Bebauungsplan für Schwaigs Südwesten

Siedlungscharakter soll erhalten bleiben

Das Gebiet im Schwaiger Westen soll seinen typischen Siedlungscharakter – wie hier in der Nelkenstraße – behalten. Das will der Schwaiger Gemeinderat nun mithilfe eines neuen Bebauungsplans regeln. | Foto: Brinek2016/12/bebauungsplan-schwaig-nelkenstrasse-bri.jpg

SCHWAIG — Immer wieder waren beim Bauamt der Gemeinde Schwaig in jüngster Zeit Baupläne eingereicht worden, die weit von der typischen Gestaltung der bereits bestehenden Häuser abwichen. Um solche „Bausünden“ in Zukunft zu erschweren und den vorherrschenden Siedlungscharakter zu erhalten, hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einen Bebauungsplan für das Gebiet im Schwaiger Westen, südlich der S-Bahnlinie, auf den Weg gebracht.

Die Vorgaben sollen konkret für das Wohngebiet zwischen Warthestraße, Danziger Straße, Tulpenweg, Siedlerstraße, Friedenstraße, Waldrandstraße, Nelkenstraße und Unterer Röthelweg gelten. Das Planungsbüro stellte in der Sitzung Punkt für Punkt die Stellungnahmen und Vorschläge verschiedener Behörden und Verbände zum ersten Entwurf dieses Plans vor, mit denen sich die Gemeinderäte dann auseinandersetzten.

Nachverdichtung ermöglichen

So wurde unter anderem die Einschränkung entfernt, die vorsah, in dem Gebiet nur „Einzel- und Doppelhäuser“ zuzulassen. Nunmehr wird die Regelung heißen: „Einzelhäuser, Doppelhäuser oder Hausgruppen sind dann zulässig, wenn sie eine Gebäudelänge von 30 Metern nicht überschreiten“. Damit soll eine geregelte Nachverdichtung unter Berücksichtigung des Baubestandes möglich werden.

Auf diese Weise könne der Charakter der Gebiets leichter gewahrt werden, was auch im Interesse der Gemeinde liege, wie Bürgermeisterin Ruth Thurner betonte. „Wir wollen unbedingt den dortigen Siedlungscharakter aus den 50er Jahren beibehalten. Er ist so typisch für ­Schwaig“, so die Rathauschefin. Von den Gemeinderäten gab es zu dem geänderten Entwurf ein einstimmiges, bestätigendes Votum.

Im Rahmen des Verfahrens hatten sowohl Bürger als auch Behörden und sonstige Träger öffentlicher Belange Stellungnahmen abgegeben. Es wurden Einwände, Bedenken und Anregungen vorgebracht, die das Planungsbüro nun in den Entwurf für eine öffentliche Auslegung ein­arbeiten muss. Auch diese Fassung wird dann für einen Monat öffentlich ausgelegt. Weitere Stellungnahmen können dann abgegeben werden. Der Auslegungsort wird eine Woche vorher bekannt gegeben.

N-Land Hans Brinek
Hans Brinek
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