Schock vor Spiel gegen FC Amberg

SC: Kapitän Heckenberger droht Saison-Aus

Für den Kapitän ist die Saison wahrscheinlich gelaufen: Matthias Heckenberger (hier links gegen Haibach) hat sich einen Muskelbündelriss zugezogen. | Foto: kk2017/04/DSC_1542.jpg

FEUCHT – Nach dem Befreiungsschlag gegen den Würzburger FV ist beim SC Feucht wieder ein wenig Ruhe eingekehrt. Gerade rechtzeitig, möchte man meinen. Denn den abstiegsgefährdeten Zeidlern steht über Ostern ein Hammerprogramm bevor. Innerhalb von vier Tagen müssen sie zunächst bei Absteiger FC Amberg (Gründonnerstag um 18 Uhr) antreten und empfangen dann am Montag (15 Uhr) daheim den SV Erlenbach zum ultimativen Kellerduell.

Trotz der Erleichterung über den überlebenswichtigen Dreier vom vergangenen Freitagabend sind die Sorgenfalten bei Trainer Klaus Mösle nicht weniger geworden. Denn die Personalmisere – so ziemlich die einzige Konstante in dieser Saison beim SC Feucht – hat unter der Woche leider einen neuen Höhepunkt erreicht. Für Routnier Matthias Heckenberger, der bereits gegen Würzburg fehlte, ist die Saison höchstwahrscheinlich gelaufen.

Auch Eckert und König müssen passen

Eine exakte Diagnose wird erst die anstehende MRT-Untersuchung liefern, aber alles deutet bei dem 34-jährigen Mittelfeld-Strategen auf einen Muskelbündelriss hin. Damit fehlt der Mannschaft nicht nur ihr Kopf, sondern auch seine ligaweit gefürchteten Freistöße, die dem SC schon den ein oder anderen wichtigen Punkt beschert haben.

Ebenfalls nicht dabei ist Stoßstürmer Michael Eckert, dessen Oberschenkel wieder Probleme macht. Bei ihm hofft Mösle jedoch auf einen Einsatz am Montag gegen Erlenbach. Genauso wie bei Stephan König, dessen Knieprobleme im Training wieder aufgetreten sind und der deshalb in Amberg wohl pausieren muss.

„Werden uns nicht verstecken“

Da man mittlerweile solche Rückschläge beim SC schon gewohnt ist, sieht Mösle auch keinen Grund bereits vorab die Flinte ins Korn zu werfen. Im Gegenteil: „Wir werden uns in Amberg nicht verstecken“, kündigt er forsch an. Wohlwissend, dass die Oberpfälzer aktuell einen richtigen Lauf haben. In diesem Jahr haben sie noch kein Spiel verloren (Vier Siege, drei Unentschieden) und ihre Punkte gegen so renommierte Mannschaften wie Großbardorf, VfB Eichstätt oder den ASV Neumarkt eingefahren. Auch beim SC war zuletzt ein kleiner Aufwärtstrend zu erkennen, gerade was die Spieler aus der zweiten Reihe angeht. „Nico Wessner wird immer besser, ihm hat sein Tor gegen Würzburg sicher gut getan“, lobt Mösle.

Die Hoffnung aus Amberg etwas Zählbares mitzunehmen, ist also nicht ganz unbegründet. Besonders da Dominik Ammon seine Sperre abgesessen hat und ebenso wieder die Defensive stabilisieren kann wie Johannes Pex, der nach mehrmonatiger Verletzungspause (Nierenquetschung) endlich sein Comeback gegeben darf.

Für die Partie gegen Erlenbach (Platz 17) am Montag sind die SC-Ansprüche freilich deutlich anspruchsvoller. Mösle: „Wenn man im Abstiegskampf etwas reißen will, ist da ein Punkt schon zu wenig.“

N-Land Krischan Kaufmann
Krischan Kaufmann