Neue Torhüterin beim TSV Winkelhaid

Aus dem Urlaub in den Aufstiegsexpress

Sechs Monate hatte Franziska Samac, hier noch im Club-Trikot, nicht trainiert, aber diese lange Pause merkte man ihr bei ihrem ersten Einsatz für den TSV Winkelhaid im Spiel gegen den ESV Regensburg kaum bis gar nicht an. | Foto: Zink2018/10/20171216_fcn_ismaning_ogo_0048-1.jpg

WINKELHAID – „Wir sind aktuell voll auf Kurs.“ Die Freude über den hart erkämpften Sieg gegen die Drittliga-Reserve des ESV Regensburg war bei Sebastian Wilfing riesengroß. Kein Wunder, schließlich haben sich seine Winkelhaider Landesliga-Handballerinnen mit dem sechsten Sieg bei nur einer Niederlage auf Rang drei festgebissen und dürfen weiter vom Aufstieg in die Bayernliga träumen. Nicht zuletzt dank ihrer neuen Torhüterin, die quasi in einer Nacht und Nebel-Aktion kurz vor dem Regensburg-Spiel verpflichtet wurde.

Es gab einiges zu tun für Coach Wilfing unter der Woche. Nachdem im Spiel gegen Sulzbach/Rosenberg Torfrau Andrea Schewetschek in den letzten Minuten umgeknickt wart, erreichte das TSV-Team dann am Montag die Hiobsbotschaft: Bänderriss, drei bis vier Wochen Pause. Nun hieß es schnell handeln. Denn die andere Torfrau Lena Bauer befindet sich im Urlaub und stand somit den Damen gegen Regensburg ebenfalls nicht zur Verfügung.

Einige Telefonate später stand es dann fest. Franziska Samac, die in der vergangenen Saison noch für den Club spielte, wird die ersten Damen in den nächsten Wochen unterstützen. Hierfür war die noch junge Torfrau extra früher aus ihrem Urlaub abgereist.

„Franziska hat ihre Sache super gemacht, vor allem, wenn man bedenkt, dass sie sechs Monate nicht trainiert hat“, gab es von Wilfing ein verdientes Extra-Lob für ihre Premiere im Winkelhaider Trikot. Auf jeden Fall bis zum Spitzenspiel gegen den aktuellen Primus Schwabach wird die angehende Krankenschwester noch das Winkelhaider Tor hüten. „Danach sehen wir weiter“, ist für Wilfing ein Verbleib von Samac darüber hinaus keinesfalls ausgeschlossen.

Offener Schlagabtausch

Das Spiel selbst gestaltete sich als offener Schlagabtausch. Winkelhaid wusste um die Stärken der Regensburger Gäste. Coach Wilfing wollte hier mit einer offensiven Deckung dem Rückraum Einhalt gebieten. Allerdings besitzen die Gäste mit Jasmin Ellwanger und Linda Baumgardten auch zwei antrittsstarke Spielerinnen. Bevor die offensive Abwehr zu viel Kraft kosten sollte, entschied man sich dann, wieder defensiver dem Angriff entgegen zu stellen. In Absprache mit Torfrau Franziska Samac funktionierte dies auch sehr ordentlich.

Bis zur Halbzeit gelang es keiner der beiden Mannschaften, sich einen wirklichen Vorteil zu verschaffen. Winkelhaid schaffte es zwar immer wieder, mit drei Toren in Führung zu gehen, Regensburg aber konnte immer wieder nachziehen. So leuchtete zur Halbzeit ein knappes 13:12 für die Gastgeberinnen auf der Anzeigetafel.

Zehn Minuten ohne Tor

Winkelhaid kam besser aus der Kabine. Zumindest bis zur 37. Spielminute. Denn nach dem 19:15-Treffer von Katja Götz ging erst mal nichts mehr. Über zehn Minuten lang blieben die TSV-Damen ohne Tor. Fehlpässe, Unkonzentriertheiten und schwache Abschlüsse gaben Regensburg die Chance, dieses Spiel zu drehen. Hinten hielten die Damen um Vreni Götz aber weiterhin stark dagegen, wodurch Regensburg die Torflaute der Heimmannschaft nicht optimal nutzen konnte.

Winkelhaid schaffte es dann nach und nach, sich wieder zu fangen und der Angriff wurde wieder flüssiger. Vorbei war die Gefahr allerdings noch nicht. In der 53. Spielminute waren die Gäste wieder bis auf ein Tor dran.

Aber gleichzeitig langsam schienen die Kräfte bei den Regensburgerinnen zu schwinden. Unvorbereitete Abschlüsse waren eine leichte Beute für TSV-Torfrau Samac, die schnell ins Spiel gefunden und somit einen großen Anteil daran hatte, dass die Handballerinas am Ende mit einem verdienten 27:24 (13:12) vom Parkett gingen.

Für den TSV Winkelhaid spielten: Samac – Räbel 4, Radtke, Götz V. 11/5, Meyer 3, Dahbi, Götz K. 4, Friedrich 1, Spychala 1, Büttner, Bachmeier 1, Wanzek 2

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