0:1 gegen Würzburger Kickers II

Spätes Gegentor stoppt Feuchter Aufwärtstrend

In den Hochgeschwindigkeitsduell im Feuchter Waldstadion hatten zunächst Michael Eckert (rechts) und seine SC-Kollegen die Nase vorn, wurden dann spät aber noch von den Kickers ausgebremst. | Foto: Zink2017/03/20170310_feucht_wue_juera_0023.jpg

FEUCHT – Verpasste Chancen, zu viele kleine Fehler und fehlende Präzision – dieser Negativ-Mix hat dem SC Feucht am Freitagabend einen verdienten Punkt im Waldstadion gekostet. In einem temporeichen Spiel gegen die Würzburger Kickers II kassierte die Mannschaft von Trainer Klaus Mösle durch den Treffer von Can Sakar (84.) den späten Knockout.

Die Ausgangslage: Vier der letzten fünf Partien hatte der SC Winterpausenübergreifend gewonnen und zuletzt mit dem 2:1 beim SC Eltersdorf nochmals ein dickes Ausrufezeichen gesetzt. Aber auch die Kickers-Amateure hatten mit dem 0:0 bei Tabellenführer VfB Eichstätt aufhorchen lassen, so dass die rund 200 Zuschauer im Waldstadion auf ein rassiges Duell auf Augenhöhe hoffen durften.

Die erste Halbzeit: Hielt, was die Vorzeichen versprachen. Beide Mannschaften benötigten keine Anlaufzeit, sondern agierten sofort im Wettkampfmodus – mit deutlichen Vorteilen für die Hausherren. Die Feuchter schafften es immer wieder sich gefährlich vors Tor der Kickers zu kombinieren. Allerdings ohne den letzten Punch. Michal Nowak (23. Minute) scheiterte mit seinem Schuss aus der zweiten Reihe ebenso am gut aufgelegten Würzburger Keeper Jan Nirsberger wie sieben Minuten später Oscar Ortiz mit seinem eigentlich perfekt getimten Kopfball nach Flanke von Michael Eckert. Per Fußabwehr konnte der Kickers-Schlussmann die Kugel gerade noch von der Linie kratzen. 

Die zweite Halbzeit: Eigentlich hätten die Feuchter nur so weiter machen müssen, aber stattdessen drehten nun die Würzburger auf. Immer häufiger drängten sie die Gastgeber in deren Hälfte und kamen besonders über ihre schnellen Außen zu besten Chancen. Allerdings ließen auch die Gäste die nötige Präzision im Abschluss vermissen, so dass sich die Zuschauer irgendwann auf ein torloses Remis eingestellt hatten. Bis eben zur 84. Minute. Kurz darauf hatte Feuchts Dima Zaika (87.) sogar die Chance noch für ein Happy End zu sorgen. Allein vor dem Würzburger Gehäuse setzte er seinen Kopfball aber weit über die Querlatte.

Die Szene des Spiel: War eindeutig das goldene Tor des Abends. Über vier Stationen war der Ball in den Feuchter Strafraum gelangt. Sebastian Fries täuschte in der Szene des Spiels knapp innerhalb des Strafraums einen Schuss an, legte den Ball aber klasse auf Can Sakar, der aus acht Metern Torentfernung ins lange Eck verwandelte. SC-Keeper Andreas Sponsel war machtlos.

Stimmen zum Spiel: „Wir haben viel investiert und waren in der ersten Hälfte auch die bessere Mannschaft. Aber Würzburg ist eben eine sehr starke Mannschaft mit gut ausgebildeten Spielern und das haben sie dann im zweiten Durchgang auch gezeigt. Am Ende hat von zwei guten Mannschaften, die glücklichere gewonnen.“ (SC-Trainer Klaus Mösle)

1. SC Feucht: Sponsel – Nikopoulus, Vitzethum, Eckert, Lincke, Spielbühler (86. Kunz), Ortiz, Heckenberger (67. Zaika), Ammon, Ivic, Nowak
FC Würzburger Kickers II: Nirsberger – Boateng, Koller, Volz, Schmitt, Ünlücifci (79. Sakar), Lotzen, Dußler, Fries, Kardovic, Jeni (87. Beier)

Schiedsrichter: Philipp Götz (Schwandorf)

Zuschauer: 200
Tor: 0:1 Can Sakar (84.)

N-Land Krischan Kaufmann
Krischan Kaufmann