Schulbusbegleiter in Velden

Coolrider schauen hin statt weg

Die Coolrider der Veldener Mittelschule mit Klaus Bald (stellvertretender Leiter Polizei Hersbruck, links), Cornelia Trinkl (stellvertretende Landrätin, 2. v. li.), VAG-Ausbilder Christian Baumgärtl (re.), Andrea Leißner (2. v. re.) und Bürgermeister Volker Herzog (3. v. re.), hinten Sozialpädagogin Angela Seitz und Rektorin Renate Scharrer. | Foto: S. Fuchs2018/04/Coolrider.jpg

VELDEN – Die Veldener Mittelschule hat jetzt 20 Coolrider. Rektorin Renate Scharrer übergab den Schülern ihre Urkunden und Ausweise.

Bei dem Erfolgsprojekt, das 2002 von der VAG Nürnberg gemeinsam mit Polizei und Nürnberger Schulen ins Leben gerufen wurde, werden Schüler ab dem 13. Lebensjahr nach dem Motto „Hinschauen statt Wegschauen“ als Schulbusbegleiter ausgebildet, damit sie eigenverantwortlich für mehr Sicherheit auf dem Schulweg, für weniger Gewalt und Vandalismus sowie für einen fairen Umgang untereinander sorgen. Das große Interesse der Siebt- und Achtklässler sei wichtig, betonte die Schulleiterin, weil von den 254 Schülern der Grundschulen Vorra und Hartenstein sowie der Mittelschule Velden fast alle mit dem Schulbus fahren. Und da gehe es leider nicht immer so friedlich zu.

Ansprechpartner für Schüler

Um für ihre freiwillige Aufgabe vorbereitet zu sein, hatten die 
Coolrider an einer 20-stündigen Ausbildung in den Bereichen Kommunikation und Deeskalation teilgenommen. So lernten sie unter der Anleitung der VAG-Ausbilder Andrea Leißner und Christian Baumgärtner, Konflikte zwischen Schülern gewaltfrei zu lösen, als Ansprechpartner für mitfahrende Schüler zur Verfügung zu stehen und für mehr Sicherheit während der Fahrten zu sorgen.

Rektorin Scharrer dankte besonders Sozialpädagogin Angela Seitz, die das Projekt organisiert und begleitet hatte. Ihr Dank ging auch an die VAG-Ausbilder, an Axel Ernst vom „Coolrider-Freunde“-Verein und ans Busunternehmen Cermak, das ein Fahrzeug für die praktischen Übungen zur Verfügung gestellt hatte.

Zivilcourage zeigen

Landrat-Stellvertreterin Cornelia Trinkl lobte bei der Übergabe der vom VGN ausgestellten Urkunden und Ausweise das Engagement der Jugendlichen. Sie seien künftig weit mehr als „nur“ Busbegleiter, sie hätten in speziellen Kursen gelernt, sich als Vorbild für die Gesellschaft einzusetzen und Zivilcourage zu zeigen, wo andere nur daneben stünden. Bürgermeister Volker Herzog überbrachte den Dank des Schulaufwandsträgers in Form von Pizza-Gutscheinen.

In Rollenspielen zeigten einige Schüler abschließend, wie man oft heikle Situationen mit einfachen Kniffen lösen kann, aber auch richtig einzuschätzen weiß, „wann halte ich mich besser raus“. Denn bei allem Einsatz dürfe man sich nie selbst in Gefahr bringen.

N-Land Siegfried Fuchs
Siegfried Fuchs