Spiel der Woche

FC Altdorf: „Papa“ macht den Unterschied

Der neue Dreh- und Angelpunkt im Offensivspiel des FC Altdorf: Lukas Papadopoulos (hier am Ball gegen die Ochis). | Foto: kk2017/04/fcaltdorfpapadopoulos.jpg

ALTDORF – „Wir sind noch keine Spitzenmannschaft!“ Das hatte Stefan Wiechers, Spielertrainer des 1. FC Altdorf, erst unlängst beim „Kabinengespräch“ mit dem Boten behauptet. Seine Elf hat er damit aber erst so richtig angestachelt. Denn seitdem hat der FCA alle Partien gewonnen und rangiert mittlerweile wieder auf dem aussichtsreichen Platz drei, so dass man beim Heimduell mit Kreisklassen-Primus FC Deining am Sonntag (15 Uhr) auf jeden Fall von einem Spitzenspiel sprechen muss.

Über die Gründe für den plötzlichen Aufschwung beim FCA grübelt auch der Chefanweiser. Denn abgezeichnet hatte sich diese Entwicklung für ihn nicht: „Wir sind jetzt gut gestartet. Aber in der Wintervorbereitung hat es nicht wirklich danach ausgesehen.“ Umso bemerkenswerter ist die Serie, die seine Truppe seit dem Re-Start hingelegt hat. Vier Spiele, drei Siege, keine Niederlage. Plötzlich mischt der FC Altdorf wieder oben mit und darf sich berechtigte Hoffnungen machen, bis zum Schluss im Kampf um den Aufstiegsrelegationsplatz im Rennen zu bleiben. „Es war aber auch Glück dabei“, versucht Wiechers auf die Euphoriebremse zu treten. In Oberferrieden zum Beispiel hätte es auch gewaltig schief laufen können für ihn und seine Gipfelstürmer. „Der FSV hat vier Punkte auf dem Konto und ist Tabellenletzter und wir liegen trotzdem zur Pause 1:3 zurück“, erinnert sich Wiechers mit Schrecken an den Larifari-Auftritt seiner Jungs im letzten Derby.

Fünf Tore in vier Spielen

Dass es dann doch noch etwas mit dem erhofften Dreier wurde, haben die Wiechers-Jungs unter anderem einem Mann zu verdanken, dessen Name eng mit dem Erfolg des FCA in den letzten Wochen verknüpft ist. Seitdem Winterneuzugang Lukas Papadopoulos für die Wallensteinstädter die Schuhe schnürt, haben sie kein Spiel mehr verloren, dafür aber stolze zehn Punkte gesammelt. „Papas“, so sein Spitzname, Einfluss auf das Altdorfer Spiel lässt sich auch mit Zahlen belegen. Vier Spiele, fünf Tore lautet die eindrucksvolle Quote des Zehners, der beim 1. FC Nürnberg ausgebildet wurde und zuletzt in der Bayernliga für Ammerthal aktiv war. „Er spielt seine Rolle gut, ist auch für die Mitspieler wichtig“, lobt Wiechers seinen neuen Schlüsselspieler.

Übermannschaft der Kreisklasse

Ob „Papa“ auch gegen Deining wieder den Unterschied ausmacht, muss man jedoch abwarten. Denn der FC aus der Oberpfalz ist die absolute Übermannschaft der Liga und hat noch kein einziges Spiel verloren. „Wir werden da nicht Hurra nach vorne spielen, sondern extrem darauf aus sein, Fehler zu vermeiden. Denn da ist Deining eiskalt. Das haben wir schon im Hinspiel gesehen, wo sie aus drei Chancen, drei Tore gemacht haben“, erinnert sich Wiechers. Andererseits ist die phänomenale Serie der Gäste, womöglich genau der richtige Ansporn für die Altdorfer. Zum einen könnte man sich dann mit dem schönen Titel „erster Spitzenreiterbesieger“ schmücken und für die anstehenden Aufgaben noch einmal ordentlich Selbstbewusstsein tanken.

FCA hat heiße Duelle vor der Brust

Nach dem Spitzenspiel ist vor dem Spitzenspiel, so lautet beim FCA die Devise für die nächsten Wochen. Nach Deining steht die Partie gegen Litzlohe (Platz 9) an und dann die beiden brisanten Duelle gegen die direkten Konkurrenten um Platz zwei, das Heimspiel gegen den SC Feucht II (Platz 5) und der Auftritt beim TSV Kornburg II (Platz 3).

„Wenn wir da wirklich drei Siege holen“, erklärt Wiechers mit einem Grinsen, „dann denke ich sogar nochmal über die Sache mit der Spitzenmannschaft nach.“

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