Liederwunschabend in Velden

Stadtkapelle als Jukebox

Die Veldener Stadtkapelle bot als lebendige Jukebox eine herausragende Leistung. | Foto: P. Meyer2018/10/IMG_1629.jpeg

VELDEN – Öfter mal was Neues: Getreu diesem Motto hatte die Stadtkapelle Velden zum Jukeboxabend eingeladen. Und dieser war ein voller Erfolg.

Das Orchester von Corinna Nollenberger fungierte an dem Abend als lebendige Jukebox. Für drei Euro konnten sich die Zuhörer ein Musikstück aus einer 80 Lieder umfassenden Liste kaufen und den Wunsch in Form eines Kärtchens in eine glänzende Musikbox werfen. Die so entstandene äußerst bunte Playlist spielten die Musiker dann live in der restlos gefüllten Musikhalle. Diese war passend zum Motto mit vielen CDs und Schallplatten dekoriert. Spannung lag in der Luft, denn niemand wusste, welche Stücke an dem Abend erklingen würden.

Binnen weniger Minuten waren bereits knapp 30 Stücke verkauft, sodass die Stadtkapelle Einiges zu tun hatte. Die Polka „Böhmischer Traum“ folgte direkt auf Ravels „Bolero“, verschiedenste Musicalhits und das „Stelldichein in Oberkrain“ gaben sich die Klinke in die Hand. Der Veldener Kirwamarsch wurde ebenso gewünscht wie die Filmmusik aus Superman oder ein Medley mit Hits der Beatles. Klassik, Pop, Walzer, Musical, Marsch – es war alles dabei.

Spielende Wechsel

Alle Stücke dieses Schwierigkeitsgrades ad hoc parat zu haben, ist für ein Laienorchester eine herausragende Leistung. Die hoch konzentrierte Stadtkapelle schaffte es spielend, den ganzen Abend über zwischen den Musikstilen zu wechseln, die Übergänge zu meistern und damit das Publikum zu begeistern. Aufgrund der bemerkenswerten Klangkultur des relativ kleinen Oberstufenorchesters und der sehr guten Intonation war es bis zum Schluss ein Vergnügen, den abwechslungsreichen Melodien zu lauschen.

Die Stadtkapelle hatte mit dem ungewöhnlichen Motto einen wirklich guten Riecher, und das stimmige Konzept des Abends ging mit dem Getränke- und Speisenangebot sowie der liebevollen Dekoration voll und ganz auf.

N-Land Petra Meyer
Petra Meyer