Vorschau Neumarkt/Jura

Winkelhaid droht ein Nachsitzen

Jetzt helfen Jonas Engel (Mitte) und den Winkelhaidern nur noch Siege. Wenn die Blau-Weißen nicht im Endspurt noch ordentlich punkten, droht die Relegation oder Schlimmeres. | Foto: DV2017/05/IMG_9703.jpg

NÜRNBERGER LAND – In der Kreisliga Neumarkt-Jura Nord stehen die Zeichen für den TSV Winkelhaid (20 Punkte) nach der 2:3-Heimpleite im Nachholspiel gegen den TSV Katzwang mehr denn je auf Nachsitzen. Während Katzwang mit dem Sieg sein Punktekonto auf 31 schraubte, wird für Winkelhaid nach der siebten Heimpleite und acht Punkten Rückstand zu den sicheren Tabellenrängen der direkte Klassenerhalt immer unwahrscheinlicher.

Für Trainer Marc Rosenberger und seine Elf zeichnet sich immer mehr das Szenario ab, in die Relegationsmühle gegen den Abstieg zu müssen. Doch zunächst ist im dritten Heimspiel in Folge die DJK Schwabach zu Gast, die mit 23 Zählern genauso tief im Tabellenkeller steckt.

Besser ist es um den SV Rasch (29) bestellt, der sich mit einem Sieg gegen den SV Postbauer (28) der größten Sorgen entledigt haben dürfte.

Im Landkreisderby kann der FC Ezelsdorf (39) dem TSV Feucht das endgültige K.O. verpassen. Gehen die Fußballer vom Segersweg leer aus, ist der Abstieg fünf Spieltage vor Saisonende endgültig besiegelt. Am Fuße des Dillbergs darf dagegen weiter vom Durchmarsch in die Bezirksliga geträumt werden. Nachdem die führende FG Wendelstein nicht aufsteigen darf, würde bereits Rang zwei zum Direktaufstieg genügen.

Hier hat zwar Großschwarzenlohe (41) derzeit knapp die Nase vorne. Doch wenn die Opcin-Elf gegen Katzwang (28) Federn lässt, das mit seinem 3:1-Sieg in Winkelhaid am Donnerstag-Abend einen Riesenschritt in Richtung Klassenerhalt gemacht hat, wäre für Erfolgstrainer Markus Lewey und seine Elf der Weg zu Platz zwei frei.

Mit zwei Nachholspielen ist die Tabelle der Kreisklasse Ost begradigt worden. Dabei bezwang Spitzenreiter FC Deining die DJK Berg 1:0 und baute seinen Vorsprung vor Verfolger Kornburg II, wo der Titelaspirant in der nächsten Runde antreten muss, auf fünf Punkte aus.

Schützenhilfe für die „Ochis“?

Möglicherweise noch wichtigere drei Punkte hat der TSV Burgthann eingefahren. Die Elf von Interimstrainer Jan Völkel feierte im Nachbarderby gegen den TSV Ochenbruck einen 5:2-Sieg und ist mit 25 Punkten auf dem besten Weg die Saison zu einem glücklichen Ende zu bringen. Von den größten Sorgen befreit, geht es am heutigen Samstag (15 Uhr) erneut daheim gegen den Rangdritten SV Lauterhofen, gegen den es angesichts der 2:6-Abreibung in der Vorrunde etwas gutzumachen gäbe.

Völlig entgegengesetzt ist dagegen die Gefühlslage bei den „Ochis“, die auf dem zweiten direkten Abstiegsrang verharren und als nächstes bei SC Feucht II (5.) antreten müssen. Den gebeutelten Fußballern aus dem „Moor“, die in die A-Klasse durchgereicht zu werden drohen, könnte in ihrer misslichen Lage der 1. FC Altdorf (4.) mit einem Auswärtssieg bei Holzheim II (23) ein wenig unter die Arme greifen.

Neben Schützenhilfe aus Altdorf täte den „Ochis“ darüber hinaus Schützenhilfe von Schlusslicht Oberferrieden gegen die FG Wendelstein II gut. Beim FSV selbst ist nichts mehr zu retten und bei einer Niederlage der Abstieg auch rechnerisch besiegelt.

Moosbachs Tiefpunkt

Für den SV Unterferrieden gilt es in der A-Klasse Nord-Ost beim FC Sindlbach wie schon beim „Last-Minute-Sieg“ vor Wochenfrist gegen Oberölsbach Geduld und starke Nerven zu haben.

Mit einem Sieg machen die Fußballer vom Röthweiher einen großen Schritt zum Titel und Wiederaufstieg. Bei einer Niederlage dagegen würde der Verfolger gleichziehen und es bliebe wohl spannend bis zum letzten Spieltag.

Einen großen Spannungsbogen verspricht auch der Abstiegskampf. Die Gefahrenzone beginnt beim TSV Winkelhaid II (24 Punkte), der Oberwiesenacker zu Gast hat.

Wenn Ezelsdorf II (18) gegen die Zweite des TSV Feucht, deren Abstieg so gut wie besiegelt ist, voll punktet, würde das neben Winkelhaid vor allem in Pilsach (19) und beim SV Moosbach (22) die Sorgenfalten weiter erhöhen.

Für Moosbach war die 3:4-Pleite in Eismannsberg vor Wochenfrist der vorläufige Tiefpunkt. Gegen Trautmannshofen (5.) dürfte es in der augenblicklichen Verfassung – Moosbach ist nach Schlusslicht TSV Feucht II (72) mit 62 Gegentoren die Schießbude der Liga – schwer werden, die Talfahrt zu stoppen.

Dem SC Eismannsberg, der bei Heng 2 als krasser Außenseiter gilt, dürfte es angesichts von sieben Punkten Rückstand zum rettenden Ufer schwer fallen, das Schicksal noch zu wenden.

EKSG Rummelsberg kann aufschließen

Die Spielpause von Sengenthal (45 Punkte) eröffnet der EKSG Rummelsberg in der B-Klasse Nord-Ost die Chance, dem Spitzenreiter mit einem Sieg gegen Hinterbänkler Oberwiesenacker II bis auf drei Punkte auf den Pelz zu rücken.

Während Unterferrieden II (4.) ein Sieg bei der Dreierkombi Sindlbach/Oberölsbach/Stöckelsberg II zugetraut werden darf, ist zwischen Rasch II (5.) und Postbauer II (7.) ein völlig offenes Duell zu erwarten. Für Schlusslicht Moosbach II zeichnet sich gegen den Wolfstein II dagegen eine weitere Niederlage ab.

In der B-Klasse Ost hat die zweite Mannschaft der „Ochis“ die undankbare Aufgabe beim verlustpunktfreien Tabellenführer Eintracht Döllwang vor sich. Während sich Burgthann II mit der Zweiten des SV Lauterhofen misst, gastiert der Vorletzte Oberferrieden II im Kellerduell beim Tabellenletzten Wendelstein IV.

N-Land M. Keilholz
M. Keilholz