Volleyball 2. Bundesliga Süd:

Schwaigs nächster Schritt zur Vizemeisterschaft

Beim SV Schwaig war Mann und „MVP“ des Spiels Florian Tafelmeyer (hinter dem Netz rechts), der mit zahlreichen erfolgreichen Offensivaktionen auffiel. Die Zweitliga-Volleyballer siegten gegen Freiburg deutlich.Foto: U. Siefker2018/04/Volley-SVS-Freiburg-Tafelmeyer-Foto-Siefker-net.jpg

SCHWAIG — Die Volleyball-Herren des SV Schwaig bleiben weiterhin im Rennen um den wiederholten Titel des Vizemeisters der 2. Liga Süd. Mit einem letztlich ungefährdeten und verdienten 3:0 (27:25, 25:21, 25:17) gegen den FT 1844 Freiburg sicherten sich die Mannen von Trainer Jozef Janosik wichtige drei Punkte. Sie feierten ihren zehnten Saisonsieg in der Hans-Simon-Halle und den achtzehnten insgesamt.
Es war der 25. Spieltag und das letzte Heimspiel der Saison 2017/18 –, genau deshalb ließen es sich 280 Zuschauer nicht nehmen, den Schwaigern trotz schönsten abendlichen Wetters noch einmal ihre Referenz und ihren Respekt in der Gelben Halle zu erweisen (Saisonrekorde waren übrigens die Heimspiele gegen Fellbach und Rüsselsheim mit je 330 Zuschauern). Da es sicherlich personelle Veränderungen geben wird, war es für alle noch einmal eine letzte Gelegenheit, die lieb gewonnenen „Helden“ dieser grandiosen Saison als Team agieren zu sehen.
Erster Satz war entscheidend
Immerhin ging es auch um wichtige Punkte für die Vizemeisterschaft – und das Hinspiel endete nur knapp 3:2 für den SVS. Was die Fans entsprechend bejubelten, war ein munteres, abwechslungsreiches Duell gegen den Tabellensiebten, der auf Revanche aus war und zugleich unbeschwert aufspielen konnte.
Die Breisgauer steckten daher vor allem im Auftaktsatz nicht auf. Zwar führten die Gastgeber beim 21:17 und 23:19 zwei Mal gleich mit vier Punkten. Doch die mutigen Gäste gingen nicht nur mit 24:23 sogar selbst noch in Führung, sondern wehrten später den Satzball bei ihrem 24:25-Rückstand einmal ab. Nach 28 Minuten erst konnten die Schwaiger den Sack mit 27:25 zumachen.
Am Ende klare Sache
Danach war auf Seiten der Gelbblauen der Bann gebrochen: Durchgang Nummer zwei führte über 8:8, 10:10 und 13:13 bis zum klaren SVS-Vorsprung von 19:15 und 22:18. Der dritte Satz verlief noch entschiedener: Ein ellenlanger Ballwechsel riss die Zuschauer zum 6:2 zwar von den Bänken und betonte eine Spannung auf Augenhöhe. Doch schon beim 16:11 und 17:12 eilten die Schwaiger fünf, beim 20:14 sechs, später beim 21:14 sogar sieben Punkte souverän vorweg.
Einsatz für Perspektivspieler
Die Blocks der Gelbblauen gediehen zur beinahe undurchdringlichen „Wand“; die Breisgauer hatten vor allem in der letzten Passage keine Chance mehr gegen das Abwehrbollwerk. Fast alle SVS-Spieler kamen an diesem Tag noch einmal zum Einsatz. Natürlich nicht nur Kapitän Florian Tafelmayer, der zum vierten Mal zum „MVP“ gewählt wurde (uneinholbar übrigens mit sechs Mal Zuspieler Laurentio Vinaturo). Sondern auch der 1,87-Außenangreifer Benjamin Genenger aus der 2., der Regionalliga-Mannschaft. Der junge Mann (Jahrgang 1999) kam zu seinem ersten gelungenen Einsatz im SVS-Bundesligateam, nach dem 21:15 bis hin zum schlussendlichen, verdienten 25:17 (nach insgesamt 72 Minuten). Um 21:57 Uhr war auch für ihn das Spektakel 2. Liga für diese Saison beendet.
Für die Schwaiger war es der zwölfte 3:0-Erfolg; und noch besteht weiterhin die Chance, den zweiten Rang hinter Grafing zu behaupten. Die Mittelfranken benötigen dafür allerdings auch die Punkte aus ihrem letzten Spiel in zwei Wochen – auswärts in Mainz am 21. April, denn groß ist der Vorsprung vor den Verfolgern Eltmann und Rüsselsheim weiterhin nicht. Doch unabhängig davon, wie dieses letzte Aufeinandertreffen ausgeht – für den SVS war es erneut eine tolle Spielzeit, und für die Fans am Mittelbügweg allemal.
Final applaudierten sie auch den ehrenamtlichen Akteuren des Hallen-„Funktionsteams“, die von Hannes Zapf, dem Leiter des Schwaiger Firmensponsoring-FörderNetzWerkes, beschenkt wurden, sowie nicht zuletzt den Vertretern der anderen Mannschaften der Volleyball-Abteilung, die ihrerseits von Chef Hans-Peter Ehrbar für ihre Erfolge 2017/18 geehrt wurden.

N-Land Pegnitz-Zeitung
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