Winkelhaid gewinnt in Schwabach 27:25

Nichts für schwache Nerven

Kampf um jeden Ball: Beim Derby in Schwabach mussten die Winkelhaider Mädels bis zum Schluss um den Sieg zittern. | Foto: Salvatore Giurdanella2018/11/GIU08512.jpg

SCHWABACH/WINKELHAID – Mit Spannung war das Spitzenspiel in der Landesliga Nord zwischen dem gastgebenden SC Schwabach und dem TSV Winkelhaid erwartet worden. Und nach den 60 äußerst spannenden Minuten musste selbst der größte Handball-Muffel zugeben, dass dieses Derby seinem Ruf mehr als gerecht wurde: Am Ende gewannen die Winkelhaiderinnen mit 27:25 nicht unverdient und nahmen zwei ganz wichtige Punkte mit nach Hause ins Nürnberger Land.

In den Anfangsminuten war die Partie von Torarmut geprägt. So gelang dem SC Schwabach sein erstes Tor zum 1:1 erst in der 9. Spielminute. Diese geringe Torausbeute lag vor allem an den beiden guten Abwehrreihen und einer schon zu Beginn glänzend aufgelegten Franziska Samac im Tor der Winkelhaiderinnen. In der Folge konnte sich die Heimmannschaft einen leichten Vorteil verschaffen, da die TSV-Damen leichtsinnig Bälle ins Aus oder dem Gegner in die Hände spielten (3:1, 5:3).

Um die Mannschaft wachzurütteln, nahm Sebastian Wilfing Mitte der ersten Halbzeit ein Team-Time Out, in dem er schnelleres Spiel nach vorne forderte. Dies konnte die Mannschaft Winkelhaids dann perfekt umsetzen, weshalb sich der Spielstand von 6:4 auf 6:9 zu Gunsten der Gäste drehte. Durch zwei Tore von Susanne Spychala konnte der TSV sogar auf 7:13 davonziehen, ehe eine schwächere Phase der TSV-Damen den SC Schwabach wieder herankommen ließ. Von 7:13 konnten sie noch auf 10:13 vor der Pause verkürzen.

Wilfing rüttelt Team wach

In der Kabinenansprache appellierte Trainer Wilfing noch einmal an seine Mannschaft, einerseits das Tempo hochzuhalten, aber unnötige Ballverluste zu vermeiden, um für Schwabach keine einfachen Tore zuzulassen. Zu Beginn der zweiten Halbzeit wurde dies auch noch gut umgesetzt (11:13, 11:15). Als Winkelhaid in Folge von zwei Zwei-Minuten-Strafen in doppelter Unterzahl agieren musste, konnte Schwabach jedoch bis auf ein Tor anschließen. In dieser Phase wurde das Spiel beider Mannschaften äußerst hektisch und war von Fehlern gespickt.

Während Schwabach aufgrund der kurzen Deckung gegen Barbara Benz wenig Gefahr ausstrahlte, gelang es Winkelhaids Damen oftmals nicht, den finalen Pass zum Mitspieler zu bekommen oder dann letztlich den Ball im Tor zu versenken. Lediglich die bärenstarke Christina Räbel konnte mit insgesamt 13 Treffern vollends überzeugen; sowohl vom Siebenmeter-Punkt als auch von Linksaußen brachte sie ihre Würfe im Tor Schwabachs unter. Gestützt auf die schnelle zweite Welle konnte sich der TSV zehn Minuten vor Spielende auf 19:24 absetzen.

Schwabach allerdings gab sich noch nicht auf und konnte drei Minuten vor Schluss zum 24:26 treffen und hatte bei einem Konter und mehreren besten Chancen sogar noch die Möglichkeit auf den Anschlusstreffer, welche Winkelhaids Keeperin Franziska Samac aber vereiteln konnte. Durch diesen Sieg haben die Damen des TSV Winkelhaid Schwabach auf Abstand gehalten und weisen mit nur drei Minuspunkten die wenigsten der gesamten Liga auf.

Da nächstes Wochenende spielfrei ist, können sie kleinere Wehwehchen auskurieren und gleichzeitig noch an der ein oder anderen Stellschraube drehen. Weiter geht‘s am 1. Dezember um 19 Uhr in Winkelhaid mit dem Spiel gegen den Tabellenvierten SV Obertraubling.

Für den TSV Winkelhaid spielten: Bauer, Samac (beide im Tor) – Räbel (13/6); Radtke; Götz, V. (2); Meyer (2); Götz, K. (1); Friedrich (1); Weiler; Spychala (3); Büttner; Bachmeier; Wanzek (5).

N-Land Krischan Kaufmann
Krischan Kaufmann