiligen Ersten anzutreten hatte; am Samstag nun in Karlsruhe. Motiviert vom Überraschungssieg gegen den TSV, war den Mittelfranken trotzdem bewusst, dass beim Favoriten SSC die Trauben sehr hoch hängen würden; bereits das Oktober-Hinspiel in Schwaig war mit 1:3 verloren gegangen.


Nach nur 75 Minuten waren die Unkenrufe bestätigt. Der Kampf indessen (im Internet auf sporttotal.tv zu sehen) war heftig. Mit schwankenden Vorteilen vor allem im ersten Durchgang −, auf Augenhöhe aber erst im dritten Satz, nachdem „wir den zweiten hergeschenkt haben, da ging irgendwie nicht viel“, bilanzierte Schwaigs Florian Tafelmayer rückblickend.


Schwache Aufschläge


Dass es letztlich zu keinem Satzgewinn reichte, lag noch am ehesten, so der SVS-Kapitän, an den häufigen, „zu schwachen Aufschlägen, aus denen die Karlsruher einfach zu perfekt etwas vorbereiten konnten“. Es reichte an diesem Abend insgesamt nicht bei den Gelbblauen; die wirkliche „Hochform“, die „Coolness“ und den Durchsetzungswillen wie noch gegen Mimmenhausen hatte auch Trainer Milan Maric nicht herzaubern können.
Für die Schwaiger – deren „MVP“ wurde zum ersten Mal in dieser Saison Sven Kellermann – war es die insgesamt sechste Niederlage, die dritte in fremder Halle und auswärts die zweite hintereinander mit 0:3 (zuvor ebenso in Leipzig). Bezeichnenderweise zeigt die 2020/21-Statistik, dass in dieser Saison stets, wenn der SVS auswärts den ersten Satz abgab, auch prompt der zweite verloren ging. Das geschah in Karlsruhe nun zum vierten Mal, und nur saisonanfangs in Freiburg war es den Franken gelungen, ein 0:2 in ein 3:2 zu drehen.


Nun hoffen die Schwaiger, dass sie im Heimspiel am kommenden Wochenende gegen den Tabellenzehnten Delitzsch wieder Punkte aufholen werden.

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