Dritter Empfang für „Zugezogene“

Schnaittach begrüßt seine Neubürger

Die Stühle im Badsaal reichten anfangs nicht aus, als Bürgermeister Frank Pitterlein (im Vordergrund) die Marktgemeinde vorstellte. | Foto: Schuster2017/02/neuburgerempfang-schnaittach.jpg

SCHNAITTACH — Der Markt Schnaittach hatte gestern zum dritten Neubürgerempfang eingeladen. Zu diesem Anlass wurden verdiente Mitbürger für ihren Einsatz für die Marktgemeinde geehrt.

Die Stühle reichten anfangs nicht aus, um allen einen Sitzplatz zu gewähren, denn auch nach dem offiziellen Beginn des von der Sing- und Musikschule musikalisch begleiteten Empfangs kamen immer noch Neubürger mit ihren Familien in den Badsaal. Zu den Teilnehmern zählten auch die Asylbewerber, die in Schnaittach leben.

Insgesamt wuchs die Einwohnerzahl der Marktgemeinde zuletzt durch Zuzug um rund 100 Personen. Bürgermeister Frank Pitterlein freut sich, dass viele den Weg nach Schnaittach finden und dort ihr neues Zuhause, vielleicht auch einmal ihre Heimat. In seinem Grußwort stellte er Schnaittach mit all seinen Ortsteilen vor. Er berichtete nicht nur von der äußerst günstigen Verkehrsanbindung, sondern auch von den Einkaufsmöglichkeiten. Fazit: „Nutzen Sie die Möglichkeiten, die unser Ort bietet!“ Pitterlein wünschte allen Neubürgern einen guten Start.

Im Gespräch mit den „Zugezogenen“ kristallisierte sich Schnaittach als lebens- und liebenswürdiger Ort heraus. Susanne Schlund etwa beschreibt es folgendermaßen; „Die Nähe zur Großstadt, ergänzt mit dem Landleben in herrlicher Natur, das ist einfach super.“ Die Yogalehrerin und Heilpraktikerin fühlt sich hier wohl. Zusammen mit ihrem Lebensgefährten wohnt sie in einer Neubauwohnung. Im Vereinsleben hat sich die aus Adelsdorf stammende Frau für den Bogensport entschieden.

Uschi und Timo Hetzer, die zuvor in Forth wohnten, haben eine Doppelhaushälfte in Hedersdorf erworben. Zur Arbeitsstelle des Mannes nach Eschenau ist es nun zwar ein kleines Stück weiter, „aber wir sind glücklich, es ist total schön hier“. Mit den Töchtern Magdalena und Miram hat das Paar bereits guten Kontakt in die Nachbarschaft. Derzeit wieder bei den Eltern in Schnaittach wohnt eine ebenfalls junge Familie, Vanessa und Tobias Schuhmacher aus Lauf. Sie möchten gerne ein eigenes Haus in Schnaittach besitzen, denken dabei an das Areal der Brauerei Schaffer.

25 Jahre wohnte Anneliese Lampart in Lauf. Hier gab es ihrer Aussage zufolge Ärger mit dem Vermieter – und weil in Schnaittach auch Bekannte wohnen, hat sie sich jetzt mit ihrem Lebensgefährten Dieter Kalben ein Eigenheim gekauft. „Es gibt hier alles, was man zum Leben braucht, und insbesondere die prima markierten Wanderwege werden uns unsere neue Heimat gut erkunden lassen“, sagt die Frau.

Unter den Neubürgern, die in den Badsaal gekommen waren, fand sich auch die evangelische Pfarrerin Dorothee Mann mit ihrer Familie.

Die Geehrten (mit blauen Mappen) umrahmt von Schnaittacher Marktgemeinderäten und Bürgermeister Frank Pitterlein (stehend, rechts). | Foto: Schuster2017/02/Schnaittach-Ehrung-Neuburgerempfang-Foto-us.jpg

 

Für ihren Einsatz für Schnaittach wurden zunächst Fabio und Petra Viktorin, die beide beim Bayerischen Roten Kreuz (BRK) aktiv sind, ausgezeichnet. Insbesondere das Engagement im Einsatzleiterdienst des Roten Kreuzes zeichne Fabio Viktorin aus, so Bürgermeister Frank Pitterlein. Zudem ist Viktorin auch in der Schnaittacher Feuerwehr aktiv. Petra Viktorin hilft beim Neuaufbau des Schnaittacher Jugendrotkreuzes mit und ist in der psychosozialen Nachsorge bei den Rettungsdiensten dabei. Sie wird aktiv, wenn andere Helfer oder Betroffene durch schreckliche Ereignisse selbst Hilfe brauchen. Die Eheleute konnten zur Ehrung allerdings  nicht persönlich kommen.

Durch den Radclub Schnaittachtal wird der Name Schnaittachs weit ­hinausgetragen. Dies geschieht in erster Linie durch das mittlerweile legendäre Zwölf-Stunden-Mountainbike-Rennen. Pitterlein bezeichnete diese populäre Veranstaltung als Phänomen: Als die diesjährige Ausschreibung mit der Anmeldung zum Rennen veröffentlich wurde, waren innerhalb von nur 10 Minuten alle Startplätze für Einzelfahrer ausgebucht.

Der Dank der Marktgemeinde galt aber nicht nur für die Durchführung dieses Events, sondern auch für die aktive Jugendarbeit des Vereins. Die Ehrung mit einer Urkunde nahm für den Radclub die Vorständin Martina Geelhaar-Erler entgegen.

Ein weiterer besonderer Dank Pitterleins galt den ehrenamtlichen Schulwegehelfern, die an gefährlichen Stellen zur Absicherung der ABC-Schützen eingeteilt sind. Der Bürgermeister übermittelte ihnen auch die Anerkennung des Elternbeirats. „Egal ob es regnet, stürmt oder schneit – sie sind ein verlässlicher Partner, wenn es um die Sicherheit unserer jüngsten Schulkinder geht“, so Pitterlein. Von den acht Schulweghelfern waren Claudia Hierl, Sabine Hauenstein-Eiter und Herbert Rauch anwesend.

In gemütlicher Runde konnten sich alle Anwesenden an Infotischen von 19 Vereinen über die rege Vereinstätigkeit im Markt informieren. Erstmals dabei war Ulrich Peters, der kräftig die Werbetrommel für eine Gründungsversammlung einer Ortsgruppe des Fränkischen Albvereins rührte. Die Termine für die ersten gemeinsamen Wanderungen stehen schon fest.

 

N-Land Udo Schuster
Udo Schuster