Trainerwechsel im Sommer

Rosenberger hört in Winkelhaid auf

Matthias Krafft ist neuer Trainer beim TSV Winkelhaid, er tritt die Nachfolge von Marc Rosenberger an. | Foto: privat2018/04/Krafft.jpg
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WINKELHAID – Nach drei Spielzeiten in der Kreisliga Neumarkt-Jura beendet Marc Rosenberger zu Saisonende seine Tätigkeit als Trainer der 1. Herrenmannschaft des TSV Winkelhaid. Seinen Entschluss teilte er unmittelbar nach dem Last-Minute-Ausgleich gegen den SV Postbauer bereits am 8. April Abteilungsleiter Markus Lang mit.

Er brauche eine Auszeit und sei der Meinung, dass mit einem neuen Trainer auch ein frischer Wind wieder reinkommen würde, der aufgrund der Trainingsbeteiligung zwingend erforderlich sei. Auch jungen Spielern der Zweiten soll dadurch wieder eine Möglichkeit gegeben werden sich beim „Neuen“ anzubieten und dadurch auch wieder eine höhere Trainingsbeteiligung zu erreichen.

Marc Rosenberger übernahm als Co-Trainer das Traineramt im Herbst 2015, nachdem Steffen Ziegra nach nur fünf Monaten beim TSV Winkelhaid das Handtuch warf. Auch unter Dominic Rühl, der von 2013 bis 2015 die Blau-weißen trainierte, war „Rosi“ als Co-Trainer tätig.

Nach der Bekanntgabe seines Rücktrittes wurde sofort gemeinsam über einen geeigneten Nachfolger diskutiert und Lang sowie Rosenberger waren einer Meinung, dass man wohl nur mit U 19 Trainer Matthias Krafft einen Neuanfang hinbekommen könne.

Frühzeitiges Interesse

Matthias Krafft zeigte bereits im November 2017 auf Nachfrage Interesse an einer Funktion im Herrenbereich des TSV Winkelhaid ab der Saison 2019/2020. Es wurden bereits Testspiele und gemeinsame Trainingseinheiten der U19 der JFG Reichswald 09 und den Vollmannschaften des TSV Winkelhaid vereinbart und durchgeführt.

Krafft wurde noch am selben Abend von Abteilungsleiter Markus Lang kontaktiert und zeigte Interesse. Matthias Krafft erfüllt das Anforderungsprofil der Winkelhaider Abteilungsleitung. Nach zwei knapp 30-jährigen Trainern wollte man nun wieder auf einen lebenserfahrenen Trainer zugreifen, der insbesondere mit jungen Fußballern gut zusammenarbeiten kann und wo der Altersunterschied zwischen Trainer und Spielern wieder etwas größer ist. Zudem ist er ein Trainer, der die Gegebenheiten in Winkelhaid bereits kennt, aber dennoch nicht zu nah an der Mannschaft ist.

Der 46-jährige war Gründungsmitglied der JFG Reichswald im Jahr 2009, gehörte kurze Zeit der Ochenbrucker Fußballabteilungsleitung an und konnte im Jugendbereich etliche Erfolge und Aufstiege mit seinen Teams feiern. Einige Spieler aus Winkelhaid hatte er bereits in der JFG unter seinen Fittichen.

Krafft gilt im Jugendbereich als Fußballfachmann und äußerst engagierter Trainer. Er kennt viele junge Spieler im Landkreis und man erhofft sich durch seine Verpflichtung auch, dass man durch ihn den einen oder anderen talentierten, jungen Fußballer nach Winkelhaid locken kann, um zum einen wieder einen breiteren Kader für beide Mannschaften zu haben und dadurch auch wieder den Konkurrenzkampf zu schärfen, der bekanntlich das Geschäft belebt.

Hormess kehrt zurück

Es soll wieder aufwärts gehen beim TSV Winkelhaid. Mit einem höchst motivierten Trainer, der erstmals eine Herrenmannschaft trainieren wird, was die Winkelhaider Verantwortlichen aber eher als Vorteil ansehen, da hier die Motivation noch am Höchsten ist.

Neben Matthias Krafft konnte man in der abgelaufenen Woche auch Rückkehrer Christoph Hormess als Co-Trainer für die 1. und 2. Herrenmannschaft zur neuen Saison verpflichten. Seine sowohl mündliche als auch schriftliche Zusage liegt bereits vor. Hormess spielte zuletzt beim TV Leinburg in der Kreisklasse Pegnitzgrund und erzielte dort in der laufenden Saison vier Tore.

Vor zwei Jahren wechselte er zum Nachbarn, da man ihn zeitnah einen Trainerposten in Aussicht stellte. Dieser Posten wurde ihm letztlich aber nicht übertragen. Verantwortung kann er nun zusammen mit Matthias Krafft in Winkelhaid übernehmen, wo er jahrelang in der Bezirksliga spielte.

Bevor man jedoch den Neustart beginnen möchte, muss die aktuell dezimierte Truppe, die sich auf Talfahrt befindet, den Nichtabstieg mit allen Mitteln verhindern. Und auch die Zweite sollte schnellstmöglich schauen die erforderliche Punktzahl zu erreichen, um nicht noch auf einen Abstiegs, bzw. Relegationsplatz zu geraten.

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