Volleyballer erstmals an der Spitze

SV Schwaig grüßt von Platz eins

Florian Tafelmayer, der hier in der Luft steht, sorgte immer wieder für Glanzpunkte beim nie gefährdeten 3:0 über Mainz. Im Anschluss durfte der SVS erstmals über die Tabellenführung in der Zweiten Bundesliga Süd jubeln. | Foto: Siefker2018/01/Volleyball-SVS-Florian-Tafelmayer-gegen-Mainz.jpg

SCHWAIG — Erstmals in ihrer Geschichte stehen die Volleyballer des SV Schwaig auf dem ersten Tabellenplatz in der zweiten Bundesliga. Der ungefährdete 3:0-Heimsieg (25:18, 25:18, 25:20) gegen die TGM 1861 Mainz-Gonsenheim gelang in nur einer Stunde.

Schwaig wie es singt und lacht. Zum ersten Mal überhaupt steht der SV Schwaig an Tabellenplatz eins in der zweiten Volleyball-Liga Süd. Der Dreikönigstag 2018 geht als Meilenstein in die Vereinsgeschichte ein. Möglich wurde diese Platzierung, weil der bisherige Primus VC Eltmann am Wochenende spielfrei hatte – und weil die Schwaiger mit den Gästen aus Mainz kaum Probleme hatten.

Der 3:0-Erfolg gegen die TGM ging in nur 60 Minuten über die Bühne und fügte sich ein in die Reihe jener Kurzauftritte, die beide Teams – mit abwechselndem Erfolg – einander bieten. Für die 315 Zuschauer in der Gelben Halle war es ein Schmankerl, wenn auch ein recht einseitiges.

Die Gastgeber mit ihrem Headcoach Jozef Janosik waren besser aus der Weihnachtspause gekommen – und erstmals seit langer Verletzungspause auch wieder mit Mittel­blocker und Team-Neuling Christian Starosczik vor heimischem Publikum. Über 8:5, 15:12 und 22:16 zogen sie dem Tabellensiebten schon im ersten Satz davon. Bereits hier zeigte sich eine SVS-Stärke des ganzen Abends: der Doppelblock, undurchdringlich wie eine Wand.

Die gelbblaue Messlatte war hoch gelegt: Die Franken waren als Tabellenzweiter und Favorit angetreten; immerhin lockte die Tabellenführung im spannenden Dreikampf mit Grafing und Eltmann. Und die Gelbblauen – ihnen fehlte nur der erkrankte Libero Tobias Prucker – ließen keine wirklichen Schwächen erkennen.

Dominant bis zum Schluss

Über 13:11 und 18:14 im zweiten sowie über 4:1, 13:7 und 19:14 im letzten Durchgang ließen die Hausherren nie Zweifel am Sieg aufkommen. Dieser gelang auch dank der üblichen Schmettergewalt Michal Dzierwas, der flinken Abwehrorganisation Jonathan Schönhagens und der begeisternden Flughöhen des Kapitäns Florian Tafelmayer, der erster Mann des Tages des SVS im neuen Jahr wurde.

Im ersten Satz noch mutig und im zweiten auch im Block stärker, versuchten die Rheinhessen, dagegenzuhalten, doch die Schwaiger erwiesen sich an diesem Abend als zu dominant. Und dass im Falle anhaltenden Erfolges Glück und Geschick Hand in Hand gehen, bewies ausgerechnet beim Matchball SVS-Zuspieler Laurentio Vinaturo: Er lupfte den zunächst unglücklich angenommenen Ball mit dem Fuß über Netzhöhe. So etwas klappt nur dann, wenn alles gelingt.

Für die Gastgeber entwickelte sich entsprechend souverän und mit klasse Ballwechseln der zehnte Sieg der Saison, der vierte in Serie sowie der vierte hintereinander in eigener Halle. Die Hinserie 2017/18 ist mit diesem 13. Duell abgeschlossen.

Das noch ungewohnte, weil völlig neue Gefühl, als Tabellenführer mit einem Punkt Vorsprung gegenüber dem ebenfalls siegreichen TSV Grafing und dem VC Eltmann in die Woche zu starten, ist ein verdienter Lohn für konsequente Netzarbeit, 31 errungene Punkte und herausragende Spieler. Entsprechend groß war der Jubel nach Spielende.

Am kommenden Samstag, wieder daheim, tritt der SVS nicht nur als Favorit, sondern erstmals als Primus an. Es geht gegen den Tabellenvierten Rüsselsheim. Mit einer Leistung wie am Dreikönigstag winkt dem Tabellenführer der nächste Sieg.

N-Land Pegnitz-Zeitung
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