Neuer Rekord beim Inklusionslauf in Deckersberg

Über 3400 Spendenkilometer

Beim Start gingen die Hände voller Vorfreude hoch, nicht nur die des „Running Angel“ (vorne in Weiß). | Foto: Daniel Decombe2018/06/Start-1.jpg

DECKERSBERG – Professionell organisiert vom Team Running Angel „laufend-gutes-tun“ um Kreisjugendring-Vorsitzende Susanne Singer auf dem und um das Gelände des Jugendfreizeitwerks in Deckersberg, setzte der diesjährige Inklusionslauf bei idealem Wetter neue Maßstäbe. Es gab einen neuen Rekord.

Kinder und Erwachsene mit und ohne Behinderung aus der Metropolregion gaben ihr Bestes für einen erneuten Erfolg bei der dritten Auflage der Benefizveranstaltung, deren Erlös der weiteren barrierefreien Gestaltung des Geländes der Jugendfreizeitstätte Edelweißhütte dienen wird. Bei der moderaten Startgebühr waren drei Kilometer inbegriffen. Für jeden weiteren Kilometer kam ein Euro dazu.

Die offizielle Eröffnung der Veranstaltung durch Susanne Singer fand statt in Anwesenheit von Jens Durst, Vorsitzender des Jugendfreizeitwerks Nürnberger Land, Moderator Philipp Lutz und von Kreisrätin und Behindertenbeauftragter Angelika Feisthammel, die die Grüße des Landrats Armin Kroder überbrachte.

Durch die vielen Nachmeldungen waren sich alle einig, den sechsstündigen Spendenlauf eine Viertelstunde später zu starten. Die Meistbeteiligung verbuchte dank einer Elterninitiative die Laufer Montessori-Schule mit 60 Teilnehmern mit und ohne Behinderung. Für jeden standen nach Belieben zwei Trail-Laufstrecken zur Verfügung: eine 5000 Meter-Schleife um den Deckersberg mit 400 Höhenmetern und eine 500 Meter-Runde im ebenen Gelände.

Einige erfahrene Langstreckenspezialisten liefen sechs Stunden nonstop. Die elektronische Rundenerfassung per Chip meldete bereits 1000 Runden schon anderthalb Stunden nach dem Start. Bis zum Ende der Veranstaltung um 16.15 Uhr wurden insgesamt 1851 Runden gelaufen, davon 1298 auf der 500 Meter-Strecke – das entspricht 649 Kilometern – und 553 Runden auf der 5000 Meter-Strecke. Das macht 2765 Kilometer. Zusammengezählt und bereinigt sind das über 3400 Spendenkilometer.

Bei der Preisverleihung wurden zwölf Pokale verteilt, für je drei Männer und drei Frauen auf der jeweiligen 500- und 5000 Meter-Strecke. Die meisten Kilometer auf der 5000 Meter-Runde erzielte Florian Bachmaier mit 60 Kilometern plus 5,5 Kilometern auf der kleinen Bahn, vor Timo Gottschalk (LG Hersbrucker Alb) mit 60 Kilometern plus drei Kilometern und Franz Friedrich mit 50 Kilometern plus 5,5 Kilometern.

Bei den Damen schloss Jana Meschner mit 50 Kilometern ab vor Uschi Hübner und Susanne Lang aus Simonshofen, beide mit 35 Kilometern. Die meisten Kilometer auf der 500 Meter-Strecke schaffte bei den Herren Jürgen Hofmann mit 37,5 Kilometern vor Norbert Pösch (23,5) und Andreas Köberlein (20).

Bei den Damen waren Claudia Zinner mit 80 Runden, sprich 40 Kilometern, Anita Kopke (16,5 Kilometer) und Sina Herrmann (15) am Fleißigsten. Mit Preisen und großem Applaus belohnt wurden besonders verdiente Schulkinder, nämlich der neunjährige Linus Schmidt und die zwölfjährige Franziska Scharrer, beide aus Hersbruck, die miteinander 30 Kilometer lang ohne Erschöpfung für den guten Zweck durchhielten.

Für die musikalische Unterhaltung sorgten „Die Schmetterlinge“, die integrative Band der Lebenshilfe Nürnberger Land, gefolgt von der Band der Musikinitiative Nürnberger Land und dem Chor der Offenen Behindertenarbeit „Integral“. Kostenlose Mitmach-Angebote wie zum Beispiel Hochseilaktionen an der Jakobsleiter und Eichhörnchensprung, Action-Painting, Baumklettern, Kletterwand der Naturfreundejugend Lauf, die Erste-Hilfe-Station der Wasserwacht-Jugend, die Foto-Box der evangelischen Jugend im Dekanat Altdorf und Lichtgewehr-Biathlon mit der SSG Schönberg sorgten abseits der Laufstrecke für jede Menge Spaß. Viele Angehörige, die als Zuschauer mitkamen, entschlossen sich kurzfristig für eine kleine Laufrunde.

Egal, ob stundenlang rennend oder für 30 Minuten walkend, jeder Kilometer und jeder Teilnehmer zählte. Abgerundet wurde das bunte Programm durch die Tanzauftritte von „Let’z Fetz“ aus Schnaittach und „Moves2fit“ mit Kindern unterschiedlichen Alters aus Lauf, Schnaittach und Simmelsdorf. Auch Profi-Fotograf Norbert Wilhelmi war für Runner’s World dabei. Abschließend bedankte sich Singer bei allen Sponsoren und den Helfern.

N-Land Daniel Decombe
Daniel Decombe