Würzburger FV gastiert im Waldstadion

SC Feucht: Hoffnung statt Panik

Auf ihm ruhen die Hoffnungen des SC am Freitagabend: Michael Eckert (l.) ist als Stürmer wieder gesetzt. | Foto: Becker2017/04/2016-09-10_wfv_hb049.jpg

FEUCHT – Vier Niederlagen in Folge, 0:10 Tore und dann auch noch die Pleite beim Schlusslicht – aber von Panik keine Spur beim SC Feucht.

„Der Bayernliga-18. kann auch Fußball spielen“, erklärt SC-Manager Manfred Kreuzer – betont gelassen – das 0:3 seiner Mannschaft beim so gut sicher als Absteiger feststehenden VfL Frohnlach. Die Ruhe im Auge des Sturms? Vielleicht. Für ihn und Trainer Klaus Mösle ist die Entwicklung der letzten Wochen zwar alles andere als erfreulich, überraschend aber ist sie nicht. Denn die Ursache der aktuellen Krise, die natürlich auch das Heimspiel am Freitagabend (19 Uhr) gegen den Würzburger FV überschattet, liegt immer noch im Sommer, als der SC den Super Gau (größten anzunehmenden Umbruch) erfahren hatte und kurzfristig einen kompletten Kader austauschen musste.

SC-Gerüst ist zerbrechlich

Damals wurde bekanntlich in einem kurzen Zeitraum eine Mannschaft zusammengestellt, die so eigentlich nie zusammenspielen sollte. Nach schweren Startschwierigkeiten hatte sich tatsächlich eine Elf gefunden, die in Richtung Winter dann auch die nötigen Ergebnisse einfuhr. Der Abstiegskampf schien weit weg, aber dies war nur eine trügerische Sicherheit. Nach der Winterpause offenbarte sich leider, wie zebrechlich dieses Gerüst doch war, als nach und nach wichtige und vor allem bayernligaerfahrene Stützen ausfielen. Mal war es Kapitän Matthias Heckenberger, mal Stephan König oder Franck Linke. „Von den Langzeitverletzten Sebastian Pex und Fabian Diesner ganz zu schweigen. Klar, dass meine jungen Spieler teilweise sehr auf sich allein gestellt waren“, findet Mösle und nimmt sie in Schutz: „Das kann man ihnen nicht vorwerfen.“ Auch Manager Manfred Kreuzer versucht, die Situation vernünftig einordnen, wenn er sagt: „Wer hätte denn gedacht, dass wir mit 20 neuen Leuten zum jetzigen Zeitpunkt nicht auf einem Abstiegsrelegationsplatz stehen würden?“ Zumindest ihren Platz 14 wollen die Feuchter nun mit aller Macht verteidigen. Mösle: „Für uns gibt es jetzt nur noch eine Devise und die lautet: Die Liga halten!“ Und das möglichst direkt und nicht über den Umweg Relegation.

Qualität kehrt zurück

Die Chancen dafür haben sich seit dieser Woche deutlich verbessert. Denn gegen den Würzburger FV kehren einige wichtige Spieler wieder zurück. Allen voran Michael Eckert, dessen Qualitäten immer dann besonders auffallen, wenn er nicht dabei ist. Denn dann ist an vorderster Front eben niemand, der Lücken für andere aufreißt, der ständig marschiert und der als erster verteidigt. Ebenso wieder in der Anfangself steht Keeper Andreas Sponsel, der seine Rot-Sperre aus dem Ammerthal-Spiel abgesessen hat. Und vor ihm haben sich auch die beiden Innenverteidiger Christian Vitzethum und Alex Nikopoulos wieder fit gemeldet, die wegen diverser Blessuren und Erkrankungen zuletzt eingeschränkt oder gar nicht trainieren konnten.

N-Land Krischan Kaufmann
Krischan Kaufmann