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Spiel der Woche

Neustart im Moor

Tausendsassa beim Zweikampf. Sebastian Meier (r.) hat als Abteilungsleiter bei den Ochis Verantwortung übernommen, soll im defensiven Mittelfeld den Taktgeber spielen und ist weiterhin als Torschütze gefragt. | Foto: kk2017/10/DSC_5685.jpg

OCHENBRUCK – Was ist eigentlich derzeit im Moor los? Nach dem neuerlichen Absturz ist es ruhig geworden um den Traditionsverein TSV Ochenbruck. Über Jahre waren die Ochis fester Bestandteil des Kreisoberhaus-Ensembles und wären in der Saison 2014/2015 sogar beinahe in die Bezirksliga aufgestiegen. Danach folgte aber ein schleichender Abstieg, der jetzt vorläufig in der A-Klasse Nord West endete. Dort basteln die neuformierten Mannen von Trainer Alber Yelegen nun an einem Neustart, der ihnen, nach anfänglichen Schwierigkeiten, langsam auch wirklich zu gelingen scheint.

Aller Anfang ist schwer, auch in der A-Klasse. Bis sich diese Erkenntnis bei den Ochis durchgesetzt hatte, dauerte es jedoch ein ganze Weile. Mit zwei Remis und einer Niederlage startete der Absteiger durchwachsen in die neue Saison und für Ochenbrucks spielenden Abteilungsleiter Sebastian Meier, war das keine Überraschung. Denn zum einen erlebte die Mannschaft nach dem zweiten Abstieg in Folge eine personelle Umwälzung, gleich acht Stammspieler verließen den Verein, und der Rest musste sich erst an die neue Situation gewöhnen. Meier erklärt, dass manch Spieler mit dem Kopf immer noch in der Kreisliga zuhause war und die A-Klasse anfänglich deshalb vielleicht etwas zu locker nahm. Dabei war diese Einstellung schon letzte Saison in der Kreisklasse das Hauptproblem der Truppe. Meier: „Von uns hat keiner mit diesem Abstieg gerechnet. Aber er war völlig verdient, denn wer die Sache zu locker nimmt, braucht sich am Ende auch nicht zu wundern.“

Umstellung bringt Erfolg

Mit Spielertrainer Alber Yelegen, der am Ende der abgelaufenen Spielzeit für Georg Beck übernahm, das Ruder aber nicht mehr herumreißen konnte, „herrscht nun ein ganz anderer Zug bei uns im Training“, erklärt Meier. Über viele Einzelgespräche habe Yelegen Zugang zur Mannschaft gefunden, was sich mittlerweile auch in den Ergebnissen widerspiegelt. Nach einem erneuten Remis in Wolkersdorf, Mitte September, starteten die Ochis eine Serie mit drei Siegen in Folge, die womöglich auch mit einer Verschiebung innerhalb der Mannschaft zusammenhängt. Denn seitdem Sebastian Meier, jahrelang der unumstrittene Sturmführer bei den Ochis, von Yelegen ins defensive Mittelfeld versetzt wurde, trifft der 31-Jährige wieder und gleichzeitig hat sein Team auch nicht mehr verloren.

„Bei Standards muss ich eh immer nach vorne“

Meier selbst hat sich mit der Umstellung schnell angefreundet. „Auf der Sechser-Position muss ich mich jetzt zwar mehr bewegen, aber ich darf meinen Offensiv-Drang trotzdem weiter ausleben. Und bei Standards muss ich ja eh immer mit nach vorne“, lacht das Ochenbrucker Kopfball-Ungeheuer. 

Mal schauen, ob sich das auch schon bis zum nächsten Gegner der Ochis, der SG Mühlhof/Schwabach, herumgesprochen hat.

Das Spiel der Ochenbrucker wurde zwischenzeitlich abgesagt, die SG Mühlhof/Schwabach kann nicht antreten.

N-Land Krischan Kaufmann
Krischan Kaufmann