TSV-Damen gewinnen souverän in Sulzbach

Winkelhaid cool im Hexenkessel

Nach dem Sieg gegen Pleichach (hier eine Szene aus dem letzten Spiel) blieben Katja Deml und der TSV auch in Sulzbach auf Relegationskurs. | Foto: Horn2018/03/IMG_0684.jpg

WINKELHAID – Auch die nächste Aufgabe haben die Handball-Damen des TSV Winkelhaid mit Bravour erledigt. Nach einer sehr guten ersten Hälfte konnte der aufstiegswillige Landesligist einen klaren 21:31 (7:16)-Sieg beim HC Sulzbach einfahren.

Der Mannschaft um Trainer Sebastian Wilfling war bewusst, dass es sich bei dem Auswärtsspiel in Sulzbach um eines der schwierigsten der Saison handeln würde. Die Sulzbacher Fans schaffen es immer wieder, ihre Krötenseehalle in einen wahren Hexenkessel zu verwandeln. Dementsprechend war die Devise, möglichst von Anfang an zu zeigen, dass der Sieg mit nach Franken genommen werden soll, um die Stimmung zu keinem Faktor werden zu lassen.

Dies schafften die Damen in toller Manier. Die Heimmannschaft setzte von Beginn an auf eine Manndeckung gegen Vreni Götz, welche aber in keiner Weise die gewünschte Wirkung zeigte. Die anderen Spielerinnen konnten den dadurch gewonnenen Platz nutzen und so über das 2:4 einen 6:10-Vorsprung herausarbeiten.

Großen Anteil hatten daran neben der sehr gut verschiebenden Abwehr Torfrau Andrea Schewetschek, die nahezu alle Rückraumwürfe und auch einige freistehende 100-Prozentige entschärfen konnte. Außerdem zeigte sich Susanne Spychala in Topform, die die Lücken der Sulzbacher Abwehr immer wieder fand und so wichtige Tore beisteuern konnte.

Positive Ansprache

Die Gäste versuchten daraufhin ab der 20. Minute, mit einer 5:1-Abwehr ohne Manndeckung die drohende Niederlage noch abzuwenden, was ihnen allerdings nicht gelang. Zur Halbzeit stand es bereits 16:7 für die Damen des TSV Winkelhaid.

Die Halbzeitansprache von Trainer Sebastian Wilfling war dementsprechend positiv, lediglich das fehlende schnelle Spiel nach vorne wurde bemängelt. Dennoch wollte der TSV die zweite Hälfte weiter sehr konzentriert spielen, um der Heimmannschaft nicht doch noch einen winzigen Funken Hoffnung zu geben, eine Aufholjagd starten zu können.

Diese überraschten die Winkelhaiderinnen dann mit einer offenen Manndeckung. Das Spiel „jede gegen jede“ ermöglichte ihnen zunächst, auf 11:17 aufzuschließen. Nach einer sehr frühen Auszeit von Winkelhaid kam aber wieder Ruhe in das zu diesem Zeitpunkt hektische Spiel und mit der Hereinnahme des siebten Feldspielers war dann der alte Torunterschied von neun Treffern wieder erreicht.

Relegationsplatz im Blick

Da Lena Bauer ihrer Kollegin im Tor in nichts nachstand und unter anderem einen Siebenmeter vereiteln konnte, leuchtete nach 50 Minuten ein verdientes 16:29 auf der Anzeigentafel. Die letzten zehn Minuten wurden ohne Probleme von der Uhr gespielt und so konnten sich die Handball-Damen des TSV Winkelhaid über einen in dieser Höhe nicht erwarteten Auswärtssieg freuen.

Mit diesem Sieg konnte sich die Mannschaft alle Chancen auf den Relegationsplatz bewahren. In den nächsten beiden Wochen wird die Mannschaft intensiv trainieren, um für die kommenden Spiele gegen Freising, Stadeln und Mainfranken gut vorbereitet zu sein. Das Ziel, den Aufstieg über die Relegation noch zu schaffen, ist für alle Mannschaftsmitglieder eine große Motivation.

Für den TSV Winkelhaid spielten: Schewetschek, Bauer (beide im Tor), Räbel (8/6), Hübner, Götz (2), Meyer, Deml (2), Friedrich (6), Weiler (3), Spychala (8), Büttner, Bachmeier, Wanzek (2).

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