Kreisliga Nord

TSV Winkelhaid verlässt den Schleuderplatz

Das hätte in der 31. Minute die Führung für die Winkelhaider sein können, ja müssen! Der Schwabacher Keeper Christian Hufnagel ausgespielt, das Tor sperrangelweit offen, doch der Lupfer von Philip Winter (Nr. 4) geht knapp am Kasten vorbei. | Foto: DV2017/05/tsvwinkelhaiddjkschwabach.jpg

NÜRNBERGER LAND – Aufatmen in Winkelhaid – wenn auch nur kurz. Denn dank des Heimerfolgs gegen den direkten Konkurrenten DJK Schwabach haben die Blau-Weißen den Schleuderplatz in der Kreisliga Nord verlassen – aber nur aufgrund des besseren Torverhältnisses. Einen kräftigen und vor allem überraschenden Dämpfer haben am Sonntag nur ein paar Kilometer weiter die Ezelsdorfer kassiert. Nach den letzten Erfolgen hatte die Lewey-Truppe wieder ein wenig an den zweiten Platz, der heuer schon zum Aufstieg reicht, hingeschnuppert. Aber jetzt im Derby gegen Schlusslicht TSV Feucht mussten sie eine verdiente 2:3-Niederlage einstecken.

Kreisliga Nord TSV Winkelhaid – DJK Schwabach 2:1 (1:0) – In den ersten zehn Minuten des Spiels waren beide Teams noch damit beschäftigt, Ordnung in die eigenen Reihen zu bringen. Marcel Diaco hatte in der 15. Minute die Chance zum Führungstreffer. Sein Abschluss ging aber übers Tor. Hinze bewies in der 18. Minute sein Können, als er nach einem Patzer den Schuss toll parierte. Die größte Chance vergab in der 31. Minute Philip Winter. Auf Vorlage von Diaco umspielte er seinen Gegner, knallte das Leder aber an den Torpfosten. Fast im Gegenzug war Hinze wieder zur Stelle und entschärfte einen DJK-Angriff. Wie schon so oft in der Vergangenheit war dann ein grober Abwehrfehler Grund für den Rückstand der Winkelhaider. Engehardt kam freistehend zum Schuss, und die DJK führte in der 40. Minute mit 1:0.

Mit Beginn der zweiten Hälfte drängte der TSV nun auf den Ausgleich. Belohnt wurde er in der 50. Minute. Auf tollem Pass von Bachmeier umkurvte Winter noch einen Gegner und erzielte das Tor. Winkelhaid wollte nun mehr. So gab es nacheinander Chancen für Goss, was aber als Abseits abgepfiffen wurde.

In der 65. Minute hatte Winkelhaid Pech, als Bachmeier auf Vorlage von Goss nur die Querlatte traf. Den schönsten Spielzug in dieser Partie nutzte die Heimelf in der 77. Minute zum 2:1. Der eingewechselte Metschl flankte von der rechten Außenbahn in den Strafraum, wo Bachmeier mit einen Kopfball erfolgreich war. Timm vergab kurz darauf eine Chance. Eine Minute später parierte der Gästetorwart nach einer Ecke den Kopfball vom Diaco.

SV Rasch – SV Postbauer 3:1 (1:0) – „Ali“ Andreas Firlus sorgte mit seinen drei Treffern gegen Postbauer für den „Knock-Out“ für die Postbauerer Gäste. Als weiterer Matchwinner fungierte der Rascher Torhüter Felix Ortegel, der sich an seinem Geburtstag mit einer hervorragenden Partie selbst beschenkt hat.

Die Gäste begannen wie die Feuerwehr, die Rascher hatten zu diesem Zeitpunkt erhebliche Probleme, ins Match zu kommen. Mit weiterer Fortdauer der Begegnung wurde das besser, Postbauer war zwar weiterhin überlegen doch auch die Gastgeber hatten zwei gute Tormöglichkeiten. In der 42. Minute dann die Führung für Rasch, ausgehend vom Torhüter lief die Kugel über vier, fünf Stationen nach vorne, Endabnehmer war auf der halbrechten Seite Andreas Firlus, der nicht lange fackelte und mit einem Flachschuss ins linke Eck traf. Nach einer knappen Viertelstunde in Hälfte zwei verloren die Rascher im Vorwärtsgang den Ball und konnten sich nur noch mit einem taktischen Foulspiel behelfen. Den Freistoß hämmerte der Postbauerer Jürgen Bayer zum 1:1-Ausgleich unmittelbar unter die Querlatte.

Danach wurde das Match immer ruppiger und unattraktiver, wobei vor allem auch die vielen theatralischen Einlagen der Gäste beigetragen habe. In der 82. Minute passte der Rascher Spielertrainer Florian Schmidt halbhoch auf Christian Müller, der im Strafraum von den Beinen geholt wurde. Andreas Firlus verwandelte den fälligen Elfer eiskalt. Fünf Minuten später wurde Andreas Firlus nochmal rechts in die Gasse angespielt und vollstreckte.

Wenn die Feuchter um Stephan Löhr die ganze Saison so engagiert aufgetreten wären, wie am Sonntag gegen Ezelsdorf, hätte sich die Truppe wohl nie um den Klassenerhalt sorgen müssen. | Foto: kk2017/05/fcezelsdorftsvfeucht.jpg

FC Ezelsdorf – TSV Feucht 2:3 (1:1) – Heimspielzeit beim FC Ezelsdorf: An diesem Wochenende spielte der Aufsteiger gegen den Tabellenletzten aus Feucht. Die Ezelsdorfer haben durch ihre letzten Siege wieder viel Selbstbewusstsein getankt und sich im oberen Tabellenviertel etabliert. Die Siegesserie sollte fortgesetzt werden, doch die Feuchter zeigten bereits in der Anfangsphase, dass die heutige Partie kein Selbstläufer werden wird.

Bereits nach sieben Minuten gingen die Gäste durch Marco Vacca mit 1:0 in Führung. Der Tabellenletzte hielt auch nach der Führung munter mit und erspielte sich gute Möglichkeit. In der 30. Minute dann der Ausgleich für den FCE: Tim Allen bediente Christian Schönweiß, der freistehend vor dem Feuchter Gehäuse auftauchte, allerdings den Ball nicht im Tor unterbringen konnte, da der Feuchter Keeper Christopher Willig zunächst parieren konnte. Den Abpraller aber nutzte Christian Ruff und erzielte per Seitfallzieher den 1:1-Ausgleich. Dies war dann auch der Halbzeitstand.

Nach dem Seitenwechsel bot sich den Zuschauern in der Bucher Straße das gleiche Bild wie in der ersten Spielhälfte. Nach circa einer Stunde waren die Feuchter erneut im Vorteil und machten in der 70. Minute durch Stephan Löhr die erneute 2:1-Führung.

Wie zuvor aber steckten die Ezelsdorfer den Kopf nicht in den Sand und erzielten in der 80. Minute den Ausgleich durch Christian Schönweiß. Dies war das Startsignal für eine absolut offene Schlussphase.

Letztendlich hatten dann die Feuchter eine Minute vor Schluss das bessere Ende für sich, nach einem Foul im Strafraum gab es Rot für einen Ezelsdorfer Abwehrspieler und für die Gäste einen Strafstoß. Der Feuchter Torhüter Christopher Willig schritt zur Exekution und vollstreckte sicher zum 2:3-Endstand für den TSV aus Feucht.

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