Vorschau Kreisklasse 4

Moritzberg-Duo startet in der Fremde

Markus Meyer, vor der Saison aus Diepersdorf zum FSV Weißenbrunn gekommen, legt eine „schöpferische Pause“ ein. | Foto: M. Keilholz2017/03/DSC02428-1.jpg

LEINBURG – Das Duo aus der Gemeinde Leinburg in der Kreisklasse 4 Erlangen-Pegnitzgrund muss beim Auftakt aus der Winterpause auswärts antreten. Der TV Leinburg, der auf Rang drei überwintert hat, gastiert beim SV Neuhaus, während der FSV Weißenbrunn (7.) bei der abstiegsbedrohten zweiten Mannschaft des Bezirksligisten SpVgg Hüttenbach gefordert ist.

Lange Zeit war der FSV vor dem Gemeinderivalen gestanden, doch das Tabellenbild hat sich zum Ende der Vorrunde hin vollständig gedreht. Während Leinburg mit einer Serie von drei Siegen in die Winterpause gegangen ist und plötzlich sogar Platz zwei in Reichweite hat, ist die Elf von Spielertrainer Alexander Pfarherr nach einem Traumstart mit acht Siegen und 25 Punkten in den ersten zehn Spielen regelrecht eingebrochen und in die Grauzone der Tabelle abgerutscht.

Keine Wechsel beim TVL

Der TV Leinburg geht mit dem gleichen Kader der Vorrunde in die entscheidende Saisonphase, in der für den Kreisliga-Absteiger noch einiges möglich scheint. Einzige „neue“ Personalie im Sportpark ist Micha Schneider. Doch dieser ist ja ein „alter Bekannter“. Zwischen 2013 und 2015 hat dieser, mit einem Zweitspielrecht ausgestattet, bereits für den TVL die Fußballschuhe geschnürt. Nach einer zwischenzeitlichen, berufsbedingten Rückkehr in seien schwäbische Heimat, ist Schneider nun wieder zurück in Franken und im Sportpark mit offenen Armen empfangen worden.

Der TV Leinburg hat – bei einem Spiel weniger – sechs Punkte Rückstand auf den Rangzweiten SpVgg Sittenbachtal, die vor Wochenfrist mit einem 1:1 beim abstiegsbedrohten 1. FC Röthenbach Federn gelassen hat.

Das erste Spiel um Punkte in diesem Jahr führt die Elf des Trainerduos Alex Betker und Jörg Helmecke zum SV Neuhaus, gegen den der TVL im Hinspiel mit 1:3 die erste Saisonniederlage hinnehmen musste. Mit dem Kreisklassen-Rückkehrer, der auf einem hervorragenden sechsten Platz steht, hätten die Leinburger also noch eine Rechnung offen. Jörg Helmecke: „Mal sehen, ob nach vorne noch etwas geht“, sieht Gegner Neuhaus jedoch insofern im Vorteil, weil dieser vergangenen Sonntag – im Nachholspiel gegen die SpVgg Neunkirchen-Speikern gab es eine 2:2-Punkteteilung – Spielpraxis sammeln konnte.

Es fehlen Sebastian Stahr (Studium) und Dominik Gehr (familiäre Gründe). Und auch Micha Schneider, für den als Zeitungsredakteur Sonntagsarbeit zum Alltag gehört, fehlt in Neuhaus und auch künftig nur eingeschränkt zur Verfügung stehen, bedauert Helmecke.

Hart erkämpfter Hinspielsieg

Der FSV Weißenbrunn ist bei seinem Punktspielauftakt im neuen Jahr bei der abstiegsbedrohten zweiten Mannschaft des Bezirksligisten SpVgg Hüttenbach zu Gast. Im Hinspiel stand nach 90 Minuten ein hart erkämpfter 1:0-Sieg. Als Schütze des „Goldenen Tores“ durfte sich Abwehrspieler Maximilian Reznizek feiern lassen.

Für den FSV ist nach einer Negativserie von sechs Niederlagen in Folge, die erst im letzten Spiel des vergangenen Jahres mit dem 4:1 gegen Schönberg gestoppt werden konnte, der Zug nach ganz oben abgefahren.

Für Spielertrainer Alexander Pfarherr und seine Elf geht es für den Rest der Saison nicht wirklich noch um etwas. Der Abstand zu Platz zwei beträgt zehn Punkte und zur Abstiegszone hat der FSV ein sattes Polster von elf Zählern. Allerdings sollte man in Weißenbrunn eingedenk der negativen Erfahrungen der vergangenen Saison die Zügel nicht ähnlich schleifen lassen, wie vor Jahresfrist, wo es nach einer katastrophalen Serie im Frühjahr fast noch eng geworden wäre.

Meyer pausiert beim FSV

Spielleiter Karlheinz Kunz wünscht sich jedenfalls wie alle Verantwortlichen im Verein, dass die Mannschaft die Saison engagiert zu Ende spielt. „Vielleicht können wir den einen oder anderen Aspiranten auf Platz zwei ärgern und die Suppe versalzen“, so Kunz, der sich für den morgigen Einstand im neuen Jahr beim Tabellenvorletzten drei Punkte wünscht. Der FSV fährt mit einem Kader von 15 Spielern nach Hüttenbach. Wer in der Anfangself steht, wird Spielertrainer Alexander Pfarherr erst kurz vor dem Spiel entscheiden. Fehlen wird in jedem Fall Markus Meyer, der vor der Saison vom Bezirksligisten SpVgg Diepersdorf gekommen war und in der Vorrunde eine feste Größe in der Mannschaft gewesen ist. Meyer hat laut Spielleiter Kunz erklärt: „Im Moment nicht mehr spielen zu wollen.

N-Land M. Keilholz
M. Keilholz