30:33-Niederlage in Freising

Dämpfer für die TSV-Handballerinas

Kein Durchkommen: So konsequent wie in dieser Szene vom letzten Heimspiel die Abwehr der Sulzbacherinnen gegen Mona Friedrich agierte, hätte man sich die TSV-Abwehr auch in Freising gewünscht. | Foto: Horn2017/11/IMG_6473.jpg

WINKELHAID – Selten ging es in der Spitzengruppe der Landesliga Nord derart eng zu. Ein Sieg oder eine Niederlage können im Moment das Tableau komplett durcheinanderwürfeln. Das haben die Handball-Damen des TSV Winkelhaid beim Auswärtsspiel in Freising leidvoll erfahren müssen. Denn aufgrund der 30:33 (16:16)-Pleite sind die TSV-Mädels innerhalb eines Spieltages vom zweiten auf den fünften Tabellenplatz abgerutscht.

Die erste Halbzeit gestaltete sich äußerst ausgeglichen. Ständig wechselnde Führungen und überhastete oder schlecht platzierte Würfe prägten die ersten 30 Minuten. Lediglich Verena Götz konnte in den Anfangsminuten überzeugen und glänzte sowohl mit Durchbrüchen, als auch mit Rückraumtreffern. Die Heimmannschaft versuchte deshalb bereits nach 15 Minuten, den Spielfluss der Winkelhaiderinnen mit einer kurzen Deckung gegen Götz zu unterbinden. Ohne Erfolg, denn die gewonnenen Räume wurden von den anderen Spielerinnen genutzt. Allerdings patzte die TSV-Abwehr zu häufig und konnte die Würfe aus sechs Metern nicht unterbinden.

In der Pause thematisierte Coach Sebastian Wilfing vor allem das Abwehrverhalten und bemängelte, dass deutlich zu langsam verschoben wurde. Aber irgendwie hatten seine Spielerinnen nicht richtig zugehört. Denn auch in Durchgang zwei war die Abwehr erneut die Schwachstelle.

Vorsprung verspielt

Zunächst kamen die Damen des TSV Winkelhaid aber gut aus der Pause und konnten nach 37 Minuten Spielzeit die Führung auf drei Tore hochschrauben. Sie verpassten es in der Folge jedoch diesen Vorsprung weiter auszubauen. Stattdessen schalteten sie einen Gang zurück und ermöglichten es Freising damit, innerhalb der nächsten fünf Minuten den Rückstand zu egalisieren und nach 48 Minuten Spielzeit sogar mit drei Toren in Führung zu gehen. Diesen Rückstand konnten die Gäste aus Mittelfranken nicht mehr aufholen.

Aufgrund der erneuten Auswärtsniederlage sind die Damen mit sechs Minuspunkten auf den fünften Tabellenplatz abgerutscht. Allerdings: Mit einem Heimsieg am kommenden Wochenende im Spitzenspiel gegen Primus Stadeln, liegen zwischen Platz eins bis fünf unter Umständen nur noch zwei Punkte. Das bedeutet: Alles ist möglich und nun gilt es, die Pleite schnell abzuhaken.

Für den TSV Winkelhaid spielten: Schewetschek, Karg – Räbel (3/1), Hübner (1), Radtke, Götz (10/2), Meyer, Deml (3), Friedrich (4/1), Weiler (2), Spychala (7), Büttner, Bachmeier, Wanzek.

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