Vorschau Kreis Neumarkt/Jura

Schicksalshafte Ostern für den SV Rasch

Das Hinspiel war eine klare Angelegenheit für die Rascher, obwohl beide Teams in den ersten 30 Minuten auf Augenhöhe agierten: Ezelsdorfs Stürmer Basti Eckersberger (hier links beim Schuss) hatte sogar die zwischenzeitlich für die Hausherren ausgeglichen. | Foto: kk2017/04/DSC_4998.jpg

NÜRNBERGER LAND – Über dem heimischen Kreisligaquartett, das bezeichnenderweise in der Rückrundentabelle die letzten vier Ränge einnimmt, haben sich dunkle Wolken zusammengebraut. Außer dem TSV Feucht (8 Punkte), dessen Schicksal so gut wie besiegelt sein dürfte, und dem TSV Winkelhaid (16), der nur noch zwei Punkte von einem direkten Abstiegsplatz entfernt ist, befindet sich inzwischen auch der SV Rasch (22) mitten drin im gefährlichen Abstiegsstrudel.

Beginnend am gestrigen Gründonnerstag mit der Partie des SV Rasch gegen Spitzenreiter FG Wendelstein stehen bis zum Ostermontag im Kreisoberhaus neun teils hochbrisante Nachholspiele auf dem Plan.

Die Rascher Jungs stehen nach ihrer Talfahrt und dem Abrutschen auf einen der beiden Abstiegs-Schleuderränge gegen den Tabellenführer unter großem Erfolgsdruck. Noch schlechter sieht es beim TSV Winkelhaid aus. Der langjährige Bezirksligist hat nur noch zwei Punkte Polster zum Kellerkonkurrenten FC Schwand, dem Gegner vom Ostermontag. Geht das direkte Duell beim Tabellenvorletzten verloren, stürzt die Rosenberger-Elf auf einen direkten Abstiegsplatz ab.

Eisiger Abstiegshauch

Am Ostermontag geht es für die Rascher Jungs dann gegen den FC Ezelsdorf, der in der Rückrunde wie die „Blau-Weißen“ erst einen Sieg eingefahren hat. Im Gegensatz zu der Elf von Spielertrainer Florian Schmidt, der plötzlich eisiger Abstiegshauch ins Gesicht bläst, lässt sich die Situation beim Aufsteiger, der mit 29 Punkten auf Rang fünf steht und zuvor am Samstag die DJK Schwabach (23) zu Gast hat, noch sehr entspannt an. Nach der heftigen Hinspiel-Pleite (1:5) hofft Ezelsdorfs Trainer aber natürlich auf Wiedergutmachung: „Das war ein ordentlicher Dämpfer für uns gleich zu Beginn der Kreisliga-Saison. Ich denke, meine Jungs wollen da jetzt etwas gerade rücken.“ Außerdem geht es für den FCE auch darum, schnell möglichst viele Punkte zu sammeln, um die Saison entspannt zu Ende spielen zu können. Allerdings plagen Lewey aktuell arge Personalsorgen. So steht hinter den Einsätzen von Pascal Preißer (Oberschenkelzerrung), Torjäger Basti Eckersberger (Kreislauf) und Marc Eckersberger aktuell noch ein großes Fragezeichen.

FSV Oberferrieden auf Abschiedstournee

Der TSV Pyrbaum (7.) und Kornburg II, das mit einem Sieg Platz zwei festigen konnte, haben am Gründonnerstag das Osterprogramm der Kreisklasse Ost eröffnet.

Am Samstag sind dann der 1.FC Altdorf (4.) in Litzlohe (9.) und Schlusslicht FSV Oberferrieden in Höhenberg (6.) gefordert. Beide sind am Ostermontag erneut am Ball. Dabei ist der FCA Gastgeber der Zweiten des SC Feucht (3.) und Oberferrieden macht auf seiner Abschiedstour aus der Kreisklasse bei der DJK Berg (8.) Station.

Darüber hinaus steht der TSV Burgthann, der nur noch einen Punkt über der Abstiegszone steht, am Montag vor der hohen Hürde bei Kornburg II, das im Kampf um Platz zwei alle Trümpfe in der Hand hält und möglicherweise sogar Spitzenreiter Deining noch gefährlich werden kann.

Burgthann (18 Punkte) und dem TSV Ochenbruck (17) droht zudem Gefahr von Hintermann FG Wendelstein II (16). Bringt der Tabellenvorletzte, der drei seiner letzten vier Spiele gewonnen hat, auch Pyrbaum zur Strecke, rutschen die „Ochis“ auf einen direkten Abstiegsplatz und Burgthann bei der zu erwartenden Niederlage in Kornburg auf den Abstiegs-Schleuderrang.

In der A-Klasse Nord-Ost stand für den Tabellenvorletzten SC Eismannsberg am Donnerstag-Abend das Nachbarderby beim TSV Stöckelsberg auf dem Programm. Am Karsamstag kreuzt dann der ebenfalls akut abstiegsbedrohte FC Ezelsdorf II mit den „Jura-Löwen“ die Klingen.

Viel Betrieb am Ostermontag

Am Ostermontag gehen dann weitere drei Spiele mit heimischer Beteiligung über die Bühne. Dabei kommt es zu Duell der beiden bereits mit sechs Punkten abgehängten Teams des TSV Feucht II und SC Eismannsberg.

Der Drittletzte Ezelsdorf II (14 Punkte), der den Abstiegs-Schleuderrang fest in Beschlag hat, darf sich gegen den Tabellenzweiten FC Sindlbach kaum etwas ausrechnen. Schließlich gastiert Winkelhaid II (21) bei der DJK Pilsach, die mit 19 Zählern noch längst nicht aus dem Schneider ist.

Der ASC Sengenthal hat in der B-Klasse Nord-Ost die Chance, sich über Ostern mit Siegen bei Unterferrieden II (4) und Oberwiesenacker II mit neun Punkten vom Rangzweiten EKSG Rummelsberg abzusetzen und einen großen Schritt in Richtung Meisterschaft zu machen. In einem weiteren Spiel gastiert der FV Röthenbach (7.) am Samstag bei Postbauer II (5.).

In der A-Klasse Ost wird es für die FCA-Reserve (11.) am Ostermontag gegen den sich auf Meisterschaftskurs befindlichen SV Döllwang/Waltersberg in erster Linie darum gehen, sich von den verlustpunktfrei vorne weg marschierenden Gästen (67:8 Tore) nicht zu viele „Ostereier“ ins Nest legen zu lassen. Weitaus größer dürften die Chancen der Reserve des FSV Oberferrieden sein, die zusammen mit der ersten Mannschaft über Ostern zweimal am Ball ist, von ihren Gastspielen bei Höhenberg II oder in Berg etwas Zählbares mit nach Hause zu nehmen.

N-Land M. Keilholz
M. Keilholz