Hobbykünstlerin hilft Feuerkindern in Tansania

Treue Förderin: Mit ihren Basaren unterstützt die Hobbykünstlerin Sabine Koch das „Feuerkinder“-Projekt von Chefärztin Dr. Annemarie Schraml. Foto: Leder2011/01/sabinekoch_New_1295534161.jpg

RUMMELSBERG – Ihre Arbeiten erfreuen sich jedes Jahr großer Beliebtheit. Doch die nutzt die Hobbykünstlerin nicht für sich selbst. Sabine Koch hat ein großes Herz für Kinder, genauer gesagt: für benachteiligte Jungen und Mädchen in Tansania. Deshalb unterstützt sie seit neun Jahren mit den Erlösen ihrer Oster- und Weihnachtsbasare im Krankenhaus Rummelsberg das OP-Projekt „Feuerkinder“. Mehr als 12.000 Euro kamen bislang für den guten Zweck zusammen.

Chefärztin Dr. Annemarie Schraml ließ es sich nicht nehmen, persönlich den symbolischen Spendenscheck von Sabine Koch entgegenzunehmen. 800 Euro spendete sie nach ihrem Basar für die Aktion. Die Ärztin reist jedes Jahr mit einem Team von Fachleuten nach Ostafrika, um jungen Menschen medizinische Hilfe zu leisten. Ihren Namen trägt die Aktion von Kindern, die immer wieder in die offenen Feuerstellen der ärmlichen Hütten geraten und sich dabei schwere Verbrennungen zuziehen.

Als Patientin von Dr. Schraml erfuhr Sabine Koch von der Aktion und zählt seither zu den treuesten Freunden und Förderern des Projekts. Schon viele Monate im Voraus beginnt sie – tatkräftig unterstützt von ihren Eltern – mit den Vorbereitungen für ihre Basars. 1300 Artikel, von kleinen Schutzengeln bis zum aufwendig gestalteten Rezeptbuch, hat sie bei ihrer jüngsten Veranstaltung angeboten. Am ersten Tag verdarb ihr ein Schneechaos auf den bayerischen Straßen ein wenig das Geschäft. Am zweiten Tag war dann der Andrang wie gewohnt, und viele Stammkunden nutzten die Gelegenheit, sich mit Dekorationen und Geschenken zu Weihnachten zu versorgen.

Die liebevoll gestalteten Glückwunschkarten waren nach wie vor der Renner, berichtet die Hobbykünstlerin, die auch nach vielen Jahren mit großem Spaß bei der Sache ist. Die größte Freude für sie ist das Lob ihrer Kunden, wenn es heißt: „Das ist aber schön und so genau gemacht!“ Auch unter den Mitarbeitenden im Krankenhaus sind jede Menge Fans der bekennenden Perfektionistin. Wenn sie mal zu einer Behandlung im Haus ist, wird gleich gefragt: „Na Sabine, Du machst doch wieder einen Basar?“

Wegen ihres Rheumas musste die tapfere Patientin in 2009 pausieren. Nach einem heftigen Rheuma-Schub wurde sie auf neue Medikamente umgestellt. Es ging ihr zwar von Woche zu Woche besser, „aber es hat gedauert, bis ich wieder fit war“. Rheuma ist eine ausgesprochen heimtückische Erkrankung, bei dem der Körper die eigenen Gelenke angreift. Schmerzhafte Entzündungen sind die Folge, Knorpel und Knochen werden zerstört. Sechs Mal wurde Sabine Koch bislang am Knie operiert, „und mit jeder OP wird es schwerer“.

Bewegung tut gut, vor allem Radfahren und Wandern, berichtet Sabine Koch, die leidenschaftlich gern in der Natur unterwegs ist. In den vergangenen Monaten ging leider nicht sehr viel. „Das nervt auf Dauer“, meint sie. Nach ihrer OP bei Dr. Schraml wird es wieder einige Zeit dauern, bis die Hobbykünstlerin fit ist. Auf eines freut sie sich aber schon jetzt: „Es ist schöner, ohne Stützen zu verkaufen.“

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