A-Klassen im Überblick

Sieg im Spitzenspiel: Oberferrieden bleibt vorne

Der ewige „Unruheherd“ des FSV Oberferrieden Raffael Kobrowski (in der Bildmitte) kontrolliert umringt von einem Rudel blauer Staufer dennoch artistisch den Ball. | Foto: DV2016/03/svstauffsvoberferrieden.jpg

NÜRNBERGER LAND – Beim FSV Oberferrieden und der Reserve des SC Feucht steigt das Partybarometer langsam, aber eindeutig. Während die Feuchter schon seit längerem auf Kreisklassenkurs sind, haben sich die Oberferriedener am Osterwochenende zuerst die Tabellenführung erobert und diese dann im Spitzenspiel gegen den Zweiten Stauf auch noch verteidigt.

A-Klasse Nord Ost Neumarkt/Jura: FSV Oberferrieden – FC Holzheim II 3:0 (3:0) – Der FSV bestimmte von Beginn an die Partie. Bereits in der 12. Minute ging Oberferrieden mit 1:0 in Führung. Raffael Kobrowski setzte sich über links durch, seine Hereingabe fand Bryan Stollberg, der den Ball direkt nahm und den herauskommenden Torhüter überlupfte. Nur acht Minuten später konnten die Gastgeber nachlegen, wieder lief der Angriff über die linke Seite, diesmal flankte David Klemm und in der Mitte traf Raffael Kobrowski per Kopf zum 2:0. Noch vor der Pause fiel das 3:0, in der 41. Minute war David Klemm nach Vorlage von Raffael Kobrowski erfolgreich. Die Gäste aus Holzheim kamen nicht in die Partie und hatten nur wenige Offensivaktionen zu verzeichnen. Nach der Pause hätte Holzheim möglicherweise verkürzen können, aber bei einem Foulspiel seitens der FSV-Abwehr im eigenen Strafraum blieb der Elfmeterpfiff aus. Oberferrieden war weiterhin vor allem durch Konter gefährlich, konnte allerdings keinen Treffer mehr erzielen. Es blieb beim verdienten 3:0-Sieg.

FC Trautmannshofen – SC Eismannsberg 2:0 (1:0) – Die Eismannsberger Gäste fanden einfach nicht ins Spiel, die Gastgeber waren läuferisch im Vorteil und in ihren Aktionen auch spritziger. In der 27. Min. war Johannes Altmann von den Gastgebern eher am Ball als der Eismannsberger Defensivspieler und erzielte die 1:0-Führung.
In der zweiten Spielhälfte dann die erste gute Gelegenheit für den SC, Alexander Monath legt für Bastian Pickelmann ab, doch der verzog knapp. Dann wurde es etwas farbiger, für die Gastgeber gab es im Verlauf der Hälfte Zwei zweimal Gelb-Rot, für die Eismannsberger einmal. Der Torhüter der Eismannsberger Jonas Pfälzner hielt lange Zeit sein Team im Match. Allein vier Mal entschärfte er Großchancen für die Gastgeber, dazu hielt er bravurös zwei Strafstöße. Doch das half leider nichts, mit einer unglücklich ins eigene Tor abgefälschten Flanke versetzten sich die Eismannsberger selbst den Todesstoß zum 0:2 in der 74. Spielminute.

In einem umkämpften Spiel konnten sich die Eismannsberger (rote Trikots) einen wichtigen Dreier sicher.
In einem umkämpften Spiel konnten sich die Eismannsberger (rote Trikots) einen wichtigen Dreier sicher. | Foto: Fritz Etzold2016/03/svpoellingsceismannsberg.jpg

SV Pölling II – SC Eismannsberg 0:1 (0:0) – Der SCE erkämpfte sich drei wichtige Zähler im Abstiegskampf und zeigte sich von der Niederlage in Trautmannshofen gut erholt. Von Beginn an präsentierte sich die Pickelmann-Elf sehr präsent und diktierte das Spielgeschehen. Die erste gute Torchance hatten allerdings die Hausherren. In der 25. Spielminute steuerte ein Pöllinger Angreifer völlig ungestört auf das SCE-Tor zu. Jonas Pfälzner, der für den etatmäßigen Keeper Bernd Schlegl im Tor stand, konnte das Leder glänzend parieren. Die erste gute Einschussmöglichkeit hatte nach einer halben Stunde Spielertrainer Bastian Pickelmann auf dem Fuß. Nach einer Vorlage von David Babescu zog er die Kugel aus spitzem Winkel knapp rechts am Tor vorbei.
In der zweiten Hälfte drückte der SCE weiter. Eine Großchance von Alexander Monath, der allein vor dem Pöllinger Gehäuse auftauchte, vereitelte der SVP-Torhüter. In der 70. Minute fiel das Tor des Tages. Dominik Pfälzner hatte sich auf Zuspiel von Alexander Monath an der Seitenlinie durchgetankt. Seine Hereingabe berührte ein Pöllinger Verteidiger im Strafraum mit der Hand. Den fälligen Strafstoß verwandelte der SCE-Torjäger Dominik Pfälzner sicher zum 1:0.

FSV Oberferrieden – SV Stauf 2:1 (0:0) – Das Spitzenspiel der A-Klasse Nord Ost war hart umkämpft und spielte sich in der ersten Hälfte überwiegend im Mittelfeld ab. Raffael Kobrowski hatte für den FSV noch die beste Chance, als er nach schöner Kombination frei vorm Staufer Torhüter auftauchte, ihm aber dann direkt in die Arme schoss. In Halbzeit zwei passierte dann auch vor den Toren etwas mehr. David Klemm drang in der 58. Minute über rechts in den Staufer Sechszehner ein, wo er elfmeterreif gefoult wurde. Marvin Pröll verwandelte zur 1:0-Führung für Oberferrieden. Acht Minuten später gab es Freistoß am Staufer Strafraum für die Gastgeber und wieder war es Marvin Pröll, der mit einem Schuss an der Mauer vorbei für Oberferrieden zum 2:0 traf. Stauf gab sich aber nicht geschlagen und konnte, ebenso per Elfmeter, in der 72. Minute durch Dominik Geißler zum 1:2 verkürzen. Nur kurze Zeit später mussten auf Staufer Seite Philipp Stark und in den Schlussminuten noch Trainer Martin Wießler jeweils mit Gelb-Rot vom Platz. Stauf warf nochmal alles nach vorne, konnte aber nichts Zählbares mehr bringen.

A-Klasse Mitte: TSV 04 Feucht II – SC Feucht II 1:4 (1:2) – Im Feuchter Derby konnte der TSV dem favorisierten SC trotz kämpferisch guter Leistung kein Bein im Aufstiegsrennen stellen. Es war zudem das Duell zweier Ex-Profis: Markus von Aufseß, derzeit Trainer der ersten Mannschaft des TSV Feucht, früher im Diensten des damaligen Zweitligisten SpVgg Bayreuth und Stefan Hampl, der früher für den SC Freiburg in der Bundesliga die Stiefel schnürte.

Der gastgebende TSV hatte anfangs die erste Chance zu verzeichnen, doch Dennis Andoerfer scheiterte an SC-Keeper Wolfgang Eiber. In der 12. Minute ging aber der SC Feucht II in Front, als Alexandros Nikopoulos nach einer Ecke von Sascha Streubert den Ball über die Linie drückte. Doch der TSV ließ sich davon nicht beirren und konnte in der 16. Spielminute durch Ralf Dautzenberg ausgleichen, als dieser nach feinem Zuspiel von Sükrü Bayrakdar SC-Torwart Eiber mit einem Lupfer aus 20 Metern Torentfernung überlistete. Fortan war das Spiel wieder offen, der SCF hatte einige Chancen, die jedoch TSV-Keeper Sebastian Heinz gekonnt parierte. TSV-Spieler Jörg Fröhlich hatte dann sogar die Chance zur Führung, wurde jedoch beim Schussversuch aus zwölf Metern in letzter Sekunde von einem Verteidiger des SC Feucht gestört, sodass der Ball nur knapp über den Kasten ging. In der 38. Minute geriet der TSV dann mit 1:2 ins Hintertreffen, als nach eigenen Eckball der SC Feucht einen seiner schnellen Konter aufzog, die aufgerückte TSV-Verteidigung völlig überrumpelt wurde und Ex-Profi Stefan Hampl den Ball in die Maschen versenkte, was gleichzeitig den Halbzeitstand bedeutete. In der 55. Spielminute schraubte die Bayernliga-Reserve das Ergebnis auf 1:3, als wiederum der angreifende TSV den Ball verlor und der SC über drei bis vier Stationen die Hintermannschaft des TSV Feucht II aushebelte, sodass SC-Spielertrainer Daniel Wolf die Kugel problemlos einschieben konnte. Von da an hatte der SC Feucht II die Partie im Griff, doch beinahe hätte der TSV in Person von Sükrü Bayrakdar noch verkürzen können, aber sein Schuss aus der Drehung wurde geblockt. Milos Rokvic setzte dann in der 80. Spielminute mit dem 1:4 nach Vorlage von Stefan Hampl den Deckel drauf. Die letzte Chance des Spiels hatte der TSV, als Jörg Fröhlich zum Freistoß antrat und nur die Unterkante der Latte traf.

Im Sturm ein Aktivposten bei den Feuchtern: Aber auch Sükrü Bayrakdar (am Ball) konnte die erwartete Derbypleite gegen die Bayernliga-Reserve des Nachbarn um Alexandros Nikopoulos (rechts) nicht verhindern.
Im Sturm ein Aktivposten bei den Feuchtern: Aber auch Sükrü Bayrakdar (am Ball) konnte die erwartete Derbypleite gegen die Bayernliga-Reserve des Nachbarn um Alexandros Nikopoulos (rechts) nicht verhindern. | Foto: kk2016/03/tsvfeuchtIIscfeuchtII.jpg

SV Pfaffenhofen – SC Feucht II 2:5 (2:3) – Die SC-Reserve zieht weiter einsam ihre Kreise. Nach dem 4:1-Erfolg im Lokalderby gegen den TSV Feucht blieb auch der Tabellendritte aus Pfaffenhofen ohne Chance. Auf Vorlage von Nico Wessner brachte Daniel Wolf den Spitzenreiter mit 1:0 in Führung. Neuzugang Mohamed Shamoot war in der 25. Minute für den zweiten Feuchter Treffer verantwortlich. Nach einer Ecke schoss er aus 25 Metern unhaltbar ein. Mit zwei sehenswerten Treffern (Schlenzer von der Strafraumkante ins lange Eck) konnten die Gastgeber zum 2:2 ausgleichen, ehe Nico Wessner in der 44. Minute sein Team wieder in Führung brachte. Nach einer Stunde war dann die Bayernligareserve eindeutig tonangebend. Logische Folge daraus warenzunächst der Treffer zum 4:2 durch Oldi Stefan Hampl, der von Christoph Klier in der 66. Minute mustergültig in Szene gesetzt wurde, sowie das Tor zum 5:2-Endstand, das auf Vorlage von Spielertrainer Daniel Wolf Patrick Schmidt in der 78. Minute erzielte.

SV Eintracht Allersberg – TSV Winkelhaid II 0:5 (0:2) – Einen absolut verdienten Sieg konnte die Zweite des TSV Winkelhaid bei Ihrem Gastspiel in Allersberg verzeichnen, der auch in der Höhe vollkommen in Ordnung ging. Der TSV bestimmte das Spielgeschehen über 90 Minuten und ließ den Gastgebern keinerlei Zugriff zum Spiel. In der 15. Minute war es Michael Banner, der mit dem zweiten Nachschuss aus acht Metern die Führung für den TSV besorgte, nachdem zuvor der allein auf den Torwart zugelaufene Luca Kümmerl und im ersten Nachschuss Florian Rieger scheiterten. Eine Viertelstunde später erzielte erneute Michael Banner die 2:0-Führung für die Gäste, als er nach einer von links getretenen Flanke von Patrick Bodisch den Ball mit dem Kopf ins lange Eck versenkte. Danach kamen die Gastgeber mit zwei Schüssen aus der Distanz zu ihren ersten Torversuchen, fanden aber in TSV-Torwart Domenic Fritschka ihren Meister. In der 60. Minute zirkelte Lukas Schneider einen Freistoß rechts oben ins Eck, nachdem zuvor Florian Rieger gefoult wurde. Zehn Minuten später patzte der Allersberger Keeper bei einem Befreiungsschlag, in dem er den Ball Lukas Schneider in die Füße spielt. Der wiederum ließ noch einen Gegenspieler ins Leere laufen und legte auf Höhe des linken Pfostens quer auf den mitgelaufenen Florian Rieger, der per Flachschluss auf 4:0 erhöhte. In der letzten Spielminute setzten die Winkelhaider in Person von Michael Banner, dessen Direktabnahme unhaltbar im langen Eck des Allersberger Gehäuses einschlug, den Schlusspunkt nach wunderbarer Vorarbeit von Florian Rieger, der sich prima auf der rechten Außenbahn den Ball erkämpfte und dessen Flanke in Banner seinen Vollstrecker fand.

DJK Allersberg II – TSV Winkelhaid II 1:4 (0:1) – Der TSV konnte am Wochenende in den Spielen gegen die beiden Allersberger Vereine die volle Punkteausbeute einfahren. Dem ungefährdeten 5:0-Sieg beim SVE Allersberg ließ die Winkelhaider Reserve bei der zweiten Garnitur der DJK ein ebenso deutliches Ergebnis folgen. Bereits mit dem ersten ernsthaften Angriff erzielte Luca Kümmerl nach Zuspiel von Sebastian Schmitt den Führungstreffer. Den Ausgleich verhinderte nach einer Viertelstunde Lucas Schneider. Auf der Torlinie konnte er einen Schuss erfolgreich abblocken.
Mit einem Doppelpack von Sebastian Schmitt konnte der TSV im zweiten Durchgang seine Führung auf 3:0 ausbauen. Ein unnötiger Ballverlust im Mittelfeld ermöglichte den Platzherren dann den Anschlusstreffer. An dem platzierten Flachschuss aus 20 Metern gab es nichts zu halten. Drei Minuten vor dem Abpfiff stellte Michael Banner den alten Abstand wieder her. Nach einem Konter wurde er von Lucca Kümmerl freigespielt und konnte aus fünf Metern die Kugel ins lange Eck spitzeln.

TSV Feucht II – SV Leerstetten – 1:0 (0:0) – In einem unspektakulären Spiel konnte die Feuchter Reserve nach der Derbypleite vom Samstag am Ostermontag gleich wieder ein Erfolgserlebnis verbuchen. Dass allerdings mit freundlicher Mithilfe des Gegners. Denn das Tor des Tages erzielte mit Erich Toma ein Leerstettener in der 61. Minute.

A-Klasse 6: Kreis Nürnberg/Frankenhöhe: VFR Moorenbrunn – SpVgg Mögeldorf 5:3 (2:1) – Bereits in der 3. Spielminute brachte Pascal Kabok mit einem Fernschuss aus 20 Metern, der unhaltbar vor dem Schlussmann der Gäste aufsetzte, den VFR in Führung. Die Freude darüber dauerte allerdings nicht lange. Fünf Zeigerumdrehungen später glich Mögeldorf nach einem langen Ball, den Torhüter Walter Schäfer unterlief, aus. Die Vorarbeit zur 2:1-Führung leistete Christopher Bauer, dessen Schuss der Gästekeeper nicht festhalten konnte. Tobias Bezold vollstreckte den Abpraller mit einem überlegten Heber.
Unmittelbar nach Spielbeginn nutzte VFR-Knipser Christopher Bauer einen Stockfehler in der Mögeldorfer Abwehr zum 3:1. Auch am vierten Moorenbrunner Treffer war Christopher Bauer beteiligt. Er wurde im Strafraum zu Fall gebracht. Den Strafstoß in der 54. Minute verwandelte Tobias Bezold. Nach dem Anschlusstreffer der SpVgg durch Spielertrainer Petrovic startete im Gegenzug Kai Höre auf der linken Außenbahn durch. Seinen Querpass verwandelte Dennis Ackermann zur 5:2-Führung. In der Nachspielzeit setzten schließlich die Gäste mit einem von Joshua Sonntag verwandelten Foulelfmeter den Schlusspunkt zum 5:3-Endstand.

A-Klasse 6 Erlangen/Pegnitzgrund: Eintracht Hersbruck – SpVgg Die­persdorf II 1:6 (1:4) – Die Spielverei­nigung aus Diepersdorf war am Os­termontag zu Gast in Hersbruck. Die ersten 20 Spielminuten war die Par­tie noch relativ ausgeglichen. Aller­dings trafen die Gäste schon in der zweiten Minute zum ersten Mal.
Nach einer Vorlage von Luger muss­te Fashl, der wohl einen Sahnetag hatte, nur noch einschieben. Fünf Minuten später kickte wieder Fahsl dem Eintracht-Keeper den Ball frech durch die Beine. Ab diesem Treffer waren die Hausherren allerdings wachgerüttelt und erspielten sich gu­te Möglichkeiten.
Ein Foulelfmeter in der 20. Minu­te wurde von Hersbruck verwandelt, der Treffer sollte aber der einzige der Partie für die Gastgeber blei­ben. Fast könnte man meinen, Frank Fahsl und Markus Meier standen an diesem Tag alleine auf dem Platz. In der 35. Minute erzielte Meier sein erstes Tor der Partie. Wenige Momente später stand wieder Fahsl nach einer Vorlage von Bräunlein goldrichtig und erzielte sein drittes Tor. Die letzten zwei To­re in der 55. und 60. Minute gingen wieder auf das Konto seines Team­kollegen Meier.

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