Lagerhalle in Schutt und Asche

Großbrand bei Fenster- und Türenhersteller in Weigendorf

Der hintere Teil der Weigendorfer Firma – Montage- und Lagerhalle – brannte aus. | Foto: Feuerwehr Hersbruck2018/11/Brand.jpg

WEIGENDORF – Freitag, 8 Uhr: Es qualmt noch immer, ein Feuerwehrmann spritzt weiter Wasser in die völlig ausgebrannte Halle. Das ist die Lage nach dem Großbrand am Donnerstagabend bei einem Fenster- und Türenhersteller an der B 14 in Weigendorf.

Der Alarm ging am Donnerstagabend gegen 18 Uhr los – und zwar nicht nur bei den Feuerwehren des Landkreises Amberg-Sulzbach, auch die Kollegen aus Hersbruck, Hartmannshof, Pommelsbrunn und Happurg wurden angefordert. Laut Feuerwehr Hersbruck hieß die erste Meldung „Explosion Lagerhalle“.

Ob es eine Explosion gab beziehungsweise warum der rund 600 Quadratmeter große Holz verarbeitende Betrieb in Brand geriet, ist laut Polizei Sulzbach-Rosenberg noch unklar; er darf wegen Einsturzgefahr nicht betreten werden. „Es gibt aber keinen Hinweis auf vorsätzliche oder fahrlässige Brandstiftung“, sagt Michael Kernebeck, Leiter der Polizei Sulzbach-Rosenberg.

Freitagmorgen rauchte es immer noch und Glutnester mussten weiter gekühlt werden. | Foto: A. Pitsch2018/11/IMG_4159.jpg

 

Notruf durch Mitarbeiter
Ausgebrochen scheint das Feuer in der Montage- und Lagerhalle zu sein, in dem sich noch Mitarbeiter befanden. Diese konnten sich laut Polizei selbst ins Freie retten und den Notruf absetzen. Verletzt wurde niemand. Der Schaden dürfte sich ersten Schätzungen der Polizei zufolge bei rund einer Million Euro bewegen.

Die Bundesstraße war laut Kernebeck bis nachts um ein Uhr gesperrt: „Da ist dann auch die Masse an Feuerwehrleuten abgezogen.“ Eine Brandwache war bis Freitagmittag vor Ort, denn im Inneren des zu rund Dreivierteln ausgebrannten Gebäudes glimmten Glutnester. Die Feuerwehrleute verhinderten ein Übergreifen der Flammen auf das vorgebaute Ausstellungs- und Bürogebäude.

Die Ursache kann erst geklärt werden, wenn ein Statiker die einsturzgefährdete Halle freigibt. Dann könnten Kripo Amberg und Polizei die Ermittlungen weiter führen, erklärt Kernebeck und gibt einen Einblick ins Vorgehen: Bei Bränden dieser Art und Größenordnung werde oft das Ausschlussverfahren angewandt, weil zu viele Spuren verbrannt seien. „Möglich ist auch, dass die genaue Ursache nicht mehr ermittelbar ist.“

N-Land Andrea Pitsch
Andrea Pitsch