Fußball Bezirksliga:

SpVgg Hüttenbach holt Derbysieg gegen den SK Lauf

Ein Treffer von Matthias Gruner (links) per Elfmeter war der Schlüssel zum Erfolg der SpVgg Hüttenbach im Derby gegen die Gäste vom SK Lauf. Im Hintergrund Thomas Kreuz, der später das Tot zum 2:0-Endstand erzielte. Foto: M. Langhans2017/08/SpVgg-Huttenbach-SK-Lauf-Gruner.jpg

ERLANGEN/PEGNITZGRUND — Zum Abschluss der ersten Englischen Woche in der Bezirksliga ist der SK Lauf als einzige Pegnitzgrund-Elf punktlos geblieben, nachdem das Derby bei der SpVgg Hüttenbach 0:2 verloren ging. Die Hüttenbacher haben dagegen mit drei Siegen aus drei Spielen einen perfekten Saisonstart hingelegt und stehen so mit an der Tabellenspitze. Überzeugen konnte auch der SV Schwaig, der in einer umkämpften Partie den hochgehandelten FC Kalchreuth mit 3:2 bezwang. Der FC Hersbruck und der ASV Pegnitz trennten sich mit einem 2:2-Unentschieden.

SpVgg Hüttenbach – SK Lauf 2:0 (0:0) — Auch im dritten Spiel innerhalb einer Woche geht die SpVgg Hüttenbach als Sieger vom Platz. In einem ansehnlichen Derby vor rund 300 Zuschauern besiegte die Elf von Trainer Kevin Trauner die Gäste aus der Kreisstadt mit 2:0 und setzt sich damit unter den Top-Teams an der Tabellenspitze fest. Die entscheidende Szene des Spiels fand nach einer knappen Stunde statt. Hüttenbachs Torjäger Matthias Gruner, dem die Spieler aus Lauf besondere Aufmerksamkeit schenkten, war gerade dabei, sich aus dem Strafraum zu bewegen, um in eine günstige Position zu kommen. Dabei trat ihm Laufs Marc Schober unglücklich in die Hacken und Gruner kam zu Fall. Für Schiedsrichter Mahmut Gün war die Situation elfmeterreif. Nach dem Pfiff legte der Gefoulte sich das Leder selbst zurecht und bezwang Enzensberger im Tor der Gäste zur 1:0-Führung (58.).
Bis dahin hatten sich beide Mannschaften neutralisiert. Lauf hatte leichte Feldvorteile; das Geschehen spielte sich überwiegend im Mittelfeld ab, nachdem beide Abwehrreihen konzentriert zu Werke gingen. Die Hüttenbacher setzten einmal mehr auf ihre Kontertaktik und hatten so auch die größte Chance in der ersten Halbzeit zu verbuchen, als Julian Schramm im Eins-gegen-Eins an Torwart Sven Enzensberger scheiterte.
In der zweiten Spielhälfte zeigte sich ein ähnliches Bild, bis eben der Elfmeter die Lage änderte. Mit der Führung im Rücken konnten sich die Gastgeber noch mehr auf ihre Konterstärke verlassen und Lauf musste notgedrungen seine Energie von der stabilen Verteidigung abziehen und mehr nach vorne machen. In der Offensive blieben die Gäste an diesem Tag aber zu harmlos, um dem Hütenbacher Abwehrbollwerk gefährlich werden zu können. Vielmehr hatte bereits erneut Matthias Gruner das 2:0 auf dem Fuß, als er bei einem Konter allein vor Enzensberger auftauchte, sich allerdings den ball ein Stückchen zu weit vorgelegt hatte. Das zweite und entscheidende Tor für die Gastgeber fiel dann aber doch noch, auch wenn es bis kurz vor dem Abpfiff dauern sollte. Thomas Grüner lieferte dabei in der 89. Minute eine perfekt getimte Flanke auf den Kopf von Thomas Kreuz, der nur noch einzunicken brauchte und somit den Derbysieg für die SpVgg Hüttenbach perfekt machte.
Tore: 1:0 (58./FE) M. Gruner; 2:0 (89.) Th. Kreuz. Schiedsrichter: Mahmut Gün. Zuschauer: 300.

SV Schwaig – 1. FC Kalchreuth 3:2 (1:1) — Nach dem Sieg bei der SG Nürnberg Fürth empfing der SV Schwaig mit Kalchreuth einen weiteren sehr starken Gegner, der sich zu Saisonbeginn mit einigen höherklassigen Spielern verstärkt hatte. Bis auf den verletzten Lorenz konnte SVS-Trainer „Alu“ Rahner auf den gleichen Kader bei beim Spiel zuvor setzen. Für Lorenz stand Kern in der Startelf. Die Schwaiger begannen laufstark und ließen den Gästen wenig Raum zum Spielaufbau. Erst nach 20 Minuten die ersten Möglichkeiten für die Gäste, als Torhüter Döllfelder zwei mal klären musste. Zunächst einen Kopfball von Held aus kurzer Distanz und danach gegen Bayerlein, der nach einem schnellen Angriff über rechts schön im Sechzehner frei gespielt wurde. Danach war Schwaig am Zug, als ein Abwehrspieler gerade noch gegen Waldmann retten konnte. Die Führung erzielte dann Weber, nachdem Gästetorhüter Pogner einen Schuss von Waldmann zwar noch abwehrte, der Ball aber vor Weber landete, der aus kurzer Distanz einschoss. Die Freude der Gastgeber währte jedoch nicht lange. Unmittelbar vor der Pause traf Drießlein mit einem platzierten Schuss aus 18 Metern, nachdem er im ersten Anlauf noch einen Schwaiger angeschossen hatte.
Die zweite Hälfte war hart umkämpft. Die Gäste machten Druck und es wurde hektischer, zunächst jedoch ohne weitere Torchancen. Die erste hatte dann Gästestürmer Bayerlein mit einem Kopfball nach einer Ecke nach über 70 Minuten. Nach einem Torwartfehler gingen die Kalchreuther durch Nerreter in Führung. Doch Schwaig antwortete beeindruckend und drehte das Spiel noch durch Weber und von Vopelius. Weber lief nach Kopfballverlängerung durch von Vopelius allein durch und vollendete; von Vopelius selbst schloss dann nach einem Abwehrfehler überlegt ab.
Tore: 1:0 Weber (38.), 1:1 Drießlein (45.), 1:2 Nerreter (72.), 2:2 Weber (74.), 3:2 von Vopelius (84.), Schiedsrichter: Felix Böck, Zuschauer: 150.

ASV Pegnitz – 1.FC Hersbruck 2:2 (1:0) — Im dritten Auswärtsspiel führte der Weg zum bis dahin noch sieglosen Landesligaabsteiger aus Pegnitz. Nach einigen Minuten des gegenseitigen Abtastens übernahmen die Hersbrucker eindrucksvoll das Kommando über das Geschehen. Spielerisch und läuferisch hatte die Heimelf dem nur wenig entgegenzusetzen. Aber das Spiel des Clubs hatte an diesem Samstagnachmittag ein großes Manko zu verzeichnen. Die Erhardt-Schützlinge ließen eine Vielzahl von allerbesten Tormöglichkeiten ungenutzt. Dann kam was kommen musste. Bei einer der wenigen Kontermöglichkeiten zeigte ASV-Kapitän Podgur seine Vollstreckerqualitäten und brachte sein Team aus heiterem Himmel in Führung. Mit dieser Führung zum Seitenwechsel war der Spielverlauf quasi auf den Kopf gestellt. Dies hatten die Schwarz-Weißen sich aber selbst zuzuschreiben.
Die Clubelf scheint aber inzwischen gefestigt genug, um sich von solchen Nackenschlägen nicht mehr aus der Bahn werfen zu lassen. Dennoch blieb die Anfangsphase im zweiten Abschnitt zunächst arm an Höhepunkten und Pegnitz konnte sich vorübergehend aus der Umklammerung befreien. Nach einer Stunde rollte aber wieder Angriff um Angriff Richtung ASV-Tor. Es war dann letztlich Ascher, der den Bann brechen konnte. Sein Schuss aus der Drehung wurde noch leicht abgefälscht und brachte den längst fälligen Ausgleich. Die Freude darüber währte aber nur kurz. Podgur hatte die Möglichkeit zum prompten Gegenschlag verzog aber deutlich. Nach einem leichtsinnigen Ballverlust im Spielaufbau des FC nutzte Gräf den Freiraum auf dem linken Flügel und bediente seinen Goalgetter im Sturmzentrum, der dieses Mal abgeklärt vollstreckte und die herausragende Bedeutung für seine Mannschaft unter Beweis stellte. Wieder drohte Hersbruck am Ende mit leeren Händen dazustehen. Aber erneut gelang es sich hochkarätige Chancen zu erspielen. Letztlich war es aber ein Foulelfmeter von Günther der den erneuten Ausgleich brachte.
Bis in die Nachspielzeit war man bestrebt den Siegtreffer zu erzielen, scheiterte aber wie schon so oft zuvor in dieser Partie.
Nach dieser Englischen (Auswärts)-Woche bleibt aber vom FC Hersbruck ein positiver Gesamteindruck, der sich auch auf dem Punktekonto widerspiegelt.
Tore: 1:0 (41.) Podgur, 1:1 (70.) Ascher, 2:1 (76.) Podgur, 2:2 (82./FE) Günther. Schiedsrichter: David Wagner (TSV Kirchehrenbach). Zuschauer: 140.

N-Land Pegnitz-Zeitung
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