Raiba-Weihnachten

Einweihung in Schwarzenbruck

Mehrzweckhalle heißt jetzt Albrecht-Frister-Halle

Endlich fertig! Bürgermeister Bernd Ernstberger begrüßte zur Einweihung der Albrecht-Frister-Sporthalle viele Gäste aus Politik und öffentlichem Leben, Schwarzenbrucker Bürger und Nachbarn der Halle.2017/11/Sporthalle-1.jpg

SCHWARZENBRUCK – Das hätte sich Altbürgermeister Albrecht Frister 1982 sicher nicht träumen lassen, als er zusammen mit vielen Gästen die neue Mehrzweckhalle in Schwarzenbruck einweihte: 35 Jahre später steht er nun in dieser jetzt komplett sanierten Halle und ist zu Tränen gerührt. Bernd Ernstberger hat anlässlich der Einweihung des sanierten Bauwerks öffentlich gemacht, was nur ein kleinerer Kreis Eingeweihter seit einiger Zeit bereits wusste – die Schwarzenbrucker Mehrzweckhalle heißt ab sofort Albrecht-Frister-Sporthalle.

Die Gemeinde würdigt damit Fristers verdienstvolle Arbeit für die Gemeinde Schwarzenbruck. Der erinnert sich gern an die 35 Jahre zurückliegende Eröffnungsfeier, die man damals im Sommer beging, mit zwei Sauen vom Grill, Bier und sehr vielen Gästen. „Danke für die hohe Ehre“, wandte sich der Altbürgermeister an Ernstberger und die Festgäste und lobte die sanierte Halle. Zuvor war er aus der Kur in Bayreuth eigens zur Veranstaltung angereist, als Überraschungsgast sozusagen. Was die Schwarzenbrucker aber mit ihm vorhatten, darüber ließen sie ihn im Unklaren, so dass am Ende die Überraschung für den Überraschungsgast gelang.

Gelungene Überraschung

Mit dabei vor 35 Jahren bei der Hallen-Eröffnung war auch der stellvertretende Landrat Norbert Reh, damals als geschäftsleitender Beamter der Gemeinde und als Verantwortlicher des TSV Ochenbruck. Reh sprach anlässlich der Halleneinweihung von einem „Freudentag für Schwarzenbruck“ und ging kurz auf den im Zuge der Bauarbeiten entstandenen Wasserschaden in der Kegelbahn im November 2016 ein. Dieser Schaden hat sich im Nachhinein als Glücksfall erwiesen, ist sich Reh sicher.

Zu Tränen gerührt war Altbürgermeister Albrecht Frister (rechts), als er von Bernd Ernstberger (links) von der Benennung der Sporthalle erfuhr. | Foto: Blinten2017/11/Sporthalle1-1.jpg

Die Konsequenz daraus war der komplette Neubau der Kegelbahn, die heute zu den modernsten Anlagen Bayerns zählt, außerdem die Neugestaltung des Jugendraums. Die Arbeiten schlugen zwar mit über 300.000 Euro zusätzlich zu den Gesamtbaukosten zu Buche und werden auch im Falle der Kegelbahn nicht bezuschusst. Trotzdem sind die Verantwortlichen im Rathaus und beim TSV Ochenbruck froh über die Investitionen.

Lange Vorgeschichte

Bürgermeister Bernd Ernstberger und seine Verwaltung sind in der Vergangenheit immer wieder heftig kritisiert worden, dass die Arbeiten in der Sporthalle nicht so schnell vorangingen wie geplant. Bei der jetzigen Einweihung ging der Rathauschef deshalb auf die Vorgeschichte ein, die bereits 2011 einsetzt, als der örtliche Architekt Pfaff im Gemeinderat Pläne für eine Generalsanierung der Halle präsentierte. Weil die Kosten schon damals mit über vier Millionen angesetzt waren, schreckte der Gemeinderat davor zurück.

Die Kegelbahn im Untergeschoss der Albrecht-Frister-Halle ist nach der Sanierung eine der modernsten Anlagen in ganz Bayern. | Foto: Blinten2017/11/Sporthalle2.jpg

Dass aber an der Halle etwas geschehen musste, war allen klar. Die Böden waren schadhaft, das Dach undicht. Deshalb beschloss der Gemeinderat, etappenweise vorzugehen, zunächst das Dach zu sanieren, dann den Hallenboden und dann die Heizung. Den Auftrag erhielt der erfahrene Neumarkter Architekt Theo Nutz, der für die alte Mehrzweckhalle eine neue Dachkonstruktion konzipierte und seine überarbeitete Planung 2015 im Gemeinderat vorstellte. Das Gremium fasste dann den Beschluss, 2016 mit den Bauarbeiten zu beginnen und eine Projektgruppe Mehrzweckhalle ins Leben zu rufen.

Blockheizkraftwerk gebaut

Noch 2015 beschloss der Gemeinderat auch den Bau eines Blockheizkraftwerks für die Halle. Der Wasserschaden in der Kegelbahn vor einem Jahr behinderte dann das Fortkommen der Arbeiten, führte aber dazu, dass die Gemeinderäte die Komplettsanierung der Bahn zusammen mit dem benachbarten Jugendraum beschlossen. Im April 2017 schließlich konnten die ersten Schulklassen wieder zum Sportunterricht in die Mehrzweckhalle. Die letzten Feinarbeiten schließlich wurden erst vor einigen Tagen beendet. Knapp 4,3 Millionen Euro hat alles nun gekostet, für die Sanierung der Halle – nicht für die Kegelbahn – erhält die Gemeinde Zuschüsse.

Architekt Theo Nutz erläuterte den Festgästen unter anderem die von ihm geplante Deckenstrahlheizung, mit der andere Kommunen in ihren Sporthallen zwischenzeitlich beste Erfahrungen gemacht haben, außerdem das Walmdach, das das bisherige Flachdach ersetzt.

Schwierige Generalsanierung

Die Erhöhung der Gesamtkosten um rund zehn Prozent gegenüber der ursprünglichen Schätzung bezeichnet Nutz bei einer schwierigen Generalsanierung wie in Schwarzenbruck als eine Überschreitung in einem vernünftigen Rahmen. So sahen das auch die Schwarzenbrucker Gemeinderäte und Bürgermeister Bernd Ernstberger. Der hatte zur Halleneinweihung Gäste aus der Politik und dem öffentlichen Leben begrüßt, außerdem Schwarzenbrucker Bürger und besonders die Nachbarn der Halle. Nach der Ernennung der Mehrzweckhalle zur Albrecht-Frister-Sporthalle lud Ernstberger die Gäste zu einer Besichtigung des Gebäudes ein. Schwarzenbrucker Bürger hatten die Gelegenheit, sich im Rahmen eines Tags der offenen Tür in der Halle umzusehen.

N-Land Alex Blinten
Alex Blinten