Kreisliga Nord

FC Ezelsdorf bleibt bester Aufsteiger

Der genaue Querpass von Bastian Eckersberger (nicht mehr im Bild) erreicht den am zweiten Pfosten postierten Sebastian Hecke (orange im Hintergrund) der keine Mühe hat, zum 1:0 für den FCE zu vollstrecken. | Foto: DV2017/04/fcezelsdorfsvbarthelmesaurach.jpg

NÜRNBERGER LAND – Geht doch noch was für den FC Ezelsdorf? Sicher ist, dass es an der Spitze der Kreisliga Nord weiter spannend bleibt. So hat sich der FCE gegen Barthelmesaurach nicht nur den inoffziellen Titel des besten Aufsteigers gesichert, sondern darf sich auf Platz drei weiter Hoffnung auf die Aufstiegsrelegation machen.

Kreisliga Nord Neumarkt/Jura: SV Rednitzhembach – TSV Winkelhaid 2:1 (1:0) – Zu Beginn der Partie überzeugte die Heimelf und hatte bis zur 12. Minute mehrere Möglichkeiten bereits in Führung zu gehen. Winkelhaid brauchte einige Zeit, um sich auf die schnelle Spielweise des SV einzustellen. Torhüter Hinze zeigte dabei aber seine Qualitäten. Die TSVler

agierten ab der 15. Minute dann besser und überzeugten auch durch gute Aktionen. In der 18. Minute die erste Möglichkeit durch Neubert, der aber übers Tor schoss. Kurz vor der Pause hatte ein Winkelhaider Verteidiger dann jedoch einen Blackout, als er nach mehreren Abwehrversuchen das Leder nicht weg brachte und der Torjäger der „Hembis“ Seyss zum 1:0 einstochern konnte.

Wer nun nach der Pause gedacht hatte, das Winkelhaid weiter Druck ausüben wollte, der hatte sich getäuscht. Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, wann der nächste Treffer fallen sollte. Dies passierte dann in der 61. Minute, als nach einem klugen und schnellen Konter wiederum Seyss unbedrängt auf 2:0 erhöhte. Nur zwei Minuten später hatte dann aber der Torwart der Hembacher einen Blackout, den Kümmerl in der 63. Minute für den Anschlusstreffer zum 2:1 nutzen konnte.

Winkelhaid versäumte aber nun, weiteren Druck aufzubauen und musste sich weiterhin gefährliche Kontern der Heimelf gefallen lassen. Eine endgültige Entscheidung verhinderte TW Hinze dann in der 73. Min. Nicht belohnt wurden die in der letzten Viertelstunde wieder agilen Gäste, die nun gut spielten. Nicht belohnt wurden die TSVler, als in der 90. Minuten nacheinander Dennis Diaco und Kümmerl eindeutig im 16er gefoult wurden. Der sonst souverän leitende Schiri verweigerte jedoch den fälligen Elfmeter.

FC Ezelsdorf – SV Barthelmesaurach 2:1 (2:0) – Die Gäste vom SV Barthelmesaurach waren seit elf Spielen ungeschlagen und stellten das bisher beste Team der Rückrunde in der Kreisliga. Auch der FCE war zurück in der Erfolgsspur und wollte diese Serie brechen. Die Ezelsdorfer fanden sehr gut in das Spiel und hatten bereits nach 25 Spielminuten die Chance auf die Führung, als Christian Schönweiß in Kombination mit Bastian Eckersberger knapp an Gästetorhüter Thomas Lehner scheiterte. Fünf Minuten später nutzte dann der Aufsteiger seine Überlegenheit der ersten Minuten, eine schöne Kombination, an welcher Lukas Schwarz und Bastian Eckersberger beteiligt waren, vollendete schließlich Sebastian Hecke zur verdienten 1:0-Führung. Dieser Führungstreffer beflügelte die Heimmannschaft zusätzlich zusehends, indem sie sich weitere Chancen herausspielen konnte. Kurz vor der Halbzeit baute Ezelsdorf die Führung weiter aus. Ein Traum-Freistoß von Christian Schönweiß schlug aus 35 Metern unhaltbar in dem Winkeln ein, quasi eine Bewerbung für das „Tor des Monats“.

Nach dem Seitenwechsel musste der FCE hintereinander mehrere Rückschläge wegstecken. Verletzungsbedingt mussten Pascal Preisser, der Torschütze Sebastian Hecke und dazu noch der Torhüter Matthias Roth das Spielfeld verlassen. Diese Handicaps warfen Ezelsdorf nicht aus der Bahn, der Aufsteiger spielte weiterhin mutig mit und verteidigte mit kämpferischen Mitteln die 2:0-Führung. Kurz vor Schluss gelang den Gästen dann doch noch der Anschlusstreffer durch Markus Theil, die Punkte blieben aber in Ezelsdorf.

Der Rascher Stefan Engelhardt (blau/weiß) klärt „in Bodenlage“ gegen den Feuchter Stefan Löhr (schwarz). | Foto: DV2017/04/tsvfeuchtsvrasch-1.jpg

SV Rasch – TSV Feucht 1:0 (0:0) – In einem von Anfang bis Ende kampfbetonten Derby behielten die Rascher zuletzt die drei sauer verdienten Punkte im Dorf. Die erste Riesenchance des Spiels hatte Spielertrainer Florian Schmidt bereits in der dritten Minute, vier Minuten später köpft Christian Waiz nach Freistoßflanke von Tobias Birkelbach am Kasten vorbei.

Die nächsten 12 Minuten spielte sich das Geschehen vorwiegend im Mittelfeld ab, kein Team kam zu dieser Zeit gefährlich vor des Gegners Tor. Feucht stand mit seinem „letzten Aufgebot“ um Markus vom Aufseß und Patrick Ibscher recht tief und überließ es den Löhr-Brothers, Akzente nach vorne zu setzen. Die nächsten Möglichkeiten hatten aber die Rascher, Tobias Birkelbach setzte sich von der rechten Seite ausgehend gegen drei Gegenspieler durch, sein Schuss ging flach am rechten Pfosten vorbei. Feucht kam in der 23. Minute zu einem ersten Abschlussversuch von Stephan Löhr, danach musste der Feuchter Keeper Christopher Willig bei zwei Möhrle-Ecken eingreifen. Zwei weitere Möglichkeiten für Rasch durch Daniel Eckersberger und Philip Möhrle blieben ungenutzt. In der 39. Minute bekam Feucht vier Meter vor der Rascher Strafraumgrenze einen Freistoß zugesprochen, Markus von Aufseß schießt hart und flach, doch der Rascher Keeper Alex Vöge pariert.

Die letzte Gelegenheit in Hälfte Eins hatte wiederum Florian Schmidt, doch sein Schuss nach Zuspiel von Tobias Birkelbach wurde geblockt. In der zweiten Hälfte wieder das gleiche Bild, Rasch im Vormarsch und Feucht mit Nadelstichen nach vorne. Ein Schuss des Feuchters Ali Kaan Öztürk in der 50. Min. wurde gerade noch abgewehrt, in der 62. Minute landet ein indirekt ausgeführter Freistoß von Tobias Birkelbach in den Armen der gut disponierten Feuchter Torhüters. Dann wurde es laut und aufregend, Tobias Birkelbach wurde im Zug zum Tor im Feuchter Strafraum gelegt, und der Schiri entschied in der 66. Minute trotz der lautstarken Feuchter Proteste auf Strafstoß. Am lautesten agierte dabei Patrick Ibscher, der prompt dafür mit Gelb-Rot vom Platz marschieren musste. Andreas Firlus verwandelte sicher zum 1:0 für die Platzherren. Die letzten 25 Minuten ergaben sich noch die eine oder andere Chance auf beiden Seiten, am Ende blieb es aber bei dem knappen Ergebnis, das letztendlich nur den Raschern was nutzte, für den sich tapfer wehrenden TSV schaut die Zukunft weiterhin mehr als düster aus.

N-Land Der Bote
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