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Kann der TSV Feucht im Kellerduell nachlegen?

Voller Einsatz, der sich ausgezahlt hat: Gegen den favorisierten TSV Wolfstein gelang den Feuchtern um Olli White (rechts) am letzten Wochenende ein 1:0. Jetzt wollen sie im Keller-Duell mit dem FC Schwand nachlegen. | Foto: kk2017/03/DSC_4075.jpg

NÜRNBERGER LAND – Nach dem TSV Feucht, der im Kellerduell der Kreisliga Nord beim Vorletzten FC Schwand gefordert ist, schlägt auch für die anderen drei heimischen Vertreter des Kreisoberhauses die Stunde der Wahrheit.

Trainer Stefan Steuer und seine Elf haben nach ihrem überraschenden Coup im Nachholspiel gegen Wolfstein die Chance, mit einem Sieg zum Vordermann Schwand, gegen den in der Vorrunde mit 3:0 der einzige Sieg gelungen ist, aufzuschließen und der Hoffnung auf ein „Fußballwunder“ am Segersweg weitere Nahrung zu geben.

Spitzenreiter FG Wendelstein (32 Punkte) eröffnet am heutigen Samstag gegen den SV Rednitzhembach (5.) das Spielprogramm des Wochenendes. Beim Rangzweiten SC Großschwarzenlohe (29) macht der TSV Winkelhaid (10.) seine Aufwartung, den aktuell nur der gewonnene direkte Vergleich gegen Postbauer von einem der beiden Abstiegs-Schleuderränge trennt. Das Hinspiel (0:3) war der Beginn einer langen Niederlagenserie, die die Elf von Trainer Marc Rosenbauer erst kurz vor dem Gang in die Winterpause stoppen konnten.

Der Rangdritte FC Ezelsdorf, der Großschwanzenlohe mit drei Punkten Rückstand auf den Fersen ist, hat die DJK Schwabach (7.) zu Gast, wo das auswärtsstärkte Team der Liga in der Hinrunde einen glatten 4:0-Sieg gelandet hat.

Der SV Rasch (8.), der nach fünf Spieltagen sogar einmal von Platz eins gegrüßt hat, bevor die „Blau-Weißen“ im Spätherbst auf Talfahrt gegangen sind, empfängt Penzendorf (Hinspiel 3:3), dessen Leistungskurve genau umgekehrt verlaufen ist. Mit einer Serie von 19 Punkten aus acht Spielen hat sich der Sportverein aus dem Schwabacher Vorort vom Tabellenende bis auf Rang sechs nach oben gearbeitet.

Sorgen haben sich vergrößert

Die Ergebnisse der Nachholspiele vor Wochenfrist haben die Sorgenfalten der heimischen Vertreter aus der Kellerzone der Kreisklasse Ost noch größer werden lassen. Die beiden großen Verlierer waren dabei der TSV Burgthann und der TSV Ochenbruck, die im direkten Duell die Klingen kreuzen (siehe Spiel der Woche). Beide haben in der Tabelle nur noch die FG Wendelstein II und den FSV Oberferrieden hinter sich.

Aufsteiger Oberferrieden, der dem rettenden Ufer mit elf Punkten Rückstand hinterher hinkt, ist nach dem ernüchternden Start ins neue Fußballjahr gegen den SC-Reserve (1:5) gegen Litzlohe (9.) erneut daheim am Ball.

Oben geht es zwischen der zweiten Garde des TSV Kornburg und der Reserve des SC Feucht darum, wer sich als Verfolger Nummer eins des FC Deining positioniert. Der Spitzenreiter selbst ist Gastgeber der DJK Berg (7.).

Dem 1.FC Altdorf (6.) hilft nach der unbefriedigenden Punkteteilung gegen Berg gegen den SV Lauterhofen (4.) nur ein Sieg, um vielleicht noch einmal Platz zwei in Sichtweite zu bekommen.

Auf Wiederaufstiegskurs

Der SV Unterferrieden ist in der A-Klasse Nord-Ost das Maß aller Dinge. Auf seinem Weg zu Meisterschaft und Wiederaufstieg sollte sich der souveräne Tabellenführer beim Aufgalopp in die entscheidende Saisonphase bei Abstiegskandidat TSV Feucht II keine Steine in den Weg legen lassen.

Der in der Fremde noch sieglose SV Moosbach (6.) gastiert beim FC Sindlbach, für den es im Fernduell mit Oberölsbach, das die Torkanoniere des Henger SV II zu Gast hat, um Platz zwei geht.

Vom punktgleichen Schlusstrio nimmt neben der Feuchter Reserve auch die Zweite des FC Ezelsdorf II gegen Oberwiesenacker (4.) die Außenseiterrolle ein, was beim Blick auf die Statistik ebenso für den SC Eismannsberg gilt.

Die spannende Frage des Gastspiels beim Oberpfälzer Nachbarn TSV Stöckelsberg (10.) ist, ob der Sport-Club, der in der Fremde erst einen Zähler ergattert hat, über seinen Schatten springen kann und für eine Überraschung sorgt. Für die zweite Mannschaft des TSV Winkelhaid (9.) müsste beim auf Rang elf dümpelnden Absteiger DJK Pilsach etwas zu holen sein.

Eichenkreuzler pausieren

Die EKSG Rummelsberg, die sich nach ihrem Überraschungscoup gegen Sengenthal an die Spitze der B-Klasse Nord-Ost gesetzt hat, wird wohl bereits eine Woche danach den „Platz an der Sonne“ wieder räumen müssen.

Während die Eichkreuzler pausieren, reicht Sengenthal bei Unterferrieden II bereits ein Remis, um die Spitze zurückzuerobern. Wolfstein II kann mit einem Sieg bei der Zweiten des SV Postbauer ebenfalls an der Eichkreuz-Elf vorbeiziehen.

Im Duell der beiden Nachbarn aus dem Tabellenmittelfeld will der SV Rasch II (6.) im Stadtderby gegen den FV Röthenbach (7.) Revanche für die 0:4-Hinspielpleite nehmen. Das sieglose Schlusslicht Moosbach II unternimmt bei der Dreierkombination Sindlbach/Oberölsbach/Stöckelsberg II den zwölften Anlauf, ein Spiel zu gewinnen.

Vom heimischen Quartett der B-Ost stehen sich vor dem brisanten Duell der ersten Mannschaften die Reserveteams des TSV Burgthann (5.) und der „Ochis“ (9.) gegenüber. In Altdorf gibt es ebenfalls einen Doppelspieltag. Vor der Ersten kreuzen die FCA-Reserve (10.) und die Zweite des SV Lauterhofen (7.) die Klingen.

Im Spitzenspiel versucht der FC Neumarkt-Süd dem SV Döllwang den ersten Fleck auf der „Weißen Weste“ zuzufügen. Im Falle eines Sieges rücken die Süder dem Spitzenreiter bis auf zwei Punkte auf den Pelz. Gibt sich der Primus allerdings auch im zwölften Spiel keine Blöße und geht als Sieger vom Platz, distanziert dieser den Verfolger auf acht Punkte.

N-Land M. Keilholz
M. Keilholz