Raiba-Weihnachten

TSV-Mädels übernehmen Platz zwei

Handball-Krimi in Winkelhaid

So stellt sich TSV-Coach Sebastian Wilfing Handball vor: packend bis zum Schluss – und natürlich mit dem besseren Ende für Winkelhaid! | Foto: Zink2017/11/sebastianwilfing-1.jpg

WINKELHAID – Diese Partie hatte den Titel Topspiel mehr als verdient! Den Zuschauern in der gut gefüllten Dr.-Dietmar-Trautmann-Halle bot sich am Samstag beim Landesliga-Duell zwischen den Gästen aus Sulzbach und den Handballerinas aus Winkelhaid ein packender Handball-Fight, der bis zum Schluss spannend blieb.

Die Oberpfälzerinnen reisten als Tabellenzweiter nach Winkelhaid (Platz drei) und hatten zusätzlich noch eine große Anhängerschaft im Gepäck. Die mitgereisten Zuschauer zeigten auch gleich Wirkung. Den Sulzbacher Damen gelang in fremder Halle ein guter Start und nach zwei Minuten lagen sie mit zwei Toren in Führung. Aus der Ruhe ließ sich der TSV allerdings nicht bringen. Zwar mussten die Winkelhaiderinnen den Gästen immer wieder mit drei bis vier Toren Rückstand hinterherlaufen, aber das gleiche Schicksal wie in Pleichach sollte die TSV Damen nicht ereilen. Sattdessen spielte das Team um Coach Wilfling und Maisel weiter mit Köpfchen und behielt vor allem die Ruhe. Das merkten ebenfalls die Winkelhaider Zuschauer, die ihren TSV weiter anfeuerten und zum Halbzeitpfiff trotz des 12:16 Rückstands mit einem warmen Applaus in die Kabine verabschiedeten. Das hatte gewirkt.

Neue Instruktionen wirken

Nach den neuen Instruktionen in der Halbzeit von Trainer Wilfling und gestärkt durch die Zuschauer zeigte Winkelhaid nun eine andere Körpersprache. Die Entschlossenheit war jeder Spielerin ins Gesicht geschrieben. Susanne Spychala und Verena Götz verkürzten direkt zu Beginn der zweiten Hälfte auf 15:16 und legten mit diesen drei Treffern in Folge das Fundament für die anschließende Aufholjagd. Winkelhaid drehte nun weiter auf. So gelang es ihnen, bis zur 44. Spielminute das Spiel komplett zu drehen und mit 23:18 in Führung zu gehen. Direkt danach kassierte Abwehrchefin Christina Räbel Ihre dritte Zwei-Minuten-Strafe und musste folglich das Feld verlassen.

Die Verwirrung nutzen die Gäste aus Sulzbach und das Spiel wurde für die Zuschauer immer spannender. In der 52. Minute waren die Sulzbacher Damen wieder auf ein Tor dran. Doch Winkelhaid blieb ruhig und auch die doppelte Manndeckung gegen Vreni Götz und Susanne Spychala brachte für die Sulzbacherinnen nicht den gewünschten Erfolg.

Vorweihnachtliches Hammerprogramm

Dagegen lief auf TSV-Seite Carina Weiler in den letzten Minuten zu Höchstform auf und netzte mehrmals direkt hintereinander für die Hausherrinnen ein. Den Gästen blieb nun keine Zeit mehr, das Spiel erneut zu drehen. Nach 60 spannenden Minuten gewinnt Winkelhaid mit 30:26 (12:16) und übernahm so den zweiten Tabellenplatz vom HC Sulzbach. Angesichts des vorweihnachtlichen Hammerprogramms (jetzt wartet das Spiel in Freising, bevor dann Primus Stadeln in Winkelhaid seine Visitenkarte abgibt,) die Anerkennung redlich verdient.

Sich auf diesen Sieg ausruhen dürfen die Winkelhaider Handballerinas allerdings nicht, denn im oberen Drittel der Landesliga Nord geht es weiter ziemlich eng zu: Dank ihres Sieges gegen Kunstadt-Weidhausen liegt die TG Landshut nun punktgleich mit Winkelhaid auf dem dritten Platz und Stadeln hat sich gegen Helmbrechts die erste Niederlage eingefangen. Somit sind Winkelhaid und Landshut nur noch einen Punkt hinter dem Spitzenreiter aus Stadeln.

Für den TSV Winkelhaid spielten: Schewetschek/Karg (im Tor), Räbel, Hübner 1, Radtke, Götz 12/1, Meyer, Deml, Friedrich 4, Weiler 4, Spychala 8, Bachmeier 1; P. Maisel

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