TSV Fischbach zu Gast in Weinzierlein

Hamlet
 meets Fischbach

Beim Hinspiel wären die "Karpfen" fast am ASV-Keeper verzweifelt. Schon kurz nach Anpfiff scheitert Oliver Lahr (links) an Weinzierleins Keeper Bryan Whitehead und Jan Rödamer. | Foto: Ralph Hertrich2017/03/IMG_2282.jpg

FISCHBACH – „Ist dies schon Wahnsinn, so hat es doch Methode.“ Es ist nicht überliefert, ob Fischbachs Trainer Manuel Bergmüller ein großer Hamlet-Fan ist. Aber das Drama Shakespearschen Ausmaßes – nicht weniger als neun (!) Akte sind vorgesehen –, das seiner Mannschaft nun im April bevorsteht, kann selbst der sonst so besonnene „Karpfendompteur“ nur als das bezeichnen, was es ist: „Wahnsinn“.

Aufgrund der zahlreichen Spielausfälle im vergangenen Herbst ahnte Bergmüller bei einem Blick auf den Terminkalender natürlich schon, was seinen „Karpfen“ blühen könnte. Dass es nun aber so geballt kommt, hat selbst ihn überrascht. Acht Ligaspiele hat Kreisspielleiter Thomas Raßbach dem TSV aufs Auge gedrückt. Dazu kommt noch die nächste Runde im Tucher-Ligapokal. Das Training hat Bergmüller deshalb für den April schon mal vorsichtshalber abgesagt, dafür gibt es ja unter der Woche genügend Wettkampfpraxis für seine Jungs.

Bergmüller warnt

Die Generalprobe für das große Fischbacher Neun-Spiele-Drama steigt nun am Sonntag bei Schlusslicht ASV Weinzierlein (13 Punkte). Alles andere als ein Sieg wie im Hinspiel (1:0) wäre für Bergmüller bei allem Respekt vor dem Gegner eine riesen Tragödie und hätte auch für seine kickenden Laiendarsteller ernsthafte Folgen. Dann gäb‘s so richtig Theater. Ihr Coach verzichtet für die Partie nämlich auf die Taufe der Tochter seines ehemaligen Co-Trainers Jens Jann und hat als Warnung angekündigt: „Wenn wir verlieren, dann müssen sie alle beim Jens antreten und sich entschuldigen.“

N-Land Krischan Kaufmann
Krischan Kaufmann