Raiba-Weihnachten

Neues Zentrum östlich der Wiesenstraße

Gemeinde lässt Baugebiet für Horänder prüfen

Die Senioreneinrichtung Horänder in Winkelhaid: Weil dieses Gebäude nicht mehr den gesetzlichen Vorgaben entspricht, möchte der Altenheim-Betreiber neu bauen. | Foto: Blinten2017/06/Horaender.jpg

WINKELHAID – Der Winkelhaider Altenheim-Betreiber Horänder will bauen: Östlich der Wiesenstraße soll ein neues Mehrgenerationen-Zentrum entstehen. Ob dies überhaupt zu verwirklichen ist, soll nun ein vorhabenbezogener Bebauungsplan klären. Die Kosten für dessen Aufstellung trägt Horänder.

Bereits in der Bürgerversammlung vor zwei Monaten hatten Anlieger das Thema aufgebracht: Der Altenheim-Betreiber Horänder plant den Bau eines neuen Zentrums in der Wiesenstraße. Der Neubau soll auf der anderen Straßenseite in Richtung Penzenhofener Hauptstraße entstehen. Nicht aus Luxus, sondern weil das alte Gebäude nicht mehr den gesetzlichen Vorgaben entspricht, die neue Raumgrößen für Senioren-Einrichtungen verlangen.

Horänder hatte bei der Gemeinde angefragt, diese als möglichen Standort das Gebiet angeboten. Für dieses müssten jedoch der Flächennutzungsplan geändert und ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Aus Sicht der Gemeinde ist die Aufstellung eines Bebauungsplans eine „Abrundung des Ortsteils Penzenhofen“. Den Altenheim-Betreiber Horänder möchte Bürgermeister Schmidt gerne am Ort behalten.

Städtebaulicher Vertrag

Nun wird das Nürnberger Architekturbüro Grosser-Seeger diesen vorhabenbezogenen Bebauungsplan erstellen, der klärt, ob der Neubau auf dem Wiesengrundstück grundsätzlich zu verwirklichen ist und dazu alle notwendigen Aspekte untersuchen. Den Auftrag erteilt die Gemeinde. Die Honorarkosten für die Vorplanung trägt die Familie Horänder als möglicher Bauherr – und zahlt dafür nicht wenig:  21.054 Euro brutto. Einen städtebaulichen Vertrag, der diese Kostenübernahme regelt sowie die Beauftragung des Architekturbüros beschloss der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung.

Auch wenn dies der nächste Schritt ist, bedeute die Vorplanung noch lange nicht, dass auch gebaut wird, bekräftigte Bürgermeister Michael Schmidt. Sobald die Pläne der Gemeinde vorliegen, möchte Schmidt eine Bürgerversammlung einberufen, in der Architekten, Gemeinde und Bauherr die Ergebnisse präsentieren und Fragen beantworten. „Es ist mir wichtig die Bürger, vor allem die Wiesenstraßen-Anwohner, von Anfang an einzubeziehen,“ sagt Schmidt. Erst nach der Versammlung soll das reguläre Verfahren zur Aufstellung des Bebauungsplans anlaufen.

N-Land Julia Hornung
Julia Hornung