10 Jahre erfolgreiche Kooperation von CJT-Gymnasium und ZWL

Wissenschaft, die Schule macht

Blick in die Vergangenheit: Am 29. Januar 2009 fand der erste Vortrag im Rahmen von „Wissenschaft macht Schule“ statt, damals gehalten von Fritz Sörgel (Bildmitte) zum Thema „Die gedopte Elite“. Mit auf dem Foto die Initiatoren vom Zentrum für Werkstoffanalytik, Jürgen Göske und Werner Kachler (5. und 2. von rechts), Olympiasieger Martin Lauer (3. von rechts) sowie der ehemalige Leiter des CJT, Engelhardt Grötsch (rechts).2018/12/10-Jahre-wissenschaft-macht-schule-2.jpg

LAUF — Seit zehn Jahren gibt es am Laufer CJT-Gymnasium in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Werkstoffanalytik (ZWL) das Projekt „Wissenschaft macht Schule“. Eine Erfolgsgeschichte, dank derer es gelungen ist, nicht nur Schülern, sondern auch der interessierten Öffentlichkeit wissenschaftliche, komplexe Themen mit Hilfe spannender und vor allem kostenloser Vorträge näher zu bringen.

Diese seit 2008 bestehende Vortragsreihe ist einmalig in Bayern, seit einigen Jahren oft kopiert, aber nicht annähernd erreicht. „Spezialisten“, die referieren wollen, müssen sich sogar in eine Warteliste eintragen. Bis zu 130 Zuhörer pro Vortrag sind ein weiterer Beweis für die Attraktivität. Bis heute fanden rund 30 Vorträge im CJT-Gymnasium statt.

Die Geschäftsführer der ZWL GmbH – Dr. Jürgen Göske und Werner Kachler – hatten damals die Idee zu dem Projekt. Einer ihrer Grundgedanken war, dass wissenschaftliche Ausbildung nichts kosten dürfe und für alle frei zugänglich sein sollte. Ebenso waren sie der Meinung, dass sich Firmen und Institute aus Lauf und Umgebung dafür einsetzen sollten, Jugendliche als die Generation der Zukunft für das wissenschaftliche Arbeiten zu begeistern. Eine Aussage, die nach wie vor aktuell ist, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Der erste Vortrag unter der Überschrift „Wissenschaft macht Schule“ fand am 29. Januar 2009 in der Mensa des CJT-Gymnasiums unter der Schirmherrschaft von Landrat Armin Kroder und Laufs Bürgermeisters Benedikt Bisping statt. Gehalten wurde er von Professor Dr. Fritz Sörgel vom Heroldsberger Institut für Biomedizinische und Pharmazeutische Forschung. Sein Titel lautete „Die gedopte Elite“. Ein Vortrag vor zehn Jahren, dessen Inhalt immer noch topaktuell ist.

Der nächste Vortrag wurde bereits kurz darauf von Prof. Dr. Dr. habil. Herbert Pöllmann – ebenfalls eine Koryphäe auf seinem Gebiet – über „Mineralogie im Alltag“ gehalten. Den Reigen der Anfangsveranstaltungen beendete der Vortrag über „NANO – Nichts Als NOnsens“ von ZWL-Geschäftsführer Jürgen Göske.

National wie international tätige Referenten brachten den Schülern in den Folgejahren wissenschaftliche Themen aus unterschiedlichsten Bereichen näher und regten so zum Nachdenken über Themen an, mit denen sich sonst die wenigsten befasst hätten. Von „Korrosion im Alltag“ (Werner Kachler) über Gentechnik bis zum Klimawandel sowie soziale Themen wie „Medizin und Ökonomie – ein Widerspruch?“ (Dr. Hitschke, damaliger Geschäftsführer der Krankenhäuser) – für alle Interessen war etwas dabei.

Den 30. Vortrag hielt vor Kurzem Dr. Jörg Krames, Leiter des Großkundengeschäfts der Firma Eckart, über „Je kleiner desto besser – die Welt der Effektpigmente“. Er entführte das Auditorium nicht nur in die Mikrowelt der Effektpigmente, die überall im Alltag gegenwärtig sind, sondern er gab den anwesenden Schülern auch spannende Einblicke in den Beruf eines Ingenieurs der Verfahrenstechnik.

Zusätzlich zu den Vorträgen besteht immer wieder die Möglichkeit, an einer Betriebserkundung teilzunehmen, um einen Blick hinter die Kulissen verschiedenster Firmen zu werfen. Auch Dr. Jürgen Göske bietet diese Führungen im Zentrum für Werkstoffanalytik persönlich an. Dank der Organisation von Lehrerin Karin Vogel werden die Schüler stets über die anstehenden Vorträge in Kenntnis gesetzt. Außerdem erhalten die Schüler nach mindestens zwei besuchten Vorträgen und einer Betriebserkundung ein Zertifikat als Bestätigung für ihre Teilnahme am Projekt. Ein Blick in die Zukunft lässt hoffen, dass diese Kooperation weiter erfolgreich bleibt und auch in den nächsten zehn Jahren noch viele Menschen erreicht.

Victoria Baltes und Jana Gombert, CJT-Gymnasium

N-Land Pegnitz-Zeitung
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