TSV Winkelhaid kämpft um Platz zwei

Showdown in Stadeln

Lange Zeit sah es am vergangenen Samstag beim Topspiel der Winkelhaider um Mona Friedrich (am Ball) gegen den Spitzenreiter Freising-Neufahrn nach einem Überraschungssieg für die Gastgeberinnen aus. | Foto: J. Horn2018/04/tsvwinkelhaidhsgfreisingneunfahrn.jpg

WINKELHAID – Die Anspannung und Arbeit einer ganzen Saison scheint sich für die Winkelhaider Landesliga-Handballerinas nun innerhalb von acht Tagen zu verdichten. Nach dem Highlight gegen den Tabellenersten HSG Freising-Neufahrn, das mit einer unglücklichen 26:29-Niederlage endete, steht am kommenden Wochenende gleich die nächste Nervenprobe an.

Am Sonntag (14 Uhr) geht das Dauerduell zwischen dem MTV Stadeln und den Winkelhaiderinnen um den Ausftiegsrelegationsplatz zwei in seine vermutlich vorentscheidende Runde.

So gesehen war das Heimspiel gegen Freising-Neufahrn die perfekte Vorbereitung auf das, was die Winkelhaider nun in Stadeln erwartet. Die Halle war bereits aufgeladen von der hitzigen Derby-Atmosphäre des Spiels der BOL-Männer gegen den TV Altdorf und diese hitzige Stimmung setzte sich dann auch beim Spiel der Damen nahtlos fort. Denn für beide Teams ging es um viel.

Die Gäste hatten den Ehrgeiz, ihrer Sonderstellung in der Liga auch in diesem Spiel gerecht zu werden. Für die Gastbgeberinnen um ihren Trainer Sebastian Wilfing hätte ein Sieg gegen den großen Favoriten womöglich das vorzeitige Erreichen von Platz zwei bedeutet.

Winkelhaid mit perfektem Start

Dementsprechend motiviert gingen die Winkelhaiderinnen das Topspiel an und erwischten gleich einen Start nach Maß. Dank Treffern von Christina Räbel lagen sie schnell 2:0 in Führung.

Die Gäste ließen sich dadurch allerdings nicht aus der Ruhe bringen. Schnell glichen sie aus und ab diesem Zeitpunkt entwickelte sich in der Dr.-Dietmar-Trautmann-Halle ein offener Schlagabtausch. Das glücklichere Ende erwischte zum Halbzeitpfiff das Team aus Winkelhaid und verabschiedete sich mit einem 14:12 in die Pause.

Coach Wilfling forderte für die zweite Hälfte weiterhin eine stabile Abwehrarbeit von seinen Damen und eine bessere Konzentration beim Abschluss. Es dauerte in Hälfte zwei allerdings fast fünf Minuten, bevor Vreni Götz der erste Treffer für die Heimmannschaft gelang.

Damit war aber die kurze Schwächephase überwunden und bereits drei Minuten später hatten sie sich eine Vier-Tore-Führung erarbeitet. Eigentlich eine gute Ausgangsposition für die letzten 20 Minuten. Aber da hatten die Winkelhaiderinnen die Rechnung ohne die Gäste gemacht.

Der Tabellenerste kämpfte sich nun Stück für Stück zurück, während sich die Wilfing-Mädels von der Dominanz der Oberbayerinnen augenscheinlich beeindrucken ließen. Plötzlich leisteten sie sich zahlreiche Fehler in der Abwehr, die zu einfachen Toren für die Gäste führten. So entwickelte sich das Spiel in den letzten Minuten zu einem wahren Krimi.

Alles oder nichts

Für Winkelhaid hieß es nun: alles oder nichts. Das führte allerdings im Angriff zu unnötigen Ballverlusten, die die Gäste in der 57. Spielminute erstmals in Führung gehen ließen (27:26). Coach Wilfling brachte sofort die grüne Auszeitkarte ins Spiel, um sein Team für die letzten drei Minuten einzuschwören. Doch auch das brachte nichts mehr. Winkelhaid hatte kurz vor Schluss den Faden verloren und ermöglichte so Freising-Neufahrn den Sieg.

Eine herbe Enttäuschung, die allerdings schnell verflog, als die ersten Nachrichten vom Spiel der Konkurrenz eintrudelten. Denn auch Stadeln hatte gepatzt. Dank dem Tabellenelften MHV Schweinfurt bleibt der Kampf um die Relegation offen.

Intensität ist gestiegen

Im ersten Training der Woche zeigte sich nun, dass die Winkelhaider bereit für den Showdown in Stadeln sind. Die Intensität der Einheiten ist noch einmal deutlich gestiegen und motivieren braucht Wilfing seine Mädels eh nicht mehr.

„Mir ist bewusst, dass alle meine Spielerinnen bis jetzt schon eine harte und anstrengende Saison hinter sich haben. Aber jetzt heißt es für uns alle noch mal Zähne zusammenbeißen und im Training und vor allem auch im Spiel alles zu geben“, so der Coach.

Es geht also am Sonntag erneut um alles oder nichts für die ersten Damen des TSV Winkelhaid. Aus diesem Grund hoffen sie, dass zahlreiche TSV-Fans die Reise nach Stadeln antreten, um die Mädels lautstark zu unterstützen. Anpfiff ist um 14 Uhr in der Hans-Sachs-Str. 30, 90765 Fürth-Stadeln.

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