Fischbach besiegt den Germania-Fluch

Ein Lahr für alle Fälle

Er trifft und trifft und trifft... Fischbachs Olli Lahr. | Foto: kk2017/04/tsvfischbachlahr.jpg

FISCHBACH – Es war schon fast eine kleine Krise. Zwei Spiele in Folge hatte Fischbachs Goalgetter Olli Lahr nicht mehr getroffen, musste sogar den ersten Platz in der Torjägerliste der Kreisliga 2 Nürnberg/Frankenhöhe abgeben. Aber wie es eben so ist mit herausragenden Stürmern: In den entscheidenden Momenten platzt bei ihnen der Knoten. Im mit Spannung erwarteten Prestigeduell gegen Germania tütete Lahr mit seinem Doppelpack den wichtigen 3:2-Erfolg ein und sorgte somit für den ersten Sieg der „Karpfen“ über den Angstgegner seit sieben Spielen. Der Germania-Fluch der Fischbacher ist damit Geschichte.

Mit seinen zwei Toren hat sich Fischbachs „Lahr für alle Fälle“ nun auch wieder an die Poleposition der Torjägerliste geschoben, die er nun gemeinsam mit Daniel Ballatore (SpVgg Nürnberg) mit 21 Toren anführt.

Dabei sah es lange nach einer weiteren „Karpfen-Pleite“ gegen Germania aus. Das vorab vieldiskutierte Wiederholungsspiel (Der Bote berichtete) war zwar ganz gut für die Hausherren durch den 1:0-Treffer von Philipp Reif (6. Minute) losgegangen, dann aber verfielen die Fischbacher in die alten Muster. Die Folge: In der 14. Minute tanzte Anastasios Kartalis die komplette TSV-Abwehr aus und Joseph Carpenter brauchte nur noch einzuschieben – 1:1. Wenig später kam es noch dicker für die Karpfen, als Tanju Tekin einen Freistoß direkt in die Torwartecke zimmerte – 1:2 (19.).

Da eine weitere Niederlage gegen Germania bei den Fischbachern jedoch mittlerweile auf dem Index steht, agierten sie nach der Pause deutlich agiler und kamen durch Lahr dann auch zum verdienten Ausgleich. Ebenfalls ein Freistoß, ebenfalls ins Torwarteck und schon stand es 2:2 (69.). In der 87. Minute folgte dann Lahrs zweiter Streich nach Pass von André Wiener – und der so lang ersehnte Karpfen-Sieg gegen Germania war endlich perfekt.

Viel Zeit zu feiern, bleibt den Fischbachern nicht. Bereits am Sonntag wartet die Wundertüte Oberasbach auf den TSV.

N-Land Krischan Kaufmann
Krischan Kaufmann