Spiel der Woche

Schießt der TSV Feucht die Ochis runter?

Ein Punkt so wie im Hinspiel würde Kapitän Christian Urdaneta (r., hier im Duell mit Sebastian Löhr) uns seinem TSV Ochenbruck diesmal nicht helfen. | Foto: kk2016/06/tsvochenbrucktsvfeucht.jpg

FEUCHT/OCHENBRUCK — Ein echtes Endspiel steht am Sonntag in der Kreisliga Ost an, wenn der akut abstiegsbedrohte TSV Ochenbruck auf den TSV Feucht trifft. Dabei steht die Elf von Georg Beck besonders unter Druck. Sollte das Auswärtsspiel nämlich verloren werden und gleichzeitig der TSV Winkelhaid seine Partie in Meckenhausen gewinnen, so ist der Abstieg der Ochenbrucker besiegelt.

„Eine absolut wegweisende Partie“, schätzt der 60-jährige Übungsleiter des TSV Ochenbruck das vorletzte Spiel dieser Saison beim Nachbarn aus Feucht ein. Und damit hat er nicht unrecht. Mit mageren 25 Punkten steht sein Team auf einem Abstiegsplatz. Der Zug zum direkten Klassenerhalt ist so gut wie abgefahren, zum Relegationsplatz ist es bei einem Spiel mehr auf dem Konto ein Punkt Abstand. Auch deshalb weiß der Trainer um die Situation: „Bei einer Niederlage geht es sehr wahrscheinlich nach unten.“

Nach den Gründen für das schlechte Abschneiden in dieser Spielzeit gefragt, zeigt sich Beck ein wenig nachtrauernd: „Ein Abstieg wäre sehr bitter, weil er definitiv zu verhindern gewesen wäre.“ Dabei spielt er vor allem auf die vielen Langzeitverletzten in seiner Truppe an. Einige Leistungsträger seien einfach nicht gleichwertig zu ersetzen, so dass es seiner Elf an Konstanz fehle. „Am Ende ist es dann eben eine Frage der Qualität“, gibt Georg Beck unumwunden zu.

„Glauben an die letzte Chance“

Doch noch ist nicht aller Tage Abend. Die Stimmung in der Mannschaft sei nach wie vor positiv und seine Spieler möchten am Sonntag noch mal alles in die Waagschale werfen. Diese These stützt die Trainingsbeteiligung, die beim TSV Ochenbruck trotz des belastenden Abstiegskampfes weiterhin hoch ist. „Meine Mannen glauben an die letzte Chance, das habe ich in dieser Woche gespürt“, zeigt sich Beck optimistisch.

Umbruch bei den Ochis

Seine Elf wird er auf den kommenden Gegner optimal einstellen können, hat Georg Beck doch bis zur Winterpause einen gewissen TSV Feucht II unter seinen Fittichen gehabt. Nach einer soliden Hinserie in Feucht, in der er selbstredend auch einige Spiele der ersten Mannschaft verfolgt hat, zog es Beck ins Moor. Sein Matchplan, um gegen den „spielerisch klar besseren Favoriten“ im Derby dreifach zu punkten, klingt dann so: „Den Gegner immer wieder in Zweikampfe verstricken und diese bis zum Ende führen. Es geht am Sonntag Mann-gegen-Mann, nichts anderes.“

Ob Kreisliga oder Kreisklasse, so oder so wird es zur neuen Spielzeit einen Umbruch bei den „Ochis“ geben. Zwei Spieler verlassen den TSV dabei schon sicher. Zum einen zieht es Patrick Heyn zum SC Feucht, zum anderen wechselt Maximilian Zeh zum TSV Fischbach. Dazu komme, so Beck „der ein oder andere Spieler, der altersbedingt aufhört oder eine Babypause einlegt“. Diese Lücken sollen in der Saison 16/17 mit jungen Nachwuchstalenten aufgefangen werden. Am Ende des Gesprächs mit dem Boten bringt es Georg Beck noch einmal schön auf den Punkt: „Egal in welcher Liga wir nächste Saison spielen, wir wollen angreifen!“

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