Gesamtkosten von acht Millionen Euro

Schwaig baut neuen Hort für sechs Gruppen

Der Neubau von Süden aus gesehen. Die Mensa liegt zwar im Untergeschoss, wird aber durch einen Lichthof mit Tageslicht versorgt. Im ersten und zweiten Stock befinden sich die Gruppenräume. | Foto: Planbild: Architekturbüro Babler&Lodde2018/10/hort-schwaig-sudansicht.jpg

SCHWAIG — Die Gemeinde Schwaig plant an der Südschule ein eigenes, neues Gebäude für den Hort, um der steigenden Nachfrage nach Plätzen nachzukommen. Rund acht Millionen Euro wird das Projekt, inklusive der Außenanlagen und einem Aufzug für die Schule, kosten.

Entstehen soll der dreigeschossige Neubau an der südöstlichen Seite der Schule, im Bereich Ludwig-Lins- und Lerchenstraße. Dafür muss der bisherige Sport-Hartplatz weichen, der allerdings danach – in kleinerer, grundschulgenormter Form – wieder errichtet wird. Über einen Verbindungsgang wird das Gebäude an die Schule angeschlossen. Im Keller, der durch einen großen Lichthof an der Südseite mit Tageslicht versorgt wird, wird die Mensa samt Küche einziehen. Hier essen die Kinder aus den Ganztagsklassen zu Mittag. Außerdem sind im rückwärtigen Teil Technikräume vorgesehen.

Sechs Gruppen statt fünf

Im ersten und zweiten Stock ist jeweils Platz für drei Gruppenräume plus Zimmer für heilpädagogische Betreuung, für Hausaufgaben sowie für Sanitärräume. Insgesamt wird es dann sechs Hortgruppen geben, bisher sind es fünf. Diese waren seit Mitte der 90er-Jahre in der Schule selbst untergebracht, zum Teil zuletzt in umfunktionierten Klassenzimmern. Doch aufgrund der steigenden Schülerzahlen werden diese Zimmer nun wieder für den Unterricht gebraucht, wie Bürgermeisterin Ruth Thurner, leitender Beamter Fabian Ebeling und Swen Kellner vom Schwaiger Bauamt bei einem Pressegespräch erläuterten.

Sie alle hoffen, dass es mit den Bauarbeiten möglichst bald losgehen kann, nachdem der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung den Plänen des Architekturbüros Babler&Lodde aus Herzogenaurach zugestimmt hat. Allerdings müssen unter anderem noch Förderanträge gestellt werden, vor Frühjahr 2019 ist deshalb mit einem Baubeginn wohl nicht zu rechnen. Weil der Hort aus allen Nähten platzt, wird man übergangsweise wohl Gruppen in das Fachmarktzentrum auslagern.

Ein bisschen kleiner wird durch den Neubau auch der Pausenhof. Doch an anderer Stelle wird ein Grünstreifen in das Areal integriert, außerdem bekommen die Schüler neue Spielgeräte, sodass der Platzverlust zumindest ein Stück weit kompensiert wird.

Insgesamt acht Millionen Euro wird das Gesamtprojekt kosten. Dazu gehört aber nicht nur der Neubau selbst, sondern auch die Wiederherstellung des Hartplatzes, der Abriss des alten, kleinen Gebäudes für die Mittagsbetreuung, die Verlegung einer Trafostation, neue Stellplätze und vor allem der Einbau eines Aufzugs in die Südschule selbst, die damit barrierefrei wird. In welcher Höhe die Förderung genau ausfällt, ist noch schwierig abzuschätzen, wie Ruth Thurner, Fabian Ebeling und Swen Kellner erklären. Unter anderem deshalb, weil für den Bereich Horte das Sozialministerium zuständig ist, für alle Baumaßnahmen, die die Schule betreffen, dagegen das Kultusministerium.

N-Land Stefanie Buchner-Freiberger
Stefanie Buchner-Freiberger