Antrag an Gemeinderat Simmelsdorf

Greger legt Mandat nieder

Timo Greger hat den Simmelsdorfer Gemeinderat gebeten, ihn von seinem Mandat zu entbinden. | Foto: Privat2018/05/Timo-Greger-Simmelsdorf-Niederlegung-Gemeinderatsmandat-1.jpg

SIMMELSDORF — Timo Greger, Fraktions- und Ortsvorsitzender der CSU Simmelsdorf, will nach vier Jahren sein Mandat als Gemeinderat niederlegen. In seinem Antrag an das Gremium nennt er berufliche Gründe für diesen Schritt.

Die Entscheidung sei ihm nicht leicht gefallen, schreibt Greger auf Facebook. Doch sei er „nach reiflichem Überlegen“ zu dem Schluss gekommen, dass er seiner Verantwortung wegen seiner „veränderten beruflichen sowie persönlichen Situation nicht mehr in einer vor den Bürgern verantwortbaren Art und Weise“ nachkommen könne.

Anstellung in München

Nach dem Abschluss seines Diplom-Studiums der Politologie an der LMU München habe er die Chance, eine Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni anzutreten. „Diese Tätigkeit ist allerdings mit einem enormen zeitlichen Aufwand und einer deutlich größeren – sowohl kurz- als auch mittelfristigen – Bereitschaft zur Mobilität verbunden“, erklärt er. „Ein Gemeinderatsmandat lässt sich nicht aus dem Büro in München ausfüllen.“ Bereits 2017 sei es ihm aufgrund seiner Diplomprüfungen nicht möglich gewesen, regelmäßig an den Sitzungen teilzunehmen.

Mit der Niederlegung des Mandats würde Greger auch den Vorsitz der CSU-Fraktion abgeben. Er wolle aber weiter im CSU-Ortsverband und der Jungen Union aktiv bleiben.

Dank an Wähler und Kollegen

Greger bedankt sich auf Facebook „für das große Vertrauen“, das ihm von den Bürgern entgegengebracht worden sei, als sie ihn 2014 überraschend in das Gremium wählten. Er bedankt sich auch bei seinen Gemeinderatskollegen „für das kollegiale Miteinander, den persönlich entgegengebrachten Respekt und die weitestgehend sachlich ausgetragenen Debatten“.

„Ich habe in den vergangenen vier Jahren stetig versucht, die Simmelsdorfer Politik auch immer ein Stück weit zu hinterfragen und nicht lediglich den einfachen, harmonischen Weg zu wählen, sondern den richtigen, auch wenn ich damit streckenweise vollkommen allein war“, schreibt Greger.

Ob sein Antrag angenommen wird, muss der Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung im Juni entscheiden. Nachrücker für die CSU wäre laut dem Listenergebnis der Wahl 2014 Markus Feder.

N-Land Tina Braun
Tina Braun