A3 und A9 am Mittwochmorgen dicht

Verkehrschaos nach schweren Unfällen

Wegen eines Reifendefekts geriet der Lastwagen ins Schleudern und durchbrach die Mittelleitplanke.
Wegen eines Reifendefekts geriet der Lastwagen ins Schleudern und durchbrach die Mittelleitplanke. | Foto: News5/Merzbach2017/11/lkw-unfall-a3-news-5-merzbach.jpg

NÜRNBERGER LAND — Schwere Unfälle mit Lastwagen auf der A 9 und auf der A 3 haben am Mittwochmorgen im PZ-Verbreitungsgebiet zu einem regelrechten Verkehrschaos geführt. Zeitweise waren die Staus auf den Autobahnen über 20 Kilometer lang, weshalb auch auf der Ausweichstrecke B 14 nichts mehr ging.

Der erste Unfall ereignete sich gegen 5.30 Uhr auf der A 9 nahe der Ausfahrt Allersberg. Hier sicherte die Autobahnmeisterei gerade ein auf dem rechten Fahrstreifen liegengebliebenes Pannenfahrzeug, als ein 60-jähriger Kraftfahrer aus noch unbekannter Ursache auf den Sicherungslastwagen auffuhr.

Der Mann wurde in seinem Führerhaus eingeklemmt und musste von der Feuerwehr mit schwerem Gerät befreit werden. Er erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Den bei dem Unfall entstandenen Schaden beziffert die Polizei auf insgesamt 150 .000 Euro.

Die Autobahn wurde in Fahrtrichtung München komplett gesperrt, nach rund drei Stunden gaben die Beamten eine Spur wieder frei. Zu diesem Zeitpunkt staute sich der Verkehr schon bis nach Lauf.

Unfallserie bei Behringersdorf

Zu einer Unfallserie kam es gegen 6.30 Uhr auf der A 3 bei Behringersdorf. Dort geriet ein Lastwagen in Fahrtrichtung Regensburg ins Schleudern. Grund dafür soll, so die Polizei, ein Defekt an einem Reifen gewesen sein. Reifenteile trafen ein Auto.

Der Sattelzug geriet ins Schleudern, prallte gegen die Mittelleitplanke und durchbrach diese sogar teilweweise. Seine Ladung, zwei schwere Betonklötze, blieb auf der Gegenfahrbahn liegen.

In der Folge ereigneten sich mehtere Unfälle mit insgesamt acht beteiligten Autos. Ein Fahrer rammte sogar einen der Klötze und wurde in seinem Wagen eingeklemmt.

Die Behringersdorfer Feuerwehr musste ihn befreien, die Schwaiger Feuerwehr sicherte den Verkehr in Fahrtrichtung Würzburg. Auf der Gegenfahrbahn kümmerten sich die Feuerwehren Heroldsberg, Buchenbühl sowie die Berufsfeuerwehr um den beschädigten Dieseltank des Lastwagens.

Aufwändige Bergungsarbeiten

Wie es am Morgen aus dem Nürnberger Polizeipräsidium hieß, wurde keiner der beteiligten Fahrer ernsthaft verletzt. Dennoch zogen sich die Bergungsarbeiten, an denen auch das Technische Hilfswerk beteiligt war, in die Länge.

Die A 3 wurde in Fahrtrichtung Würzburg komplett gesperrt, in Fahrtrichtung Regensburg lief der Verkehr nur auf der rechten Spur an der Unfallstelle vorbei.

N-Land Andreas Sichelstiel
Andreas Sichelstiel