Fußball Bezirksliga:

SK Lauf war statt Spielverderber der erste Gratulant

Dicke Luft vor dem Hüttenbacher Tor. Am Ende kassierte die SpVgg beim Gastspiel in Stadeln fünf Gegentreffer.Foto: Zink2018/04/20180428_stadeln_huettenbach_juera_0008.jpg

ERLANGEN/PEGNITZGRUND (lf) — In der Bezirksliga Nord muss Hersbruck eine empfindliche Niederlage gegen Zirndorf hinnehmen. Der FC bleibt damit zwar auf dem zweiten Platz, verpasst es aber sich abzusetzen. Deutlich verloren auch der SV Schwaig, Lauf und Hüttenbach ihre Spiele. Durch den 3:0-Sieg des FC Herzogenaurach über den Sportklub Lauf machen sich die „Pumas“ vorzeitig zum Meister.

ASV Fürth – SV Schwaig 3:0 (2:0) – Der ASV Fürth schlägt den SV Schwaig mit 3:0 und verabschiedet sich endgültig aus dem Abstiegskampf. Gleich nach fünf Minuten gerieten die Gäste in Rückstand. Mangelnde Zuordnung bei einem Eckball erlaubte es Copier frei zum Kopfball hochzusteigen. Lorenz klärte den Ball, Schiedsrichter Kleemann entschied nach Rücksprache mit seinem Linienrichter jedoch, dass die Rettungstat hinter der Linie war. Spielerisch blieb anschließend auf beiden Seiten Luft nach oben. Der ASV war hierbei mit seinen langen Bällen noch die gefährlichere Mannschaft. Schwaigs Versuche aus der Distanz durck Rammstöck und Dünfelder brachten wenig Gefahr. Das 2:0 war das Ergebnis eines starken Spielzugs. Über die rechte Seite hinterlief Fürths Außenbahnspieler und bediente von der Grundlinie aus den in der Mitte lauernden Pfortner.
Nach dem Seitenwechsel stellte Schwaig auf Dreierkette um und schaffte es etwas mehr Druck zu machen. Der Anschluss sollte jedoch nicht fallen, stattdessen entschied Fürth das Spiel in der 63. Minute durch Geissler. Aus 16 Metern zog Fürhts Top-Stürmer ab und der Siegtreffer landete im unteren Toreck.
Tore: 1:0 (5.) Copier; 2:0 (36.) Pfortner; 3:0 (63.) Geissler SR: Kleemann Zuschauer: 150.

FC Herzogenaurach -SK Lauf 3:0 (2:0) — Von Anfang an entwickelte sich eine temporeiche Partie. Beiden Mannschaften war die Bedeutung des Spiel bewusst und mit einem Auge schaute man auf das Ergebnis in Zirndorf, wo der 1. FC Hersbruck als Tabellenzweiter spielte, denn Herzogenaurach konnte mit einem Sieg über Lauf bereits vorzeitig die Meisterschaft feiern. Lauf war anfangs am Drücker und Herzogenaurach wurde immer wieder über die Außenbahnen brandgefährlich. In der Anfangsviertelstunde standen immer wieder die Torhüter beider Mannschaften im Mittelpunkt. In der 16. Minute war es dann soweit und es fiel die Führung für die Heim­elf. Nach einer kurzen Ecke flankte Rockwell in den 16er und der Ball rutschte durch die gesamte Spielerttraube ins Tor. Es ging rasant weiter mit Chancen auf beiden Seiten. In der 16. Minute dann das Highlight des Spiels, Rockwell bediente Staniszewski, der per Seitfallzieher aus 18 m den Ball unhaltbar ins Tor beförderte. So ging es mit für den SKL mit einem 0:2-Rückstand in die Pause.
Lauf wollte in der zweiten Hälfte die drohende Niederlage verhindern und drängte die Heimelf in deren eigene Hälfte. Dadurch wurde Herzogenaurach durch Konter gefährlich. Den Gästen aus Lauf fehlte es aber an der Genauigkeit und dem entscheidenden Pass. In Minute 70 geriet Lauf dann auch noch in Unterzahl, da Schober wegen Meckerns mit gelb/rot vom Platz gestellt wurde. Selbst in Unterzahl versuchte Lauf noch offensiv zu agieren, doch ein Tor sollte ihnen nicht gelingen. In der 80. Minute konnte die Heimelf dann einen Konter ausspielen und Ronneburg erhöhte zum 3:0-Endstand. In einem hochklassigen Spiel gewann letztendlich verdient die effektivere Mannschaft und Herzogenaurach konnte somit drei Spieltage vor Rundenschluss die Meisterschaft und damit den Aufstieg in die Landesliga feiern. Am Dienstag, 1. Mai um 17.30 Uhr treffen beide Mannschaften im Kreispokal-Endspiel schon wieder aufeinander und Lauf bekommt damit schnell die Chance, sich für diese Niederlage zu revanchieren.
Tore: 1:0 (16.) Rockwell, 2:0 (39.) Staniszewski, 3:0 (80.) Ronneburg. Gelb/Rote Karte: 70. Schober (SKL) wegen Meckern. SR: Christoph Stühler. Zuschauer: 150.

FSV Stadeln – SpVgg Hüttenbach 5:2 (1:1) — Aufgrund Verletzungssorgen musste die SpVgg quasi mit dem letzten Aufgebot beim FSV Stadeln antreten. Das Team aus dem Oberland zeigte dabei eine vor allem kämpferisch überzeugende Leistung, musste sich am Ende aber dennoch deutlich geschlagen geben. Gegen die variabel aufspielende FSV-Offensive musste die Hintermannschaft der SpVgg Schwerstarbeit verrichten, tat dies aber größtenteils ansprechend. Auf der anderen Seite gelang es den Gästen allerdings auch, bei Kontern immer wieder Nadelstiche zu setzen. Bereits der erste Entlastungsangriff brachte gleich deren Führung (8.). Nach einer sehenswerten Kombination über Lingansch und Matthias Gruner legte Letzterer auf Kreuz quer, der keine Mühe mehr hatte, den Ball im Tor unterzubringen. In der Folge rückte immer wieder Hüttenbachs Schlussmann Scherrbacher in den Mittelpunkt, der einen Schuss von T. Reischl mit den Fingerspitzen über den Querbalken lenkte (20.) und auch gegen Strobel im Eins-gegen-Eins Sieger blieb (26.). Aber auch bei der SpVgg blieb die Offensive nicht verwaist. So setzte Elterlein eine Hereingabe von M. Gruner knapp neben das Gehäuse (30.), anschließend scheiterte Hüttenbachs Goalgetter selbst an FSV-Schlussmann Krieger (38.). Kurz vor dem Pausenpfiff hatte die SpVgg zunächst Glück, als Strobel durchgebrochen war, sein Heber jedoch neben dem Tor landete (41.). Pech hatten die Gäste wenig später, als der Heimelf ein umstrittener Handelfmeter zugesprochen wurde, den T. Reischl zum Ausgleich verwandelte (45.).
Die SpVgg kam im Vergleich zur den Gastgebern besser aus der Kabine und erzielte durch M. Gruner nach einem herrlichen Sololauf die erneute Führung (48.). Anschließend hätten die Gäste eigentlich ihren dritten Treffer markieren müssen, als J. Schramm alleine auf Torhüter Krieger zulief, der Querpass auf den mitgelaufenen M. Gruner fiel aber zu schwach aus, so dass der FSV-Schlussmann den Ball noch aufnehmen konnte (55.). Diese Nachlässigkeit wurde durch den FSV in Person von Bauer prompt bestraft, der einen Freistoß direkt verwandelte (59.). Und einige Minuten später dreht die Heimelf schließlich die Partie, als Strobel eine Vorlage von S. Reischl verwertete (66.). Die SpVgg gab sich zwar noch nicht geschlagen, konnte allerdings nicht mehr die notwendigen Akzente setzen, um das FSV-Gehäuse nochmals ernsthaft in Gefahr zu bringen. Als man in der Schlussphase den Defensivverbund immer mehr lockerte, fing man sich bei Kontern noch zwei weitere Gegentreffer durch Walthier (85.) und nochmals Strobel (89.).
Tore: 0:1 (8.) Kreuz, 1:1 (45.) Reischl, 1:2 (48.) M. Gruner, 2:2 (59.) Bauer, 3:2 (66.) Strobel, 4:2 (85.) Walthier, 5:2 (89.) Strobel. SR: Kenny Abieba. Zuschauer: 220.

N-Land Pegnitz-Zeitung
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