Unbekannter sägt Obstbaum bei Lillinghof ab

Wanderweg-Hasser wieder am Werk?

Der Obstbaum, der zwischen Lillinghof und Oberrüsselbach stand, wurde unfachmännisch gefällt.
Der Obstbaum, der zwischen Lillinghof und Oberrüsselbach stand, wurde unfachmännisch gefällt. | Foto: Schuster2018/03/obstbaum-umgesagtlillinghof-oberrusselbachFoto-Udo-Schuster0001.jpg

LILLINGHOF — Nur ein Zufall oder ist der Unbekannte, der Wanderzeichen zerstört, jetzt an anderer Stelle aktiv? In der Nacht auf Sonntag ist an der Straße von Lillinghof nach Oberrüsselbach ein Obstbaum gefällt worden – darauf befand sich ein Markierungszeichen des Fränkischen-Schweiz-Vereins.

Der Täter rückte dem Obstbaum relativ unfachmännisch mit einer Motorsäge zu Leibe. Zuerst schnitt er einen Fällkeil in den unteren Bereich des Stamms, danach aber noch einen weiteren etwas oberhalb. Wenn der Baum in die gewünschte Richtung gefallen wäre, hätte er die Straße blockiert. Bei Dunkelheit hätte das Hindernis zu einem Unfall führen können, „zu üblen Folgen“, wie Frank Pitterlein, der Schnaittacher Bürgermeister, im Gespräch mit der Pegnitz-Zeitung sagt. Pitterlein kann die Tat „nicht nachvollziehen“.

Der gesunde Obstbaum fiel statt auf die Straße lediglich auf einen abzweigenden Fahrweg für landwirtschaftliche Zwecke. Ein Anlieger schob ihn am Montag mit seinem Traktor zur Seite. Der Freiröttenbacher Ortssprecher hatte Pitterlein bereits am Tag zuvor informiert.

Polizei spricht von hohem Schaden

Die Marktgemeinde als Eigentümerin des Baums hat inzwischen Anzeige erstattet. Die Laufer Polizei ermittelt und bittet um Hinweise (Telefonnummer 09123/94070). Den Schaden schätzt sie gleich „auf mehrere tausend Euro“.

Weil der Täter den gefällten Stamm nicht mitnahm, gehen die Beamten davon aus, dass es ihm nicht um das Holz ging. Am Baum befand sich ein Wandermarkierungszeichen des Fränkischen-Schweiz-Vereins mit dem Blaupunkt, der Wanderer zur Lillachquelle führt. Das legt ein anderes Motiv nahe: Bereits seit Jahren werden rund um Lillinghof gezielt Wandermarkierungen zerstört (die Pegnitz-Zeitung berichtete). Allerdings traf es bisher nur den sogenannten Frankenweg. Möglicherweise hat sich der unbekannte Wanderweg-Hasser nun ein neues Ziel gesucht.

N-Land Udo Schuster
Udo Schuster