Mehrgenerationenhaus Röthenbach

Treffpunkt für Alt und Jung wird zehn Jahre alt

Die große „Familie“ des Mehrgenerationenhauses in Röthenbach mit ihren Förderern und Unterstützern. | Foto: Jahn2018/06/Jubilaum-Mehrgenerationenhaus-die-geehrten-Ehrenamtlichen24.jpg

RÖTHENBACH — Mit einem fröhlichen und bunten Aktionstag hat das Röthenbacher Mehrgenerationenhaus Nürnberger Land sein zehnjähriges Bestehen gefeiert.

Seit einem Jahrzehnt dient das Mehrgenerationenhaus (MGH) in der Rückersdorfer Straße/Ecke Grabenstraße als Treffpunkt für Jung und Alt. Hier finden zahlreiche Aktivitäten statt, die von den Röthenbacher Bürgern gerne wahrgenommen werden. Viele kamen am Donnerstag, um mit dem Team des MGH zu feiern.

Los ging es bereits am Vormittag. Nachmittags durfte Erster Bürgermeister Klaus Hacker die Geburtstagstorte anschneiden und an die Gäste verteilen. Für Kurzweil sorgte Anja Klinge mit ihrem Hand- und Fußtheater und dem Märchen „Der gestiefelte Kater“.

Zum Jubiläumsabend, der musikalisch von „Art Wood Connection“ gestaltet wurde, war das Mehrgenerationenhaus dann mehr als gut gefüllt mit Ehrengästen, Freunden und ehrenamtlichen Mitarbeitern. Herzlichst begrüßt wurden sie von Mechthild Scholz, seit März 2009 Leiterin des MGH.

Besonders willkommen hieß sie Bettina Urban, die das MGH seit Jahren mit Rat und Tat unterstützt. Grüße gingen an auch Wolfgang Würker, Aufsichtsratsvorsitzender, und Michael Groß, geschäftsführender Vorstand des Caritasverbandes Nürnberger Land, sowie an die ehemalige Vorsitzende der Caritas, Angela Henk. Die Caritas ist Träger des MGH. Auch Günther Steinbauer, Altbürgermeister von Röthenbach, war zum Fest gekommen.

Mechthild Scholz bedankte sich bei den Unterstützern: „Wir feiern heute zehn Jahre MGH, wer hätte das gedacht. Aber wir haben es gemeinsam geschafft, aus diesem zunächst theoretischen Konstrukt etwas zu machen und das Haus mit Leben zu erfüllen.“ In unterschiedlicher Art und Weise hätten alle Anwesenden, darunter auch Vertreterinnen der Schulen und sozialen Einrichtungen, einen Anteil daran.

Besonderer Dank ging an die erste MGH-Leiterin, Sabine Lehmann. Sie habe Ideen aufgegriffen und umsetzte. Auch Landrat Armin Kroder habe sein 2008 gegebenes Versprechen, das MGH zu unterstützen, stets gehalten, so Scholz.

Dass das MGH bis heute besteht und sich Gäste dort wohlfühlen, sei ein besonderer Verdienst der Ehrenamtlichen und vor allem der Mitarbeiter der ersten Stunde, betonte Mechthild Scholz:

Für Rüdiger Baron, Gudrun Bram, Rita Formen, Anneliese Gabel, Birgit Gottschalk, Peter und Heidi Haupt, Irmgard Mahr, Ilse Otte und Hubert Ruttinger gab es als Dankeschön ein „fleißiges Lieschen“.

Wie Erster Bürgermeister Klaus Hacker gratulierte auch Landrat Armin Kroder dem Mehrgenerationenhaus zum runden Geburtstag und wünschte der Einrichtung auch für die Zukunft alles Gute. Gleichfalls Michael Groß, der in seinem Vortrag verdeutlichte, das im Schnitt pro Tag 60 Menschen das MGH besuchen, also rund 15000 pro Jahr.

Gelungene Initiative

Die Entwicklung sei ganz im Sinne der damaligen Familienministerin Ursula von der Leyen verlaufen, die die Mehrgenerationenhäuser ins Leben gerufen hatte, mit dem Ziel, in jedem Landkreis solch ein Haus zu installieren, sagt Groß.

Der Caritasverband im Nürnberger Land e.V. und der damalige Bürgermeister der Stadt Röthenbach, Günther Steinbauer, ergriffen die Chance. „Wir wollten in die Mitte der Gesellschaft reingehen und etwas dafür zu tun, damit sich die Generationen begegnen“.

Im März 2008 konnte das MGH seine Arbeit aufnehmen. Seither lebt das MGH vom Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger. Jeder kann sich einbringen, um seinen Erfahrungsschatz zu teilen, auf andere offen zuzugehen und voneinander zu lernen.

Für viele Röthenbacher ist der Treffpunkt nicht mehr wegzudenken. Es gibt Veranstaltungen, Diavorträge, Diskussionsrunden, Angebote zum Kochen und Wandern sowie Kreatives Gestalten. Bildungsmöglichkeiten wie Hausaufgaben-Betreuung für Grundschulkinder, die aktuelle Pegnitz-Zeitung lesen und Handarbeitsrunden sind hoch geschätzt.

Überdies werden Ausstellungen und Lesungen veranstaltet, PC-Kurse für Senioren, beratende Hilfe sowie allgemeine Soziale Beratung angeboten.

N-Land G. Jahn
G. Jahn