Aufakt des Jubiläumsjahrs

Diepoltsdorf feiert seinen 700. Geburtstag

Der frisch renovierte Dorfbackofen (links) ist der ganze Stolz des Vereins „Unser Diepoltsdorf“. Vorsitzender Jochen Gribl stellte dort am Donnerstagabend die Planungen für das Jubeljahr 2019 vor. | Foto: Beck2019/01/700-Jahre-Diepoltsdorf-3.01.19-Beck.jpg

DIEPOLTSDORF — In Diepoltsdorf haben die Feierlichkeiten zum 700. Geburtstag des Orts begonnen. Rund 80 Menschen trotzten am Donnerstagabend der Eiseskälte und erschienen zur Eröffnungsfeier. Sie war die erste einer Reihe von Veranstaltungen zum jahrhundertelangen Bestehen des Dorfs.

Am frisch renovierten Dorfbackofen versammelte sich das Diepoltsdorfer Publikum und lauschte den Worten von Jochen Gribl, dem Vorstandsvorsitzenden des Vereins „Unser Diepoltsdorf e.V.“. Der Verein wurde 2017 gegründet, um das Gedenken an das 700-jährige Bestehen in Form mehrerer Feste in den kommenden Monaten zu organisieren.

Bei Minustemperaturen enthüllte Gribl zwei Gedenktafeln. Auf einer Tafel sind alle Helfer, die an der Reperatur des Backofens beteiligt waren, aufgelistet. Die andere zeigt das Logo von „Unser Diepoltsdorf e.V.“ in Form einer gezeichneten Kulisse in Schwarzweiß mit dem Diepoltsdorfer Kirchturm im Zentrum. Gribl lud die Dorfbewohner ein, den Backofen zu benutzen. Er sei für die öffentliche Verwendung bestimmt.

Nach einem gemeinsamen Eröffnungsständchen der Männer-Gesangvereine von Simmelsdorf und Hüttenbach verlagerte sich das Geschehen in den alten Schulsaal. Mithilfe von Glühwein und Fingerfood, von den Vereinsmitgliedern verteilt, konnten sich die frierenden Gäste wieder aufwärmen. Der Schulsaal war im Laufe der Veranstaltung mit rund 80 Besuchern gut gefüllt.

Tapfere Menschen

Ihnen erklärte Bürgermeister Perry Gumann die Bedeutung des Vornamens Diepolt. Der Name sei germanischen Ursprungs und beschreibe einen Mann, der eine Gruppe von tapferen Menschen anführt. Mit dem Satz „Gewisse Dinge haben sich eben bis heute erhalten“ kommentierte Gumann diese Bedeutung. Er lobte das lange Bestehen Diepoltsdorfs als stolze Leistung der Gründer und Einwohner.

Der Beweis, dass das Dorf mit aktuell 301 Einwohnern mindestens 700 Jahre besteht, liefert eine Urkunde aus dem Jahr 1319. Diese ist jetzt im Bestand des Nürnberger Stadtarchivs. Damals vererbte Mechthild Haller ihren Hof aus Diepoltsdorf an die Nürnberger Klöster St. Clara und St. Katharina. Die tatsächliche Gründung des Ortes ist also wahrscheinlich schon um Einiges länger her.

Einen Überblick über die Geschichte Diepoltsdorfs erhielten die Gäste von Vereinsmitglied Sebastian Jukl. Der präsentierte als Nürnberger Ratsherr Adalbert Lohe in mittelalterichem Rock und Federhut, die wichtigsten Geschehnisse der Dorfhistorie.

Am 11. Mai 2019 setzt ein Festabend vor dem alten Schulhaus die Veranstaltungsreihe fort.

N-Land Andrea Beck
Andrea Beck