TSV-Trainer hört im Sommer auf

In Fischbach endet die Ära Bergmüller

Sucht selbst seinen Nachfolger: Fischbachs Noch-Trainer Manuel Bergmüller. | Foto: Zink2017/05/20141116_fischbach_johannis_dama_26.jpg

FISCHBACH – Egal auf welchen Platz die „Karpfen“ heuer in der Kreisliga 2 einlaufen werden, am Saisonende steht ihnen ein radikaler Umbruch bevor. Denn beim TSV Fischbach endet eine Ära. Trainer Manuel Bergmüller kann aus zeitlichen Gründen nicht mehr den „Karpfen-Dompteur“ spielen und wird beim TSV ins zweite Glied zurücktreten. Ein Nachfolger wurde noch nicht gefunden.

Die Fußstapfen, die Bergmüller im Nürnberger Südosten hinterlässt sind groß. Vor drei Jahren hatte er den Verein in seiner schwersten Krise – Fischbachs Trainer-Urgestein Jasch Majkowski war unerwartet verstorben – übernommen und prompt in die Kreisliga geführt.

Mit frechen Vollgasfußball lehrte der Neuling in seiner Debüt-Saison so manchen Liga-Schwergewicht (mal abgesehen vom SC Germania) das Fürchten und mischte sogar lange im Aufstiegskarussell mit. Ähnlich wie in dieser Saison als die „Karpfen“ wieder eine zeitlang oben mitschwammen.

Zum Aufstieg wird es heuer aber wieder nicht reichen, dafür war die Ausbeute im Marathon-Monat April zu gering. So werden die Fischbacher am Ende wohl erneut im gehobenen Mittelfeld einlaufen. Sofern die Mannschaft in den letzten Spielen ihren Coach nicht hängen lässt und auf bedeutungslosen Sommerfußball umstellt.

Davon geht Bergmüller natürlich nicht aus. Denn er bleibt seinen Jungs in anderer Funktion ja erhalten. „Ich bin einfach immer noch so begeistert von meinen Spielern, dass ich das Projekt hier weiter mittragen will“, erklärt der 41-Jährige, dessen zukünftige Amtsbezeichnung beim TSV noch nicht endgültig geklärt wurde. Wahrscheinlich geht es in die Richtung Sportlicher Leiter, auch wenn Bergmüller findet, dass „sich das viel zu hochtrabend anhört.“

Pokal zum Abschied?

Bis Saisonende, besser noch früher, muss nun ein Nachfolger gefunden werden und Bergmüller ist bei der Suche praktischerweise voll miteingebunden. Da könnte es helfen, wenn sich die Mannschaft in den verbleibenden Spielen – zum Beispiel diesen Sonntag zuhause gegen TuSpo Roßtal – von ihrer besten Seite präsentiert. Aber dafür wird der Noch-Trainer schon sorgen. Schließlich will sich Bergmüller mindestens mit einem Titel verabschieden. So klingt es zumindest wenn er sagt: „Vielleicht gewinnen wir ja den Pokal.“

N-Land Krischan Kaufmann
Krischan Kaufmann