Fußball Bezirksliga Nord:

„Vier gewinnt“ als Tagesmotto

Gabriel Karnoll (gestreiftes Trikot) war einer der beiden Torschützen beim 2:0-Auswärtssieg des FC Hersbruck gegen Bayern Kickers.Foto: Zink2017/09/Baki_hersbruck-Karnoll.jpg

ERLANGEN/PEGNITZGRUND — Die SpVgg Hüttenbach schlägt den TV Erlangen auswärts mit 4:1 und bleibt damit das stärkste Pegnitzgrundteam der Bezirksliga Nord. Auch dem SK Lauf gelingen vier Auswärtstore beim Sieg über Weisendorf; der Sportklub schiebt sich dadurch auf Tabellenplatz 9.

TV 48 Erlangen – SpVgg Hüttenbach 1:4 (1:0)– Die Spielvereinigung Hüttenbach feiert beim TV 48 Erlangen bereits den siebten Saisonsieg und manifestiert damit den zweiten Tabellenplatz. In der dritten Minute hatte Elterlein die Führung für die Gäste auf dem Kopf, köpfte aber über die Querlatte. Anschließend war nur noch wenig zu sehen von Hüttenbach und Erlangen erspielte sich mehr Spielanteile. Mit diesem Ballbesitz wusste Erlangen aber nicht wirklich etwas anzufangen.
Wenig Kreativität im Aufbauspiel stellte Hüttenbachs Verteidigung kaum vor Probleme. Das erste Tor der Begegnung fiel vom Elfmeterpunkt. Nach einem klaren Foul an Matthias Gruner im Strafraum trat der gefoulte selbst an und verwandelte.
Diese Führung hielt bis zur Pause und direkt nach dem Seitenwechsel schlug Hüttenbach wieder zu. Diesmal brachte Elterlein genug Druck hinter den Ball und Köpfte nach einer Flanke von Kreuz ein. Am Spiel änderte sich jedoch nichts, aber auch im zweiten Durchgang fand der TV einfach kein Mittel. Das 0:3 kam der Vorentscheidung gleich. Diesmal wurde Kreuz im Sechzehner geschubst und wieder entschied Schiedsrichter Florian Reich auf Elfmeter. Matthias Gruner trat erneut an und blieb zum zweiten Mal Sieger gegen Schlussmann Kist.
Auch aus dem direkt folgenden 1:3 entstand kein wirkliches Aufbäumen der Platzherren mehr. Erlangen blieb im Spielaufbau einfach zu harmlos und durchschaubar. Den 1:4-Endstand besorgte schließlich Julian Schramm in der 81. Minute.
Tore: 0:1 (24./FE) M. Gruner; 0:2 (49.) Elterlein; 0:3 (72.) Gruner; 1:3 (72./FE) Gruner; 1:3 (74.) Stöhr; 1:4 (81.) J. Schramm SR: Florian Reich Zuschauer: 55.

ASV Weisendorf – SK Lauf 2:4 (1:2)– Der SK Lauf bezwingt auswärts den ASV Weisendorf mit 2:4. Die Gäste starteten schwungvoll und erspielten sich die ersten Möglichkeiten durch Hofmann und Daniel Rothhaar. Rothhaars Halbvolley von der Strafraumgrenze flog knapp am Pfosten vorbei. Die Führung für Weisendorf leitete wiederum ein Fehlpass im Laufer Mittelfeld ein. Nach dem Ballgewinn ging es beim ASV schnell und vor dem Tor kam Bretting erfolgreich zum Abschluss.
Diesen Rückstand schüttelte der SKL jedoch zügig ab. Hofmann wurde im Strafraum gefoult und Wagner entschied auf Elfmeter. Vom Punkt zeigte Daniel Rothhaar jedoch Nerven und Torhüter Oyntzen parierte. Aber auch darüber dachte Lauf nicht zu lange nach. Hofmann besorgte den Ausgleich schließlich selbst. Vor dem Strafraum setzte sich Laufs Stürmer energisch durch und machte das 1:1. Nur sechs Minuten später schnappte sich Hofmann einen Freistoß und drehte die Partie zum 1:2. Noch vor dem Halbzeitpfiff hätte sogar das 1:3 fallen müssen, Kreisel agierte aber zu zögerlich und verschenkte eine drei gegen eins Situation leichtfertig und auch Rothhaar wirkte glücklos im Abschluss. Direkt vor der Pause vergab er aus kürzester Distanz.
Im zweiten Durchgang nahm Weisendorf das Heft in die Hand und verlagerte die Spielanteile in Laufs Hälfte. Spätestens mit der Umstellung auf Dreierkette galt volle Offensive bei den Gastgebern. Weisendorf stand nun extrem hoch und wurde für Konter anfällig. Das Risiko sollte sich jedoch auszahlen. In der 78. Minute wurde Schmidt durch die Schnittstelle mustergültig bedient, zog von Linksaußen in die Mitte und glich aus. Die Freude währte allerdings nicht lange. Der eingewechselte Schober brachte den SK Lauf nur zwei Minuten später wieder in Führung und der Ritt auf der Rasierklinge ging für den ASV von Neuem los. Diesmal hielt die SK-Abwehr jedoch stand und Lutz besiegelte den Auswärtssieg mit dem 2:4 in der dritten Minute der Nachspielzeit.
Tore: 0:1 (23.) Bretting; 1:1 (34.) Hofmann; 1:2 (40.) Hofmann; 2:2 (78.) Schmidt; 2:3 (80.) Schober; 2:4 (90+3) Lutz SR: Benjamin Wagner Zuschauer: 195

FC Bayern Kickers Nürnberg – 1.FC Hersbruck 0:2 (0:1) — Bei den zuletzt ausgesprochenen erfolgreichen Bayern Kickers bot der „Club“ aus Hersbruck eine vorzügliche Mannschaftsleistung. Gegen spielerisch ansprechende Gastgeber überzeugte die Hintermannschaft des FC auf ganzer Linie. Gleichzeitig gelang es mit schönem Kombinationsfussball, die Baki-Abwehr in die eine oder andere Verlegenheit zu stürzen. Im Abschluss fehlte aber etwas die Präzision oder Ruhe.
Mitte der ersten Halbzeit kombinierte sich die Heimelf schön bis in den Strafraum durch. Bauernfeind rettete aber bravourös gegen den freistehenden Stürmer. Die Mehrzahl an Chancen bot sich allerdings den Hersbruckern und letztlich war es Karnoll, der mit einem platzierten Schuss ins lange Eck den verdienten Führungstreffer erzielen konnte.
In der zweiten Hälfte bemühten sich die Kickers, mehr Druck auf die Gäste auszuüben. Allerdings muss der gesamten Erhardt-Elf an diesem Tag in Sachen Defensivarbeit ein Riesenkompliment gemacht werden. Kaum einmal, dass Baki zu gefährlichen Torraumszenen kam. Falls doch, war Bauernfeind der Fels in der Brandung. Einige vielversprechende Kontergelegenheiten verpufften. Letztlich war es Joker Alex Brüx, der mit einem technischen Kabinettstückchen die endgültige Entscheidung in der Nachspielzeit besorgte. Ein verdienter Erfolg für in dieser Saison auswärts überaus erfolgreiche Hersbrucker war damit in trockenen Tüchern.

Tore: 0:1 (41.) Karnoll. 0:2 (90.+2) Brüx, Schiedsrichter: Florian Hilpert (FC Möning), Zuschauer: 100.

N-Land Patrick Baer
Patrick Baer