23:21-Auswärtssieg in Herzogenaurach

Aller Winkelhaider Anfang ist schwer

Für Winkelhaids Spielmacherin Vreni Götz (Mitte) und ihre Kolleginnen war der Auftakt in Herzogenaurach ein hartes Stück Arbeit. | Foto: Petzoldt2018/09/Handball_Landesliga_TS-Herzogenaurach-TSV-Winkelhaid4.jpg

HERZOGENAURACH/WINKELHAID – Ende gut – alles gut! Dieses Motto beschreibt das Spiel der Damen des TSV Winkelhaid in Herzogenaurach wohl am besten. Letztendlich konnte sich die Handballerinas nach einem engen Spiel mit 23:21 durchsetzen.

Da alle drei Rechtsaußen Antonia Bachmeier, Aline Meyer und Carina Weiler passen mussten und zusätzlich Lena Bauer nach ihrer Operation noch nicht einsatzbereit war, reisten die TSV-Damen mit lediglich acht Feldspielerinnen und einer Torfrau nach Herzogenaurach. Die gegnerische Mannschaft mit den Trainern Gerd und Michaela Heckel ist als Meister der BOL Ostbayern in die Landesliga aufgestiegen und war für das Winkelhaider Team deshalb ein unbeschriebenes Blatt – lediglich ein paar Spielerinnen kannte man noch aus anderen Vereinen. Besonders gewarnt waren sie vor der Ex-Winkelhaiderin Alina Erdmann, die im Rückraum für zahlreiche Tore gut ist, und vor Corinna Merz, die den TS Herzogenaurach bereits Drittligaerfahrung sammeln durfte und am Kreis stets für viel Wirbel sorgt.

Start verschlafen

Die ersten Minuten des Spiels verschliefen die Damen des TSV und so lagen sie bereits zu Beginn mit zwei Toren hinten, ehe Christina Räbel mit einem Siebenmeter und Susanne Spychala ausgleichen konnten. Fortan entwickelte sich ein offenes Spiel, in dem die Damen meist mit einem Tor vorlegen konnten, aber postwendend den Ausgleich hinnehmen mussten.

Die Heimmannschaft kam wie erwartet vor allem durch Alina Erdmann zum Zug, die nach 60 Minuten sieben Feldtore vorweisen konnte. Während Herzogenaurach oft über Rückraum und Kreis zum Tor gelangte, spielten die Winkelhaiderinnen viel über Außen, weil die Heimabwehr im Zentrum der Abwehr sehr stabil stand und sich die Lücken nach Auslösehandlungen und Stoßbewegungen so auf den Außenpositionen ergaben.

Herzogenaurach in Unterzahl

In der Halbzeitansprache beklagte Trainer Sebastian Wilfling neben den technischen Fehlern im Angriff vor allem die nicht vorhandene Aggressivität in der Abwehr, die es der Heimmannschaft leicht machte, zum Torerfolg zu kommen.

Die guten Vorsätze verpufften zunächst, weshalb die Führung ständig wechselte und sich die Zuschauer nach wie vor ein sehr enges Spiel ansehen mussten. Als 14 Minuten vor Schluss Herzogenaurach in Folge einer Roten Karte zwei Minuten in Unterzahl spielen musste, hätte dies in der ansonsten sehr fairen Partie die Möglichkeit sein können, sich endlich abzusetzen und so in Führung zu gehen.

Allerdings leisteten sich die TSV-Damen in dieser Zeit drei dumme Fehler, weshalb auch acht Minuten vor Schluss die Heimmannschaft mit zwei Toren führte.

Dass die Winkelhaiderinnen mittlerweile mit brenzligen Situationen besser umgehen können, konnten sie in den letzten fünf Minuten beweisen. In dieser Schlussphase gelang es ihnen, mit einem 1:4-Lauf letztendlich den Sieg zu holen und mit 21:23 gewinnen. Ende gut – alles gut!

Die beiden Punkte zu Beginn der Saison waren sehr wichtig für die Stimmung in der Mannschaft, der Spielverlauf und die noch bestehenden Abstimmungsfehler zeigen jedoch, dass in den kommenden Wochen noch viel Arbeit für Mannschaft und Trainer bevorsteht.

Für den TSV Winkelhaid spielten: Schewetschek (Tor) – Räbel (7/2), Radtke, Götz, V. (4/1), Götz, K. (7), Friedrich (1), Spychala (4), Büttner, Wanzek.

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