Geplante Sanierung vorgezogen

Speikern von der B14 aus nicht mehr erreichbar

Blick auf die B14-Baustelle von der Abzweigung nach Speikern aus (rechts geht es Richtung Lauf): Laster um Laster wird Schotter für den neuen Unterbau herangeschafft, Planierraupen und Bagger verteilen das Material, Rüttler und Walzen verdichten es. Noch Ende des Jahres sollen hier wieder Autos rollen. | Foto: Fischer2017/11/b14-baustelle-speikern-totale-1.jpg

SPEIKERN — Die Arbeiten am Ausbau der B14-Kreuzung bei Ottensoos und Speikern kommen besser voran als gedacht: So zügig sogar, dass Baumaßnahmen, die für 2018 geplant waren, noch heuer durchgeführt werden können. Mit dem Ergebnis, dass Speikern in den nächsten vier Wochen mit dem Auto überhaupt nicht mehr von der B 14 aus erreicht werden kann und umgekehrt. Das heißt, auch die aktuelle Umleitung über das Gewerbegebiet Bräunleinsberg ist nicht mehr möglich, weil die Staatsstraße 2236 zwischen Speikern und dem Industriegebiet im Bereich der Bahnunterführung ab Montag bis Anfang Dezember gesperrt wird.

Die Sanierung des Straßenabschnittes von der Seeäckerstraße (Abzweigung zum Aldi) bis zum Ortsbeginn von Speikern war im Zuge des B14-Ausbaues für nächstes Jahr sowieso geplant. Der Vorteil der vorgezogenen Sanierung ist nun, dass die bisherigen Beschränkungen im Bereich der B14-Einmündung und am Gewerbegebiet kurzfristig erweitert werden können und die ganze Baustelle 2018 nicht noch einmal neu eingerichtet werden muss, so das Straßenbauamt. Dieses verspricht sich und den Autofahrern dafür für 2018 Vorteile in der Baudurchführung und weniger Beeinträchtigungen im nächsten Jahr.

Die Abzweigung von der B14 Richtung Speikern ist seit Wochen eine Großbaustelle, die Staatsstraße bis zum Gewerbegebiet Einmündung Seeäckerstraße nur noch ein breiter nicht befahrbarer Schotterweg. Hier entsteht aktuell ein Teil des erforderlichen Linksabbiegerstreifens in das Gewerbegebiet. Der Umleitungsverkehr läuft derzeit deshalb durch das Gewerbegebiet und bindet so die B14 mit der Ortschaft Speikern an. Weil man nun schneller als gedacht vorankam, soll in den nächsten Wochen diese Linksabbiegerspur bereits 2017 vollständig errichtet und unter Verkehr genommen werden. Gleichzeitig wird die teils sehr schadhafte Staatsstraße 2236 bis zur Einmündung der Sandgrube südlich von Speikern saniert, weshalb auch hier 2018 nicht mehr gesperrt werden muss.

Die neue Umleitung, die ab Montag, 6. November, in Kraft ist, hat es aber in sich. Speikern ist dann von der B14 aus nur noch über die Kreuzung Faunberg (Autobahnausfahrt Lauf Nord) und Neunkirchen erreichbar. Und natürlich weiter über Rollhofen aus Richtung Schnaittach. Auch in die Gegenrichtung erfolgt die Umleitung von Speikern über Neunkirchen zur Bundesstraße.

Ab Montag, 6. November, ist auch die Umleitung von der B14 aus über das Gewerbegebiet Bräunleinsberg nach Speikern nicht mehr möglich. Die Straße Richtung Speikern wird saniert und bis 1. Dezember bis zum Ortseingang gesperrt. | Foto: Fischer2017/11/strasse-speikern-b-14-stopp-baustelle.jpg

Das Gewerbegebiet in Speikern selbst, im Umgriff der Sandgrube und der Industriestraße, kann so für die nächsten vier Wochen auch nur über die Ortsmitte von Speikern und von Neunkirchen aus angefahren werden. Wichtig für Lkw-Fahrer: die Straße zwischen Rollhofen und Schnaittach ist auch weiterhin für Schwerverkehr gesperrt.

Umgekehrt ist das Gewerbegebiet Bräunleinsberg mit seinen zahlreichen Einkaufs- und Dienstleitungsunternehmen ab Montag nur noch direkt von der B14 aus, aber nicht mehr von Speikern aus, zu erreichen.

Derweil laufen die Arbeiten an der künftigen B14 selbst auf Hochtouren. Im Bereich der Abzweigung nach Speikern ist schon der Beginn der Rampe erkennbar, die künftig auf die Brücke über dem zentralen Kreisverkehr führen wird. Über diesen werden später Ottensoos, das Gewerbegebiet Bräunleinsberg und Speikern an die Bundesstraße angebunden. Gut voran kommen auch die Arbeiten weiter Richtung Lauf. An der neuen Brücke über die Schnaittach stehen bereits die Widerlager und vor den Faunwerken (heute Tadano) wird am breiteren Röthenbachdurchlass aus Richtung Neunkirchen gearbeitet. Breiter deshalb, weil die Bundesstraße ja von Ottensoons bis zum Autobahnanschluss auf drei Fahrspuren (zwei Richtung Lauf) verbreitert wird.

N-Land Clemens Fischer
Clemens Fischer