Münzinghof: Feuer in der Heizanlage

Brand im Bunker

Die Spuren des Brandes sind am Hackschnitzelbunker deutlich zu sehen, verletzt wurde glücklicherweise niemand. Foto: S. Fuchs2016/07/7288861.jpeg

MÜNZINGHOF  – Bei einem Brand im Hackschnitzellager der Heizanlage am Münzinghof in der Nacht auf Dienstag ist ein Gesamtschaden von zirka 25  000 Euro entstanden. Die Feuerwehren aus Hersbruck, Velden, Vorra und Hormersdorf verhinderten ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude. Verletzt wurde niemand, die Brandermittler der Schwabacher Kripo gehen von einem technischen Defekt als Brandursache aus.

Noch liegt leichter Brandgeruch über dem Ort Münzinghof, doch das Leben der Dorfbewohner hat sich am frühen Vormittag nach einer für alle aufregenden Brandnacht wieder normalisiert. Betreuer und Betreute gehen wieder ihren gewohnten Beschäftigungen in Haus und Werkstatt nach, nur Geschäftsführer Michael Taubmann und zwei Mitbewohner halten Brandwacht am noch leicht rauchenden und übel riechenden Hackschnitzelbunker.

Es war Dienstag kurz vor Mitternacht, als Bewohner des benachbarten Hauses „Sonnenwinkel“ Flammen im Hackschnitzelbunker bemerkten. Die mit dem Schlagwort „Dachstuhlbrand“ alarmierten rund 80 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Velden, Hormersdorf, Vorra und Hersbruck benötigten nur kurze Zeit, um die mehrere Kubikmeter lichterloh brennenden Hackschnitzel zu löschen.

„Wir sahen schon bei der Anfahrt die weithin leuchtenden Flammen“, so ein Feuerwehrmann. Schnell brachten er und seine Kollegen den Brand unter Kontrolle und verhinderten ein Übergreifen der Flammen auf die übrigen Unterstände, die ebenfalls alle voller Holzschnitzel waren. Insgesamt benötigten sie über zwei Stunden, um das Feuer zu löschen. Brandursache war vermutlich eine heiß gelaufene Förderschnecke, an der sich die Hackschnitzel in dem Vorratsbunker entzündeten

Die beiden alarmierten Rettungswagen des BRK Hersbruck sowie des ASB aus Velden sicherten derweil die Löscharbeiten ab. Zur Versorgung der Einsatzkräfte mit Kaltgetränken waren zudem ehrenamtliche Kräfte der Rotkreuz-Bereitschaften Hersbruck und Altdorf sowie Feucht im Einsatz.

Fixe und gute Vorarbeit hatte auch der eigene Löschtrupp der Lebensgemeinschaft Münzinghof geleistet, der von einem Hydranten aus den ersten und erfolgreichen Löschangriff noch vor dem Eintreffen der benachbarten Wehren geführt hatte.

Geschäftsführer Michael Taubmann konnte denn auch vorläufig durchatmen: „Es gab Gottseidank keine Verletzten, unser Löschtrupp hat sich bewährt und wenn der Brand sich nicht über eine Zuführschnecke in Richtung Hackschnitzelheizung fortgesetzt hat, hält sich auch der Schaden in überschaubaren Grenzen.“ Ob letzteres hoffentlich nicht der Fall ist, zeigt sich erst, wenn die heißen und noch leicht kokelnden Hackschnitzel für eine Begutachtung weggeräumt werden können.

N-Land Siegfried Fuchs
Siegfried Fuchs