24 Stunden, 24 Unternehmen: SPECK Pumpen

Keiner sieht sie, jeder hat sie

Foto: www.GettyImages.de/AndrewScherbackov2018/09/Uhr-3-4-1.jpg

Neunkirchen am Sand — Zwischen 15 und 16 Uhr brummt es im Hof von SPECK Pumpen, wenn die Lkws Schlange stehen, um beladen zu werden. Schließlich wollen die 800 an diesem Tag produzierten Pumpen hinaus in die Welt. Genaugenommen in 62 Länder, in die das Unternehmen exportiert. Sobald sie ausgeliefert und eingebaut sind, fristen die Pumpen allerdings meistens ein unbemerktes Schattendasein: Wer ins Schwimmbecken springt, ein Feierabendbier genießt, sein Auto wäscht, auf einem bewässerten Fußballfeld spielt oder im Winter eine warme Wohnung schätzt, würde bei einem Blick unter die Oberfläche sehr wahrscheinlich eine oder mehrere Pumpen von SPECK Pumpen entdecken. Auf Aida-Kreuzfahrschiffen finden sie sich, im Springbrunnen vor der Robert-Goldwater-Bibliothek in New York und selbst in einem Space Shuttle waren Pumpen aus Neunkirchen eingebaut. Nur zu sehen (und hören) sind sie nicht – was den Kunden und Endverbrauchern durchaus entgegenkommt.

Ganz versunken in seine Arbeit ist Volker Starr beim Montieren einer neuen Pumpe, während sich die beiden Geschäftsführer Armin Herger (linkes Bild, li.) und Hermann Speck augenzwinkernd als Pumpen-Agenten à la „Men in Black“ präsentieren. | Foto: Stefanie Camin; Bolte/SPECK Pumpen2018/09/Speck-Pumpen-Doppelbild.jpg

Das Augenmerk liegt für die geschäftsführenden Gesellschafter Hermann Speck und Geschäftsführer Armin Herger auf der Qualität. Diese bedeutet für die beiden, zuverlässige, langlebige Produkte inklusive kundenfreundlichem Service. Dazu gehört eine Ersatzteilversorgung, die weit über die gesetzliche Gewährleistung hinausgeht: Selbst nach 40 Jahren erhalten Kunden Teile für die Reparatur. „Es wundert mich selbst immer wieder, wo unsere Mitarbeiter die herzaubern“, verrät Hermann Speck.
Einmal die Woche kommen die Teams zusammen und besprechen, was läuft und was nicht. Damit es nicht eintönig wird, arbeitet so mancher Monteur bereits nach dem One-Piece-Flow-Prinzip. Dabei baut jeder eigenständig eine Pumpe in vielen einzelnen Schritten zusammen und verpackt das fertige Stück versandfertig. Das Ergebnis: Effizienz statt langer Durchlaufzeiten, Abwechslung statt Monotonie, Motivation statt Frust. „Wir versuchen immer, unseren Mitarbeitern so weit wie möglich entgegenzukommen, zum Beispiel bei der Arbeitszeit“, so Speck. „Manchmal ‚schimpft‘ die Personalabteilung deswegen mit uns, weil sie gar nicht hinterherkommen beim Umsetzen unserer Zugeständnisse“, ergänzt er schmunzelnd.

Ömer Karabasoglu, 35, Monteur
„Ich bin seit sechs Jahren bei SPECK Pumpen und erledige Kundenaufträge. Dazu gehört die Montage von den Einzelteilen in diversen Schritten bis zur Verpackung der fertigen Pumpe. Außerdem prüfe ich jede Pumpe auf Funktion, Dichtheit und Schutzleiter. Und am Ende des Tages sieht man, was man getan hat.“
Leonie Zach, 19, Industriekauffrau
„Ich bin seit zwei Monaten mit meiner Ausbildung zur Industriekauffrau fertig und dankbar, dass ich danach in ‚meiner‘ Firma gleich ins Berufsleben durchstarten konnte. Inzwischen arbeite ich im Vertrieb und schreibe hauptsächlich Kundenaufträge. Mir gefällt der familiäre, freundliche Umgang unter allen Vorgesetzten und Kollegen bei SPECK Pumpen.“
Marco Hubmann, 27, Konstrukteur
„Meine Aufgaben sind vom ersten Zeichenstrich in der Entwicklung über die Kons­truktion und die energetische Optimierung bis zum Prototypenbau breit gefächert. Nach der Entwicklung bin ich an Tests im Prüflabor beteiligt. Und beim Serienprodukt betreue ich Kunden bei Fragen. Ich mag die Abwechslung bei meiner Arbeit und das familiäre Klima mit viel Offenheit für Neues.“

Um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben, bildet SPECK Pumpen aktuell 19 junge Menschen aus in verschiedenen Berufsrichtungen vom Technischen Produktdesigner bis zum Industriekaufmann und ganz neu seit September auch Fertigungsmechaniker sowie Mechatroniker. Interne Seminare wie der wöchentliche Englisch- oder der Prüfungsvorbereitungskurs tun ihr Übriges, um die Auszubildenden optimal aufs Berufsleben vorzubereiten.
„Das menschliche Wohl und eine gelebte Work-Life-Balance liegen uns am Herzen“, betont Armin Herger. Wo es die Arbeit erlaubt, bietet Gleitzeit den Mitarbeitern größtmögliche Flexibilität. Spürbar funktioniert das Miteinander: Wer durch die weitläufigen Anlagen geht, wird freundlich gegrüßt. Und man trifft unterwegs viele Kollegen, denn die Wege sind weit vom Bürogebäude zu den Produktionshallen. So weit, dass sogar Tretroller zur Verfügung stehen.

FAKTEN UND KONTAKT
Gründung: 1909
Firmengelände: 50000 m2
Kapazität: 800 Pumpen/Tag
Mitarbeiter: 185
SPECK Pumpen Verkaufsgesellschaft GmbH
Hauptstraße 3
91233 Neunkirchen a. Sand
09123/949-0
www.speck-pumps.com

N-Land Stefanie Camin
Stefanie Camin