Lösung für Starkregen-Problem in Ochenbruck

Wasser kann jetzt versickern

Nach der Abnahme des Bauwerks: (v.l.) Simon Hähnlein von der Firma Carl Heuchel, stellvertretender KZV-Vorsitzender und Schwarzenbrucker Bürgermeister Bernd Ernstberger, KZV-Chef Heinz Meyer, Horst Wagner vom KZV, Dr. Volker Schaardt, sowie Erich Wagner und Angelika Schramm, ebenfalls Mitarbeiter im Kanalzweckverband. | Foto: Blinten2017/03/Versickerungsbecken.jpg

OCHENBRUCK – Perfekte Lösung für die Starkregen-Probleme im Ochenbrucker Industriegebiet: Mit dem Bau eines Versickerungsbeckens am Waldrand hinter dem Haus Nummer 8 in der Werner-von-Siemens Straße werden Anwohner nun vor Hochwasser geschützt.

In der Vergangenheit flossen hier regelmäßig Keller voll, wenn es stark regnete. Die Kanalisation war bei Starkregen überlastet. Richtig schlimm sah es letztmals im Juli vergangenen Jahres aus, als die Werner-von-Siemens-Straße überschwemmt war und das Wasser in die dortigen Anwesen lief.

Abhilfe musste dringend geschaffen werden. In der Vergangenheit hatte man beim Kanalisations-Zweckverband Schwarzachgruppe (KZV) überlegt, einen Oberflächenkanal durch das Gelände des Schwarzenbrucker Bauhofs bis zum Mühlbach zu bauen. Weil diese Lösung aber über eine Million Euro gekostet hätte, suchten die Verantwortlichen nach einer Alternative. Die fand sich in der Planung eines Versickerungsbeckens. Ein kurzer Kanal von der Werner-von-Siemens-Straße leitet bei Starkregen das Wasser in dieses Becken. Die Lösung ist nicht nur ökologischer als die Zuleitung zum Mühlbach, sie ist auch sehr viel kostengünstiger. Kalkuliert hatten die Planer zunächst mit Kosten von rund 300.000 Euro, am Ende kostet die Anlage des Beckens den Kanalzweckverband 230.000 Euro.

Wald gerodet

Für den Bau des 2000 Quadratmeter großen Beckens musste der KZV ein Waldgrundstück erwerben und roden, bei Lindelburg wird es dafür eine Ersatzaufforstung geben. Rund 3000 Kubikmeter Erdreich wurden für den Beckenbau ausgebaggert.

Im Anschluss an die Abnahme des Bauwerks in Ochenbruck lobte der KZV-Vorsitzende Heinz Meyer die gute Arbeit der ausführenden Baufirma Carl Heuchel aus Nördlingen, mit der der Zweckverband bereits bei einem Bau in Ezelsdorf gute Erfahrungen gemacht hatte, außerdem die Leistung des Planers Dr. Volker Schaardt.

Im Herbst 2016 begannen die Arbeiten, die Fertigstellung erfolgte vor wenigen Tagen. Jetzt muss nur noch die Bepflanzung auf den Böschungen des Versickerungsbeckens anwachsen. Hier hat man Gras ausgesät. In drei Monaten werden die Beckenwände dann grün sein. Weil der Zufluss bis dahin verschlossen bleibt, hoffen jetzt alle, dass es innerhalb des nächsten Vierteljahrs keinen starken Regen geben wird.

N-Land Alex Blinten
Alex Blinten